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Taucha blitzt selbst: 280 Verstöße an zwei Tagen

Taucha blitzt selbst: 280 Verstöße an zwei Tagen

Zwei Messtage, 280 festgestellte Verstöße: In Taucha kontrolliert nun die Stadt selbst auf den kommunalen Straßen, ob Autofahrer sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten.

Taucha. Wie berichtet, war der Stadt zum Jahresanfang vom Freistaat die Aufgabe übertragen worden. Bevor es losgehen konnte, waren jedoch umfangreiche Fragen zu klären.

So habe es im Vorfeld Gespräche mit dem zuständigen Amtsgericht gegeben, erläuterte gestern Ordnungsamtsleiter Albrecht Walther. Technik sei geordert, das Personal darauf eingewiesen worden. Anfang der Woche hatte Martin Bischof von der Gesellschaft für kommunale Verkehrssicherheit (GKVS) aus Zirndorf sogar noch eine Schulung in Taucha am Radarmesswagen durchgeführt. Obwohl nur drei Mitarbeiter für den Außendienst auf den Wagen vorgesehen sind, seien doch fünf auf der gesamten Technik geschult worden, erzählt Ordnungsamtsleiter Albrecht Walther. Da der Mitarbeiter der Bußgeldstelle und auch er selbst in die Verfahren eingebunden seien, müssten sie schließlich auch den gesamten Sachverhalt verstehen.

Die Technik für die Kontrollen leiht sich Taucha. Wie andere Städte im Umkreis hatte die Stadt die Leistung ausgeschrieben. Den Zuschlag bekam die GKVS, wie auch in Eilenburg, Schkeuditz, Torgau, Borna oder Markkleeberg. Geplant seien zwischen 20 und 25 Kontrolltage jährlich in der Parthestadt, „wann und wie oft die GKVS den Wagen bringt, entscheiden aber wir“, sagt Walther. Auf dem Wagen, der lediglich die Technik beinhalte, sitze der ausgebildete städtische Messbedienstete, der einzig und allein für den richtigen Standort des Fahrzeugs und die passende Ausrichtung verantwortlich sei. Die Kontrollen seien schließlich eine hoheitliche Aufgabe, sagt Walther. Wie berichtet, sind 14 Messstellen vorwiegend an Schulen, Kitas und in Tempo-30-Zonen vorgesehen. „Wir blitzen nicht für die Stadtkasse, sondern zur Erziehung“, sagt Walther.

Eingesetzt würden sowohl Radar- als auch Lasertechnik. Beide hätten ihre Vor- und Nachteile, so Bischof. Auf offenerer Fläche seien Lasergeräte günstiger, die in größerer Entfernung messen. In engen Parklücken dagegen seien Radargeräte angebracht, sagt Bischof. Die in Taucha eingesetzten Geräte könnten übrigens nach vorne und hinten zugleich messen und fotografieren. „Und die Kamera bei der Lasertechnik ist so empfindlich, dass nur bei ungünstigen Lichtbedingungen noch geblitzt werden muss“, sagt Walther. „Aber mitkriegen werden es die Leute schon“, ist er sich sicher.

Jörg ter Vehn

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