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Taucha Studentin findet ihr Ventil in der Malerei
Region Taucha Studentin findet ihr Ventil in der Malerei
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06:00 20.04.2010
Kunst und Liebe: Zwischen den Gemälden küssen sich Malerin Bettina Kietzmann und ihr Partner Martin Leimbach. Sie dankt so für seine Unterstützung auch bei der Ausstellung im Café Esprit. Quelle: Karoline Maria Keybe
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Taucha

Jahrelang hatten Kathrin und Jens Kietzmann ihre Tochter ermutigt mit ihren Gemälden an die Öffentlichkeit zu gehen. Kietzmann wehrte dies aus Unsicherheit und Angst vor Kritik immer ab. „Ich war noch nicht bereit für diesem Schritt“ begründete sie gestern bei der Eröffnung. Das Angebot, im Café Esprit ihre Bilder ausstellen zu können, kam plötzlich und ließ nicht viel Zeit zum Nachdenken. Die Studentin wagte den ersten großen Schritt. Gemeinsam mit ihrem langjährigen Partner Martin Leimbach ging es an die Planung, das Rahmen der Bilder, die Anordnung der Gemälde und zu guter Letzt die Gestaltung der ersten eigenen Visitenkarte. Tagelang konnte sie vor Aufregung nicht schlafen. Gestern wirkte sie jedoch sehr ruhig. „Jetzt lass’ ich einfach alles auf mich zukommen,“ lächelte sie entspannt. Das Café Esprit gibt der jungen Frau Raum für 17 ihrer Aquarelle. Die Besonderheit ihrer Technik zeichnet sich durch das zusätzliche Nachmalen mit Tusche aus. Für sie bedeutet es auch, die Kontrolle abzugeben. Sie beobachtet das Verlaufen der Farbe und greift erst am Schluss mit der Tusche ein, um dem Gesamtobjekt Konturen zu verleihen. Der Name der Ausstellung „Guckreiz“ ist Programm. Die Künstlerin möchte Reize, die sie teilweise beim Entwerfen empfand, auch beim Beobachter hervorrufen. Betitelt sind die Bilder nur teilweise, um so voreilige Interpretationen zu vermeiden. Das Leben inspirierte sie zum Malen. Viele kleine Erlebnisse und Erfahrungen aus Vergangenheit und Gegenwart für die die junge Frau kein Ventil fand, drückte sie mit Farbe auf Papier aus. Daraus entstand eine beeindruckende Sammlung von gut 300 Bildern. „Eins habe ich sogar schon verkauft,“ sagte Kietzmann stolz „an einen österreichischen Künstler.“Die Malerin möchte mit dieser Ausstellung das vergangene Jahrzehnt abschließen, mit den guten und den schlechten Erinnerungen, den kleinen und den großen Dingen, die sie entdeckte und für immer auf Leinenpapier bannte. Jetzt steckt sie ihre ganze Energie in das Studium der Bildungswissenschaft an der Fern-Uni Hagen.

Karoline Maria Keybe

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