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Taucha Streit um Rohre in Plösitz
Region Taucha Streit um Rohre in Plösitz
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21:24 29.09.2009
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Taucha

Doch dagegen formiert sich der Widerstand der Grundstückseigentümer an der kleinen Straße.

Ein Anlieger, der sich zwar berufen fühlt, für nahezu alle Eigentümer zu sprechen, aber seinen Namen nicht nennen will, findet deutliche Worte: „Niemand hat uns informiert, warum überhaupt eine neue Abwasserleitung gebaut werden muss und warum nicht die alte Entwässerungsleitung genügt“, sagt er. Jene alte Leitung wurde nach Aussagen des Mannes 1988 im Auftrag der Stadt Taucha gebaut und sei ausgelegt für eine Nutzungsdauer von „mindestens 30 Jahren“.

Prinzipiell sei dies richtig, ist von Jarno Wittig, Sprecher der KWL zu erfahren. „Dennoch kommen wir um den Bau einer neuen Leitung nicht herum. Bei einer Begehung und nach Auswertung von Videoaufnahmen hat sich gezeigt, dass diese nicht saniert werden kann“, sagt er. Unter anderem hätten Wurzeln das Steinzeug beschädigt. Dadurch hätten sich Scherben gebildet, die eine Dichtigkeit des Rohres nicht mehr zulassen würden. So sei es auch nicht möglich, das Rohr im Inline-Verfahren zu sanieren, bei dem eine neue Leitung in die alte gezogen wird: „Die Notwendigkeit des Ersatzneubaus haben wir erst im Zuge des Bauablaufes gesehen. Und sie ist die wirtschaftlich sinnvollste Lösung“, sagt der Sprecher.

Mit dem Neubau der Leitung habe die KWL zudem die Möglichkeit, diese auch in die Straßenmitte zu verlegen. „Derzeit liegt die Entwässerung am Feldrand. Dort hat sie nichts zu suchen“, so Wittig. Sorgen bereiten den Anwohnern vor allem die Kosten, die durch den Anschluss der Trink- und Abwasserleitung auf sie zukommen. Die Annahme, dass sich die Wasserwerke durch die Baumaßnahme an Fördermitteln und zusätzlich dem Baukostenzuschuss der Anlieger bereichern wollen, entkräftet Jarno Wittig: „Diese Summe ist bereits im Baukostenzuschuss eingerechnet. Ohne die Förderung wäre er deutlich höher als die 109 Euro pro laufendem Meter, über die wir alle Anlieger informiert haben“, erklärt er.

Insofern sei für die KWL alles klar. Bis auf eine Sache: Teile des Margarethenweges befinden sich im Privatbesitz der Anlieger. Um dort schachten zu dürfen, müssten die Besitzer die Grundstücke verkaufen. Dazu liefen aber laut Wittig bereits Gespräche zwischen den betroffenen Anliegern, der Stadt und den Wasserwerken.

Daniel Große

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