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Taucha Straßenbeleuchtung in Taucha 12000 Euro teurer als erwartet
Region Taucha Straßenbeleuchtung in Taucha 12000 Euro teurer als erwartet
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10:00 15.10.2011
Straßenbeleuchtung ist teuer. In Taucha sind die Kosten in diesem Jahr 12000 Euro höher als erwartet. Quelle: dpa
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Taucha

Grund sind Mehrkosten in Höhe von 12 000 Euro für die Straßenbeleuchtung in der Parthestadt.

Im August und im September waren die Zählerstände aller insgesamt 43 Straßenbeleuchtungsanlagen der Stadt überprüft worden. Anlass der Großaktion war eine Nachprüfung am Schrank vier im Sattelhof gewesen, wo es laut Stadt „erhebliche Differenzen zwischen der maschinellen Schätzung und den Ablesewerten“ gegeben habe.

Im Ergebnis ergaben sich bei einzelnen Anlagen geringere Verbräuche als geschätzt, zum Teil aber auch höhere. In der Kirchstraße ist das etwa der Fall, wo laut Stadt Zusatzabnahmen wie die Lichterkette zum Advent und der Tauchsche nicht beachtet wurden. „Mit der ausstehenden Jahresrechnung wird ein Nachforderung von zirka 4000 Euro erwartet“, erklärt die städtische Ratsvorlage. In anderen Bereichen wiederum sei das Verhältnis zwischen dem preiswerteren Niedertarif und dem teueren Hochtarif beim Verbrauch falsch geschätzt worden, räumt die Stadt ein. Alles in allem ergaben sich so Mehrkosten in Höhe von 12 000 Euro, die die Stadträte abnickten.

Bürgermeister Holger Schirmbeck war trotz der Mehrkosten noch zufrieden. Die Summe sei etwa die Hälfte von dem, was erwartet worden sei, erläuterte er. Grund: Die Envia als Energieversorger hatte sich in einigen Fällen kulant gezeigt und auf Rückrechnungen verzichtet. Das sei für die Stadt vorteilhaft gewesen, heißt es in der Ratsvorlage.

Stadtrat Jürgen Krahnert (FDP), selbst aus dem Strom-Fach, wunderte sich dennoch wie überhaupt Diskrepanzen zu Stande kommen konnten. Schließlich könne der Verbrauch anhand der Durchschnittswerte der letzten Jahre sehr genau vorhergesagt werden. Er erinnerte an Vorschläge im Technischen Ausschuss, wie bei der Straßenbeleuchtung Kosten gesenkt werden könnten. Eine Variante sei, in ausgewählten Bereichen nur jede zweite Lampe brennen zu lassen.

Schirmbeck erläuterte, solche Schaltungen bedeuteten einen erheblichen Aufwand. Auch unter dem Gesichtspunkt der Haftung sei es problematisch. Besser sei es da schon, in ganzen Straßen das Licht abzuschalten. Dann könnten sich die Bürger besser darauf einstellen. Die Frage der Kosteneinsparung auch bei der Straßenbeleuchtung werde sicher bei der Haushaltssatzung für 2012 ein Rolle spielen, kündigte er an.

Jörg ter Vehn

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