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Taucha Taucha macht Schluss mit Sperrmüll-Straßensammlungen
Region Taucha Taucha macht Schluss mit Sperrmüll-Straßensammlungen
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10:11 07.12.2017
Damit ist in Taucha nun Schluss: Sperrmüllsammlungen wie hier im August wird es ab Januar in der Parthestadt bis auf Weiteres nicht mehr geben. Quelle: Foto: Olaf Barth
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Taucha

Wer ab kommendem Jahr in Taucha seinen Sperrmüll los werden möchte, kann ihn nun nicht mehr einfach zum Abholen an den Straßenrand stellen. Diese Art des Entsorgungssystems wurde fürs erste abgeschafft. Damit entspricht das für den Abfall zuständige Landratsamt Nordsachsen einer Bitte der Tauchaer Stadtverwaltung, die sich auch aufgrund vieler Bürgerbeschwerden für eine Änderung des Systems eingesetzt hatte.

Im aktuellen Abfallkalender der Abfall- und Servicegesellschaft des Landkreises Nordsachsen mbH (ASG) sind für das Stadtgebiet nun folgende feste Sammelplätze ausgewiesen: Gordemitzer Straße am Parkplatz neben den Glascontainern, Ernst-Barlach-Straße ebenfalls am Glascontainer sowie der Parkplatz Festwiese an der Wurzner Straße. Außerdem kann ganzjährig im Wertstoffhof taucha der Remondis Sachsen GmbH in der Matthias-Erzberger-Straße 2-4 Sperrmüll von Landkreisbewohnern kostenlos abgegeben werden.

In den Tauchaer Ortsteilen Pönitz, Plösitz, Merkwitz, Seegeritz und Sehlis soll es aber keine festen Sammelplatz-Standorte, sondern weiterhin Straßensammlungen geben. Ob die Tauchaer Kernstadt-Variante irgendwann auch auf diese Ortsteile ausgeweitet wird, steht noch nicht fest. „Die Sammelplatz-Lösung ist erst einmal für zwei Jahre vorgesehen. Die dabei gemachten Erfahrungen werden mit dem Landratsamt und den Stadträten ausgewertet. Dann wird entschieden, ob es so bleibt, ausgeweitet wird oder das System modifiziert wird“, sagte Tauchas Bürgermeister Tobias Meier (FDP). Die Sammelplätze jedenfalls sind eingezäunt, das Abgeben von Müll ist nur zu den jeweiligen im Abfallkalender veröffentlichten Terminen und nur in Anwesenheit der ASG-Mitarbeiter möglich. Damit gehört das zu zeitige Rausstellen des Mülls und das Entsorgen nicht zulässiger Dinge nun der Vergangenheit an. Auch für Mülltouristen sind diese Plätze eher uninteressant, denn der abgegebene Sperrmüll geht in das Eigentum des Entsorgers über.

Taucha ist nicht die einzige Kommune im Altkreis Delitzsch-Eilenburg, die ab kommendem Jahr das System umstellt und sich von der Straßensammlung abwendet. Auch in Rackwitz und Zschortau soll ab Januar der Sperrmüll nur noch auf festen Plätzen abgegeben werden können. Und die Stadt Schkeuditz hat diese Umstellung schon voriges Jahr hinter sich gebracht. Alle diese Kommunen folgen dem Beispiel der Stadt Delitzsch. Die Loberstadt war im Landkreis als Test-Kommune auserkoren worden (die LVZ berichtete). Nach einer anfänglichen Um- und Eingewöhnungsphase hat sich das System bewährt, ist dort zu hören.

Die Abkehr vom System der Straßensammlung ist nicht nur ein Gefallen für die darum bittenden Gemeinden. Vielmehr hat das Entgegenkommen des Landkreises auch ökonomische Hintergründe. Wie die LVZ Delitzsch-Eilenburg unlängst informierte, verursacht der bei Straßensammlungen illegal abgestellte Müll und der an anderen Orten weggeworfene Unrat im Altkreis Delitzsch-Eilenburg hohe Folgekosten. Allein von Januar bis Ende August dieses Jahres wurden für die Entsorgung illegalen Mülls rund 61 000 Euro ausgegeben.

Von Olaf Barth

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