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Taucha Taucha ist ein markantes Gebiet für Niederschläge
Region Taucha Taucha ist ein markantes Gebiet für Niederschläge
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14:08 19.05.2015

An diesen vier Tagen gab es Temperaturen von plus 30,4 bis 34,4 Grad Celsius. Und der Juli brachte 20 Tage in Folge über 25 Grad. Dagegen zeigte sich der August mit nur sechs Sommertagen und reichlich Niederschlägen durchwachsen, obgleich das Temperaturniveau nur 0,6 Grad unter den langjährigen Mittelwerten lag.

Während es im Juni noch zu wenig regnete, änderte sich das Bild dann drastisch. Im Juli fielen statt üblicher 78 nun 114,5 Millimeter (mm) und im August statt 61 mm sogar 115,3. So führte die Parthe am 3. August Hochwasser der Stufe 2. Die höchste Tages-Regenmenge des Sommers wurde mit 58,8 mm am 9. Juli gemessen. Es gab zudem Unwetterwarnungen und Starkniederschläge, besonders am 4. und 5. August mit 41,9 und 19,1 mm. Der heißeste Tag in Taucha war der 20. Juli mit 35,5 Grad. Insgesamt gab es sechs heiße Tage mit über 30 Grad.

Der Herbst war laut Deutschem Wetterdienst (DWD) der zweitwärmste seit Beginn der flächendeckenden Messungen 1881. Im September zeigten sich vielfach unterschiedliche Wetterlagen, und im Oktober war der "goldene Herbst" bei Weitem nicht so farbenfroh wie 2013. Er kam mit Verspätung im sonst eher tristen November und zeigte sich viel zu trocken und zu mild. Die Laubfärbung verzögerte sich um bis zu drei Wochen und war eher schwach ausgeprägt. So war der Herbst laut DWD um 2,3 Grad zu mild, mit 110,2 Prozent Sonnenscheindauer verhältnismäßig sonnig und mit 86,7 Prozent des Sollwertes niederschlagsarm.

Der sehr milde Witterungsverlauf hielt bis Weihnachten an. Kälteeinbrüche und Schneefall blieben aus, dafür regnete es an 15 Tagen mit unterschiedlicher Ergiebigkeit. Noch am 19. Dezember waren 13,5 Grad gemessen worden. Nach dem zweiten Weihnachtsfeiertag sorgten die Tiefs "Freia" und "Indira" für Minusgrade (minus acht Grad am 28. Dezember) sowie für eine acht Zentimeter hohe, geschlossene Schneedecke, die höchste des Jahres 2014. Ein Blick in die Statistik zeigt, dass am 6. Januar 1970 in Taucha eine 43 Zentimeter hohe Schneedecke lag, die höchste bisher gemessene.

Die Jahresniederschlagssumme in Taucha belief sich auf 655,3 mm (vieljähriger Mittelwert: 628,0). Die Jahresmenge von Leipzig in Höhe von 524,7 mm (Mittelwert 574,3) zeigt wie so oft, dass Taucha ein markantes Gebiet der Niederschlagstätigkeit ist, wie auch Langzeitforschungsergebnisse aus den 1980er-Jahren belegen. Die Jahresdurchschnittstemperaturen lagen plus 2,1 Grad über der Norm, die Sonnenscheindauer übertraf das Jahressoll um 6,8 Prozent. Bezüglich extremer Wettererscheinungen 2014 waren im Großraum Leipzig von 17 Wetterwarnungen des DWD zu Hitze, Sturm, Starkniederschlägen, Eisglätte und Gewittern auch sechs Fällen für Taucha relevant. So führte Starkregen zu teilweise erheblichen Wasserschäden zum Beispiel in der Sommerfelder-/Kriekauer Straße am 28./29. Mai sowie am 9. Juli und am 4./5. August.

*Der Tauchaer Wolfram Lenk ist ehrenamtlicher Wetterbeobachter für den DWD.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.01.2015
Wolfram Lenk*

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