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Taucha Tag der offenen Gartenpforte soll Einblicke ermöglichen
Region Taucha Tag der offenen Gartenpforte soll Einblicke ermöglichen
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21:00 14.04.2011
Gärten für andere öffnen: Detail eines kleinen Garten-Kunstwerks in Taucha. Quelle: Jörg ter Vehn
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Andreas Gumbrecht, Geschäftsführer des Verbandes, nennt sich und seine Frau selber „richtige Gartenfreaks“. Daher kenne er auch die Initiative „Offene Gartenpforte“, so Gumbrecht. Sie sei 1991 in Deutschland ins Leben gerufen worden, in Großbritannien aber bereits seit 1927 Tradition – und stamme im Übrigen aus Hannover.

„Gartenliebhaber treffen sich allerorten in Deutschland, fachsimpeln über Arten und Sorten, über Stauden, Rosen und Kräuter, über Gartengestaltung und genießen den Austausch darüber“, erzählt er von seinen Erlebnissen. Die Palette der Gärten reiche vom alten Pfarrgarten bis zum bezaubernden Rosengarten. Führungen durch öffentliche Parks und Gärten, wie sie der Verband seit 2007 regelmäßig und mit wachsendem Zuspruch anbiete, könnten die Aktion zusätzlich bereichern, glaubt er.

„Vorausgesetzt, es melden sich genug Gartenbesitzer, wäre am 26. Juni bei uns Premiere“, sagt Gumbrecht. Bis zum 11. Mai sollten sich Interessierte anmelden beim Zweckverband Parthenaue (Plaußiger Dorfstraße 23, 04349 Leipzig, Tel. 034298 68665), weil mit ihnen anschließend die Details besprochen werden müssten.

Gumbrecht denkt zum Beispiel an ein kleines Faltblatt zu der Aktion, bei der die einzelnen Gärten kurz vorgestellt und ihre Lage auf einer Karte gezeigt werden. „Dazu ist es nötig, mit den Besitzern zu reden, was wir in das Blatt schreiben können“, so Gumbrecht.

Er denkt zunächst an eine Vorstellung von Privatgärten. „Wenn fünf bis zehn Gärten aus der Region Leipzig, Plaußig sowie Taucha-Borsdorf vertreten sind, wäre das schon eine tolle Quote“, findet er. Sollte die Aktion gut ankommen, könne im September eine zweite Runde organisiert werden, bei der etwa besondere Kleingärten vorgestellt werden. Gumbrecht glaub an den Erfolg der Idee: „Ich könnte mir gut vorstellen, dass genügend Leute interessiert sind, ihre Gärten für andere mal zu öffnen.“

Langfristig denkt der „Gartenfreak“ sogar noch weiter. Ihm schwebt ein Gartenkulturpfad in der Region vor. „Sachsen ist in der Hinsicht noch ein weißer Fleck“, weiß er. Ein knappes Dutzend dieser Pfade, die viele Privatgärten vernetzen, gibt es inzwischen in Deutschland, Schirmherr ist die Deutsche Gartenbau-Gesellschaft (DGG). Der erste Pfad entstand 2000 in Fulda, aktuell ist laut DGG ein neuer am Bodensee in Planung.

Jörg ter Vehn

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