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Taucha Taucha bereitet erste Blitz-Einsätze vor
Region Taucha Taucha bereitet erste Blitz-Einsätze vor
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21:00 28.01.2010
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Taucha

Das erklärte gestern Ordnungsamtsleiter Albrecht Walther.

„Wir müssen jetzt die so genannten Messbediensteten ausbilden lassen, die auf den Blitzfahrzeugen sitzen und die hoheitlichen Aufgaben wahrnehmen", erläuterte Walther. Vorerst erhielten vier Personen vom Amt die Ausbildung, er selbst auch, um mitreden und die Abläufe besser verstehen zu können. „Darüberhinaus sind die Messstellenbegehungen angesetzt", so der Amtsleiter. Dabei solle überprüft werden, ob an den vorgesehenen Stellen ein Blitzen technisch überhaupt möglich ist.

Wie berichtet, hatte Bürgermeister Holger Schirmbeck (SPD) schon im Vorjahr die Richtung bei den Überprüfungen vorgegeben. „Wir konzentrieren uns auf die Schulwegsicherung, auf die Kitas, die 30er-Zonen sowie auf Stellen, an denen es keinen Gehweg gibt", fasste Walther gestern zusammen. „Die Kontrollen dienen nicht der Einnahmebeschaffung, sondern der Prävention."

Derzeit seien rund ein Dutzend Messpunkte an den kommunalen Straßen anvisiert. Einen benannte Walther bereits: „die Kriekauer Straße, an der Kreuzung Auenweg/Mendelssohn-Bartholdy-Straße." Dort würden viele Schulkinder die Straße queren, daher sei dort auch maximal Tempo 30 erlaubt. „Wir orientieren auf etwa 20 Messtage im Jahr", so Walther weiter.

Von Vorteil sei dabei, dass sich mehrere größere Städte der Region einer gemeinsamen Firma, der Gesellschaft für Kommunale Verkehrssicherheit (GKVS), bedienen wollten. „So können wir uns über die Termine abstimmen", sagte er. Weiterer Vorteil aus Sicht der Stadt: Die Firma sei groß genug, um mehrere Fahrzeuge mit unterschiedlicher Messtechnik vorzuhalten. „Je nach Örtlichkeit und Situation kann Radar- oder Lasertechnik eingesetzt werden", erklärt er. Zudem gebe es nicht den einen blauen VW oder Ford, an den sich die Verkehrssünder gewöhnen könnten.

Die Geschwindigkeitsübertretungen seien nicht die einzige Aufgaben, die das Amt seit Januar neu zu bewältigen habe, sagte Walther. So müsse die Kommune auch eine eigene Bußgeldstelle aufbauen, die Fälle bis zu Ende verfolgen. Bislang geschah dies im Landratsamt. Darüberhinaus müsse das Amt auch Verstöße gegen angeordnete Verkehrsschilder zum Beispiel bei Baustellen ahnden, ebenso Zuwiderhandlungen gegen das Gaststättengesetz, wenn etwa ein Freisitz länger offen habe als erlaubt. Mehr Personal erhalte das Ordnungsamt trotzdem nicht.

Jörg ter Vehn

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