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Streit um Ausbau-Stopp für Alte Salzstraße im Stadtrat entfacht

Streit um Ausbau-Stopp für Alte Salzstraße im Stadtrat entfacht


Taucha. Um die Pläne für den Ausbau des maroden Verbindungsweges zwischen Pönitz und Merkwitz, die Alte Salzstraße, gibt es Meinungsverschiedenheiten zwischen Stadträten und Bürgermeister Holger Schirmbeck (SPD).

. Auch die Vertreter der Orte sind anderer Meinung als er.

Wie berichtet, hatte Schirmbeck vorige Woche erklärt, die Pläne für den Ausbau des bislang landwirtschaftlich genutzten Weges auf Eis zu legen. Die Landwirte seien gegen einen Ausbau, und als kommunale Straße werde zu viel Verkehr die kleinen Ortskerne zu stark belasten, sagte er voraus. „In Abstimmung mit dem Stadtrat werden die Pläne daher nicht weiterverfolgt“, so Schirmbeck. Stattdessen sei nur noch eine Reparatur vorgesehen.

„Der Ausbau ist auf keinen Fall gestoppt“, sagt dagegen CDU-Fraktionschef Ralph Nietzschmann. Vielmehr sei die Verwaltung beauftragt worden, die nötigen Planverfahren zu ermitteln und mit den Ortschaften abzustimmen, ob sie den Ausbau der Straße wünschten. Detlef Zaumseil, Fraktionschef von FDP/Grüne, bestätigt die Aussage: „Das mit dem Stopp war wohl eher Schirmbecks persönliche Meinung.“ Die Stadt solle lieber eine Analyse machen und die Bürger fragen, was sie wollen. „Wenn dann die Mehrzahl Nein sagt, ist es das gewesen“, so Nietzschmann.

Bei einem Treffen vorige Woche mit den Vertretern aller Tauchaer Ortschaften sei die Frage nach der Willensbekundung zur Alten Salzstraße nicht gestellt worden, berichtete auch Roland Wagner von der IG Merkwitz. Lediglich die Probleme seien erörtert worden. „Wir haben unseren Wunsch schon bekundet, als der Ausbau in das Programm für den ländlichen Wegebau aufgenommen wurde“, so Wagner. An dem Willen habe sich nichts geändert.

„Dazu müsste die Stadt sicher eine breitere Masse befragen“, sagte auch Claudia Anger vom Ortsbeirat Pönitz. Ihrer Meinung nach sei die Stimmung im Ort allerdings so, dass der Weg nach Merkwitz benötigt wird, „wenigstens als ordnungsgemäßer Radweg“.

Der Weg verläuft verschwenkt auch über private Flurstücke, was den Ausbau erschwert. Es sei allerdings möglich, ihn über kommunale Flächen umzuverlegen, bestätigten Zaumseil und Nietzschmann. Jörg ter Vehn

Jörg ter Vehn

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