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Taucha Taucha hat keine Flächen für Wald
Region Taucha Taucha hat keine Flächen für Wald
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17:41 19.05.2015
Für die künftige Bebauung wurden an der Wurzner Straße in Taucha Bäume gefällt. Die Ausgleichsmaßnahmen finden aber nicht nur in Taucha statt. Quelle: Olaf Barth

Eine Schreiberin schlug vor, mit Baumpflanzungen entlang der Autobahn für mehr Lärmschutz zu sorgen. Und in einem anderen Schreiben wurde der Stadtverwaltung vorgeworfen, sich hinter Vorschriften zu verstecken, statt Ausgleichsflächen direkt in Taucha zu suchen und zu finden.

Fachbereichsleiterin Barbara Stein aus dem Tauchaer Rathaus wollte das bei Nachfrage so nicht stehen lassen. "Es geht um zwei Dinge. Zum einen die Ausgleichsmaßnahmen, die aufgrund der künftig versiegelten Flächen zu leisten sind. Und zum anderen um den Ersatz des weggefallenen Waldes." Der Ausgleich für die versiegelten Flächen würde komplett in Taucha stattfinden, erklärte Stein. Zum einen durch Festlegungen im Bebauungsplan, nach denen in diesem Wohngebiet und dessen Umfeld bestimmte Flächen für Grünes und Gärten an den Grundstücken vorbehalten werden. Die bleibende Differenz zu den versiegelten Flächen würden in zum Taucha gehörenden Ortsteil Sehlis nahe des Tresenweges ausgeglichen. Dort wird laut Stein ein halber Hektar Fläche entsiegelt. "Wald aber kann nur durch Wald ersetzt werden. Und das geht eben nicht dadurch, dass man auf fünf Kilometer Straßenlänge Bäume pflanzt. Für Wald braucht man Flächen, für die es eine Waldaufforstungsgenehmigung gibt. Solche Flächen haben wir in Taucha nicht", erklärt die Chefin des Bereichs Bauwesen. Das Nutzen von Privatflächen sei nicht möglich.

Die sinnvolle Entwicklung von Wald auf einer größeren, zusammenhängende Fläche obliege dem Sachsenforst, der die Flächen zuweist. Der Ausgleich für die Fällungen in Taucha finden nun auf 0,7 Hektar bei Großbothen statt und auf 0,3 Hektar bei Sehlis. Stein: "Auf diesen Flächen ist ein zeitnaher Ausgleich möglich. Taucha war selbst vor sieben Jahren nahe des Schwarzen Berges auf sechs Hektar in den Genuss einer Wald-Ausgleichsmaßnahme von jemanden anderen gekommen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.03.2013

Olaf Barth

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