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Taucha gibt Deutscher Bahn harte Nuss zu knacken

Taucha gibt Deutscher Bahn harte Nuss zu knacken

Sollte die Deutsche Bahn ihr Vorhaben in Taucha unverändert durchziehen, könnte danach in Stoßzeiten auf der B 87 gar nichts mehr gehen. Das ist eine der Kernaussagen in der vorige Woche von der Stadtverwaltung Taucha abgeschickten Stellungnahme zum Projekt Bahnhofsumbau und Schrankenschließungen (die LVZ berichtete).

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Diesen Bahnübergang will die Bahn schließen, Taucha ist dagegen.

Quelle: Olaf Barth

Taucha. "Das von uns mit der Verkehrszählung beauftragte Dresdner Büro hat eine wirklich sehr umfassende und belastbare Analyse vorgelegt. Es hat die weitergehende Entwicklung bis 2025 und den gesamten Verkehrsraum Leipzig mit betrachtet. Wenn der Bahnübergang im Gerichtsweg geschlossen wird und der gesamte Verkehr von dort über die Portitzer Straße fließt, kommt er an der Kreuzung zur B 87 zu bestimmten Zeiten zum Erliegen", nannte Bürgermeister Holger Schirmbeck (SPD) einen Knackpunkt. Lange Staus wären die Folge, die entsprechend einer Verkehrssimulation bis über den Kreisverkehr an der Matthias-Erzberger-Straße reichen könnten.

Das Dresdner Büro hatte schon in den Jahren 2007/08 eine Verkehrsanalyse durchgeführt, als es noch Pläne gab, die Kreuzung Sommerfelder-/Leipziger-/Graßdorfer- und Portitzer Straße großräumig umzubauen. Die Umbaupläne landeten wieder in der Schublade, weil Taucha seinen finanziellen Anteil nicht leisten konnte. "Die damals zugrundegelegten Verkehrszahlen und Prognosen können nun nicht eins zu eins übernommen werden. Um herauszufinden, wie die Situation in dem Kreuzungsbereich zu entschärfen wäre, müsste die damalige Datenlage mit der jetzt aktuellen verglichen werden", deutete Schirmbeck einen nächsten Schritt an.

An der jetzt abgegebenen Stellungnahme zu dem Bahnvorhaben wurde bis zuletzt gearbeitet. Auch die Stadträte des Technischen- und Umweltausschusses waren einbezogen. "So wie jetzt vorgesehen, den Bahnübergang im Gerichtsweg einfach zu schließen, so geht es nicht. Entweder es gibt begleitende Maßnahmen, wie zum Beispiel der Verkehr an der Kreuzung B 87/Portitzer Straße flüssig gestaltet werden kann, oder der Gerichtsweg bleibt passierbar", fasste Schirmbeck die Stellungnahme zu diesem Punkt zusammen.

Das Stadtoberhaupt betont, dass Taucha nicht gegen das Vorhaben der Bahn sei, sondern sich dazu bekenne. Auch deshalb habe die Stadt ja eine Planungsvereinbarung unterschrieben. Schirmbeck: "Doch wir hatten immer darauf hingewiesen, dass nicht nur der Eisenbahn-, sondern auch der Straßenverkehr betrachtet werden muss. Aber sowohl das Eisenbahnbundesamt als auch das Landesamt für Straßenbau und Verkehr haben für sich entschieden, dass sie der Verkehr in Taucha nichts angeht. Deshalb haben wir selbst die Zählung und Analyse in Auftrag gegeben." Lösungen forderte die Stadt auch für die Beeinträchtigung der Infrastruktur der Kleingartenanlage "Einigkeit". Zudem wurden Anmerkungen zur Entwässerung gemacht sowie Überdachungen an den Eingängen zu Unterführungen und Bahnsteigen gefordert. Und die geplanten Maßnahmen zum Naturausgleich sollten nicht irgendwo, sondern in Taucha und Umgebung stattfinden.

Alle an die Landesdirektion Leipzig geschickten Hinweise werden nun vom beauftragten Planungsbüro gesichtet und verarbeitet. Seitens des Eisenbahnbundesamtes und der DB Netz AG soll es noch dieses Jahr einen Anhörungstermin geben. Die Bahn muss nun entscheiden, wie sie mit den Hinweisen umgeht, dass ihr Vorhaben zu einem Verkehrschaos auf Tauchas Straßen führen kann. Muss die Planung grundsätzlich verändert werden, erfolgt eine neuerliche öffentliche Auslegung.

"Wenn nicht massiv in die Planung eingegriffen werden muss und niemand gegen den Planfeststellungsbeschluss klagt, könnten nächstes Jahr die bauvorbereitenden Maßnahmen sowie 2017 die Bauarbeiten beginnen", blickte Schirmbeck voraus und sagt auch klipp und klar: "Verzögerungen wären nicht im Interesse der Stadt."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom ..
Olaf Barth

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