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Stöbern ohne raus zu gehen

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Was lange währt wird endlich gut! Seit wenigen Tagen können Medien der Tauchaer Stadtbibliothek reibungslos von Zuhause aus vorbestellt und verlängert werden.

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Toni Richter hält den Online-Katalog der Tauchaer Stadtbibliothek stets auf dem neuesten Stand.

Quelle: Alexander Bley

Taucha. Die Probleme, die das System seit Februar lahm gelegt hatten, sind beseitigt. Der internetbasierte Online Public Access Catalogue, kurz OPAC, gehört mittlerweile in vielen Bibliotheken zum Standard.

Während Toni Richter die Ruhe in Person zu sein scheint, ist Steffi Beyer die Erleichterung anzusehen. Die Bibliotheksverantwortliche der Stadt Taucha machte dieser Tage wahrscheinlich drei Kreuze, weil das elektronische Ausleihprogramm namens OPAC endlich reibungslos funktioniert. Die Mühen, beim Software-Hersteller unentwegt Druck zu machen, haben sich gelohnt, denn nun kann von zu Hause aus per Internet nicht nur im Bibo-Katalog recherchiert, sondern auch gleich vorbestellt und verlängert werden. Alles in Echtzeit, denn wenn Lieschen Müller daheim den entsprechenden Button anklickt, erscheint auf dem Bildschirm des Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste ein entsprechendes Fenster. Richter und Beyer können so die Bücher aus dem jeweiligen Regal holen und es hinterlegen. „Jetzt funktioniert es. Es wird sehr gut angenommen, selbst ältere Leute lassen sich das am Computer zeigen“, sagt Beyer erleichtert.

Ende Februar wurde mit der Umstellung auf das neue Programm begonnen, alle Bücher, CDs und DVDs in den Katalog eingearbeitet. Doch im Netz funktionierte bis auf die Recherche nichts wirklich. „Vorbestellungen waren nicht möglich. Die Verlängerung per Email klappte auch nicht. Bei uns kamen die Mails nicht an“, erinnert sich Beyer an die nervenaufreibende Zeit.

Aber der Fehler steckt wie so oft im Detail. Weil die Rechner der Bibo im Netz der Stadtverwaltung eingegliedert sind, herrschen andere virtuelle Sicherheitsbedingungen als auf dem heimischen Computer. Datenschutz heißt das Stichwort. Die Kommunikationsprobleme sind beseitigt worden. Seit Anfang November steht der Dienst auf der Internetseite www.stadtbibliothek-taucha.de jedem zur Verfügung. Während jeder im 27 625 umfassenden Medien-Bestand stöbern kann, bedarf es einer Mitgliedschaft, um diese entleihen zu können. Abgefragt werden in diesem Fall die Ausweisnummer und das zehnstellige Passwort.

Auf dem neuesten Stand ist der Katalog sowieso. Denn Toni Richter pflegt stets die neuen Bücher, CDs oder DVDs in den Bestand ein. „Es gibt ein tägliches Update“, bestätigt der Fachmann. Davon könne sich jeder Benutzer überzeugen. 1212 Leseratten sind es in Taucha, wobei sich Kinder und Erwachsene laut Statistik tatsächlich die Waage halten.

Aber das neue System hat noch einen weiteren Vorteil. „Es gibt kein Buch, dass im Zeitraum, in dem geschlossen ist, zurückgegeben werden muss“, sagt Beyer und beruhigt weiter: „Wer etwas über Weihnachten hinaus ausgeliehen hat, muss es auch nicht gleich am ersten Tag zurückgeben. Da hätten wir sonst 150 Mann an der Theke.“ Schließlich bleibt die Bibliothek von Weihnachten bis Neujahr geschlossen. Am 3. Januar öffnet sie wie gewohnt. Bis dahin kann jetzt daheim am Rechner ausgiebig im Bestand gestöbert, verlängert oder vorbestellt werden. Alexander Bley

Alexander Bley

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