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Taucha muss auf seine Rücklagen zurückgreifen

Zusätzliche Ausgaben Taucha muss auf seine Rücklagen zurückgreifen

Nachbesserungen beim Brandschutz in Kindertagesstätten, die Sanierung vom Keller der Oberschule und das Vorhaben, Haus 1 im Schlossareal zu sanieren, verlangen mehr Geld, als gedacht. Jetzt wurde nachgeschoben.

Taucha. Wie es Tauchas Kämmerer Thomas Sauer bereits im April voraussagte, muss Taucha auf seine Rücklagen zurückgreifen, um Investitionen tätigen zu können. Grund: Die Parthestadt sei nicht in der Lage, im Finanzplanungszeitraum bis 2018 Mittel für Investitionen zu erwirtschaften. In diesem Zeitraum muss Taucha seine liquiden Mittel in Höhe von etwas mehr als fünf Millionen Euro bis auf einen geringen Rest aufbrauchen. Allein 4,5 Millionen Euro davon sind nötig,, um Verpflichtungen aus Kredittilgung bedienen zu können, hatte Sauer informiert (die LVZ berichtete).

Konkret sind nun 25 000 Euro mehr nötig, um den Brandschutz in Kindertagseinrichtungen der Stadt wieder auf Vordermann zu bringen. Das Geld aus den Rücklagen zu nehmen, haben die Tauchaer Stadträte nun am Donnerstagabend beschlossen. Damit erhöhen sich die eigentlich geplanten Ausgaben von 22 000 auf 47 000 Euro. „Es geht in den Einrichtungen um die Sicherheit, die wir gewährleisten müssen“, sagte Tauchas Bürgermeister Tobias Meier (FDP).

Eine sogenannte Brandverhütungsschau nämlich hatte in der ersten Hälfte des Jahres erhebliche Mängel aufgezeigt. So müsse in der Kita Plösitz ein neuer Rettungsweg aus dem Obergeschoss errichtet werden, was mit etwa 13 000 Euro zu Buche schlage. In der Kita in der Karl-Große Straße seien zudem die einzelnen Brandabschnitte zusätzlich zu ertüchtigen. Dabei werden für Stahltüren und Maurerarbeiten etwa 12 000 Euro fällig, heißt es in der Beschlussvorlage. Weitere, kleinere Bau-Maßnahmen in anderen Einrichtungen könnten mit dem bereits eingeplanten Geld umgesetzt werden. Die brandschutztechnische Ertüchtigung des Heizraumes in der Pönitzer Kita werde momentan geplant und könne voraussichtlich erst im nächsten Jahr realisiert werden. Dafür müsse dann Geld im neuen Haushalt eingestellt werden.

Ebenfalls mit Geld aus den Rücklagen sollen auch die Rechnungen der Ingenieurbüros Döhler und HJW bezahlt werden. Für die Kellersanierung der Oberschule haben die Büros die baubegleitenden Planungen übernommen und nun die Schlussrechnung gestellt. Der Stadtrat beschloss, knapp 6000 Euro für nicht in der Planung enthaltene Kosten aus den Rücklagen bereitzustellen. Im Vorfeld habe Einigkeit darüber geherrscht, dass die Sanierung nachhaltig ausgeführt werden soll, was zum Einsatz höherwertiger Materialien führte. Auch die Wiedereinrichtung beziehungsweise Verlagerung der Werkräume habe zusätzliche elektrotechnische Planungs- und Bauleistungen verlangt

Auch für die Dachsanierung des Hauses 1 im Schlossareal wird mehr Geld gebraucht. Geplant war, das Dach in diesem Jahr grundhaft zu erneuern. Ein neues Holzschutzgutachten weist jedoch zusätzlich auf massive Schäden der Giebelwand und der Decke zwischen Erd- und Obergeschoss hin, heißt es. Das bedeute, das sich die Baumaßnahmen auch auf diese Bereiche erstrecken müssen. Logische Folge sind höhere Kosten. 10 000 Euro zusätzlich hat der Stadtrat jetzt beschlossen. Insgesamt 65 000 Euro sind damit nun für einen ersten Bauabschnitt, der noch in diesem Jahr begonnen werden soll, eingeplant. Ein zweiter Bauabschnitt, der den Innenausbau und Fassadenarbeiten beinhaltet, soll bei den Planungen für das nächste Jahr Beachtung finden. Das Ingenieurbüro HJW geht bei der Sanierung von Haus 1 von rund 115 000 Euro aus. Die jetzt beschlossenen zusätzlichen 10 000 Euro werden nicht aus den Rücklagen genommen, sondern dem Konto für die Unterhaltung von Grundstücken und baulichen Anlagen entnommen. Der Betrag wird in gleicher Höhe in diesem Konto gesperrt und steht somit für andere Aufgaben nicht mehr zur Verfügung.

Der Tagesordnungspunkt, der die Fortschreibung des Flächennutzungsplanes zum Inhalt hatte, wurde wegen seiner Umfänglichkeit übrigens abgesetzt und zur Beratung nochmals in den Technischen Ausschuss verwiesen.

Von Roland Heinrich

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