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Taucha Tag der Artenvielfalt: „Das ist so spannend“
Region Taucha Tag der Artenvielfalt: „Das ist so spannend“
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21:00 13.06.2010
Vielfalt zum Staunen: Heiko Thonig und die Fischgruppe bei ihrer Expedition entlang der Parthe zwischen Sehlis und Panitzsch. Insgesamt 180 Tiere und Pflanzen wurden zum Geo-Tag der Artenvielfalt in der Parthenaue bestimmt. Quelle: Karoline Maria Keybe
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Taucha

Auf dem Feld zwischen Sehliser Straße und Parthe hatten 35 Kinder unter professioneller Leitung einen Vormittag Zeit, sich in Tier- und Pflanzenbestimmung zu probieren. Nicht ganz zufällig wählte der Veranstalter Zweckverband Parthenaue den Landstrich zwischen Sehlis und Panitzsch aus. Denn wenn die geplante Bundesstraße B87n hier entsteht, würde der Lebensraum der ansässigen Tiere und Pflanzen zerstört werden.

Taucha. Insgesamt 180 Fische, Wasserkrebse, Pflanzen, Vögel und Insekten haben die kleinen Parthenfüchse am Sonnabend bestimmt. Anlass für die heimischen Expedition war die bundesweit ausgeschriebene Aktion der Zeitschrift Geo, genannt „Tag der Artenvielfalt“.

9.30 Uhr begrüßte Diana Händler vom Zweckverband und Organisatorin der Öko-Veranstaltung die kleinen und großen Naturliebhaber. Doch bevor die Forschungsreise durch das Landschaftsschutzgebiet losgehen konnte, wurden die Kinder in vier Gruppen eingeteilt. Zur Auswahl standen die Fisch-, die Pflanzen-, die Insekten- und die Vogelgruppe.

Für Felix Grohmann war es ganz klar: Die Fischgruppe musste es sein. Seit Jahren geht der Elfjährige angeln. „Das ist so spannend“, erklärte Felix. Gemeinsam mit seinen Klassenkameraden der 5a des BIP Gymnasiums Leipzig hatte der Elfjährige beschlossen, die meisten heimischen Wassertiere zu entdecken. Lehrerin Anke Klitsch war stolz auf ihre Jungs, dass sie sich trotz Fußball-Weltmeisterschaft noch für die Natur interessieren konnten.

Eröffnende Worte kamen wenig später vom Verbandsvorsitzenden und Bürgermeister der Stadt Taucha, Holger Schirmbeck: „Wir sind sehr gespannt, was wir hier alles finden werden.“ Und der Ausflug begann mit Händlers Worten: „Lasst uns ins Gelände stechen!“

Und das taten sie. Die Kinder stapften mit ihren Gummistiefeln über das sumpfige Feld. Auf leisen Sohlen machte sich die Insektengruppe auf den Weg, dicht gefolgt von der Pflanzengruppe. Die Jungs der Fischgruppe stürmten zum Fluss – von Stille keine Spur. Und während sich die Vogelgruppe dem kleinen Waldstück näherte, hatten Lena Alshut und Patrizia Hartmann bereits die Gräser Glatthafer und Fuchsschwanz entdeckt. 80 verschiedene Pflanzen erspähten die Mädchen mit Hilfe von Händler und Anja Herrmann – ein beeindruckendes Ergebnis.

Immer wieder ertönten Jubelschreie vom Ufergebiet: Was die Jungs unter Leitung von Matthias Kopp und Heiko Thonig alles im Wasser fanden, hätten sie sich niemals vorstellen können. Richard Lehmann war der Held des Tages: der Elfjährige fischte den größte Blutegel. Seine Kumpels waren ganz schön neidisch, aber auch ein bisschen angeekelt vom glitschigen Getier.

Zwei Stunden später trugen die vier Gruppen die Ergebnisse zusammen. Händler war stolz auf ihre Kids. 180 Tierchen und Pflänzchen seien ein gutes Ergebnis, meinte die 31-Jährige. Zum krönenden Abschluss und sehr zur Freude der Eltern warfen sich die Kleinen noch einmal ins Heu. Man lieferte sich eine strohige Schlacht – die Natur entdecken, beschützen und erleben.

Karoline Maria Keybe

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