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Taucha Taucha erschließt neue Wohngebiete
Region Taucha Taucha erschließt neue Wohngebiete
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14:21 19.05.2015
Ehe in der Theodor-Körner-Straße Stadtvillen gebaut werden können, müssen noch Gasleitungen verlegt werden. Quelle: Olaf Barth

Unter anderem verkauft die städtische Immobilienbetreuungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH (IBV) in der Körnerstraße und im Gärtnerweg Grundstücke für den Bau von Stadtvillen und Einfamilienhäusern.

Taucha wächst. Für die 30 Gemeinden des Landkreises Nordsachsen weist das Statistische Landesamt Sachsen zum 30. Juni 2013 aktuell lediglich zwei Kommunen aus, deren Bevölkerung seit Ende 2012 zugenommen hat. Das ist zum einen Doberschütz mit zwei Zugängen und zum anderen Taucha mit einem Plus von 53 auf insgesamt 14 344 Einwohner. Basis für diese Zahlen sind die Zensusergebnisse vom 9. Mai 2011. Mit denen waren aber einige Gemeinden nicht einverstanden und legten Widerspruch ein. Inzwischen hat zum Beispiel Schkeuditz die Nachricht erhalten, dass die offizielle Einwohnerzahl um 82 nach oben korrigiert wurde, was aber in der aktuellen Statistik noch nicht zu sehen ist. Faktisch aber wird bei der Elsterstadt aus dem Minus von zehn Einwohnern nun auch ein Plus von 72 auf insgesamt 16 949 Einwohner. Allgemein aber bleibt es dabei, dass Bevölkerungszuwächse im Landkreis Nordsachsen eher die Ausnahme sind.

In Taucha allerdings steigt wegen der Zuzügler die Nachfrage nach Wohnraum und -eigentum. Kaum stehen Vorplanungen für Erschließungen im Internet, klingeln bei IBV-Geschäftsführer Achim Teichmann auch schon die Telefone. "Die Zuzüge und Nachfragen halten an, derzeit läuft es einfach gut. Die Stadt bekommt es jetzt gedankt, dass sie so viel in die Sozial-Infrastruktur investiert hat, gerade Auswärtige wissen das zu schätzen", erklärte Teichmann. Zu den Interessenten würden zunehmend auch Mitarbeiter von Porsche, DHL oder BMW zählen. Wichtige Zuzugsargumente seien die Lage an der Parthenaue ebenso wie die Großstadtnähe mit optimaler Anbindung durch Straßenbahn, Busse und S-Bahn.

So bereitet die IBV derzeit an der Theodor-Körner-Straße in der Zwick'schen Siedlung die Infrastruktur für 13 Grundstücke vor. Auf dem zurzeit noch begrünten, ehemaligen Mehrfamilienhausgelände namens Kastanienhof sollen wie in der benachbarten Manteuffelstraße Stadtvillen entstehen. "Zwei Grundstücke sind schon verkauft, zwei reserviert", so Teichmann. Der zweite Standort, der gerade vermessen wurde, befindet sich am Gärtnerweg. Dort, wo es in den letzten Jahren immer wieder Streit zwischen Anliegern und der Stadt wegen des Oberflächenwassers gab. Mit der Erschließung der 21 neuen Parzellen soll auch dieses Problem gelöst werden. "Ich würde es begrüßen, wenn es jetzt eine sinnvolle Variante gibt und wir einleiten können. Dass wir dafür dann auch bezahlen müssen, ist ja klar", sagte gestern Anlieger Michael Laubitz. Konkretes wisse er aber noch nicht.

Laut Teichmann ist für die Entwässerung des Gebietes in Absprachen zwischen Landratsamt, Stadtverwaltung und den Kommunalen Wasserwerke Leipzig eine zentrale Entsorgungslösung gefunden worden. Damit würden auch die Bescheide an Anlieger zur Errichtung einer biologischen Kleinkläranlage hinfällig. Das wäre in dem Gebiet sowieso problematisch geworden. Dinge, um die sich künftige Kaufinteressenten nicht kümmern müssen. Auch hier sind schon zwölf Grundstücke reserviert. Im Durchschnitt sind sie um die 850 Quadratmeter groß, voraussichtlich zwischen 120 und 130 Euro soll der Quadratmeter kosten. "Früher waren kleinere Grundstücke gefragt. Doch viele verzichten jetzt auf einen Keller, brauchen deshalb mehr Platz für ein Nebengelass", nennt Teichmann einen der Gründe für die Nachfrage nach größeren Parzellen. Ende des Jahres soll der B-Plan fertig sein, die Erschließung im Frühjahr beginnen, sodass im 3. Quartal 2015 mit dem Hausbau begonnen werden kann.

Wird zusätzlich jener Wohnraum berücksichtigt, der gerade von Unternehmen wie der Projektentwickler NCC Deutschland GmbH in der Zwick'schen Siedlung an der Manteuffelstraße oder von der Lindenquartier Entwicklungs-GmbH in der Matthias-Erzberger-Straße geschaffen wird, dürfte Tauchas Einwohnerzahl auch mittelfristig weiter zunehmen und irgendwann an der 15 000er Marke kratzen. Ein Grund, weshalb laut Bürgermeister Holger Schirmbeck (SPD) die Stadtverwaltung derweil schon ernsthaft den Bau eines weiteren Kindergartens ins Auge fasst.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.04.2014
Olaf Barth

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