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„Tag der Wirtschaft“ in Taucha

Erfolgreiche Premiere „Tag der Wirtschaft“ in Taucha

Es ging um die Gewinnung von Nachwuchskräften, das Halten von guten Mitarbeitern und zahlreiche andere Themen beim ersten Tauchaer „Tag der Wirtschaft“. Zwar folgten lediglich rund 30 Mittelständler und Unternehmer von den 130 Eingeladenen, dennoch werten Teilnehmer die Veranstaltungspremiere als Erfolg.

Moderator Tobias Höhn begrüßt in Tauchas „Grundschule Am Park“ die Teilnehmer an Tauchas erstem „Tag der Wirtschaft“-

Quelle: Olaf Barth

Taucha. „Die Idee für so einen ,Tag der Wirtschaft’ ist nicht nur mutig, sie ist gigantisch. Denn das führt zu positiven Effekten zwischen Wirtschaft und Entscheidungsträgern in der Verwaltung. Kommunikation ist immer der beste Weg, aktuelle Tagesprobleme zu lösen“, lobte Claus Gröhn gegenüber der LVZ die Premierenveranstaltung in Taucha. Der Präsident der Handwerkskammer zu Leipzig war einer der zahlreichen Redner, die am Sonnabend in der Grundschule „Am Park“ das Wort ergriffen. Zwei Schwerpunktthemen an dem Tag waren die Gewinnung von Auszubildenden und die Bindung von Mitarbeitern in Zeiten des Fachkräftemangels.

Vor rund 60 Besuchern aus der Tauchaer Wirtschaftswelt und der Stadtverwaltung kritisierte Gröhn den „Akademisierungswahn“. So hätten voriges Jahr 2,75 Millionen junge Menschen ein Studium begonnen, aber nur 1,33 Millionen eine duale Ausbildung. Der 60-Jährige forderte die Einführung eines „Berufsabiturs“ und bezeichnete die Berufsausbildung nicht als „Plan B“, sondern als Lebensentwurf mit vielen guten Perspektiven und Karrierechancen. Gemeinsam mit dem CDU-Europaabgeordneten Hermann Winkler, der anschließend das Wort ergriff, habe sich Gröhn erst kürzlich in Brüssel dafür eingesetzt, dass der Meisterbrief nicht abgeschafft wird. Winkler sprach davon, dass statt dessen die duale Ausbildung mit entsprechenden qualitativen Abschlüssen zu einem Modell für ganz Europa werden müsse.

Das Thema Fachkräfte und Nachwuchs interessierte auch Jörg Bauer sehr. Der Geschäftsführer und Inhaber des gleichnamigen Autohauses in Merkwitz meinte: „Hier wurde in unserem Sinn gesprochen, denn wir sind auch betroffen. Wir suchen immer qualitativ gute Fachkräfte und Nachwuchs zum Ausbilden, doch die Abwanderung in große Konzerne nimmt zu. Es ist ein Problem, gute Leute zu finden.“ Der 59-Jährige bereue nicht, gekommen zu sein: „Man lernt neue Leute und Unternehmen kennen, und kann sich so Anregungen für die eigene Firma holen.“ Die Veranstaltung sehe er als Erfolg.

Anregungen gab es auch von Carsten Ulbricht. Der Tauchaer stellte das Konzept von „Valuenet“ vor, mit dem Unternehmen entlastet und gleichzeitig für Arbeitnehmer interessanter werden sollen. Jan Waschke aus Taucha berichtete von der erfolgreichen Entwicklung seiner Geschäftsidee, die „Fotobox Leipzig“. Dass man mit seinen Erfolgen und Geschäftsideen auch aktiv in der Öffentlichkeit werben muss, unterstrich in seinem Vortrag der Moderator des Tages, der Journalist und PR-Profi Tobias Höhn.

Von Olaf Barth

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