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Taucha muss weitere Bäume fällen

Taucha muss weitere Bäume fällen

Die Stadt Taucha und ihre Bäume - eine schier unendliche Geschichte. Seit Jahren schon gibt es immer wieder Diskussionen über Sinn und Zweck von Fäll- und Schnittmaßnahmen im städtischen Grün.

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Einige der Bäume am Tauchaer Lindnerplatz sind geschädigt und sollen durch Platanen ersetzt werden.

Quelle: Olaf Barth

Taucha. Stadtpark, Markt, Straßenbäume in der Zwick'schen Siedlung - um nur einige der Diskussionspunkte zu nennen. Jetzt stehen weitere Eingriffe in Tauchas Baumbestand bevor. Die Stadtverwaltung informiert nun seit einiger Zeit bereits im Vorfeld über solche Aktionen.

Nach einer von einem Experten begleiteten Baumschau sei nun festgelegt worden, dass in der Eilenburger Straße - beginnend von der Cradefelder bis zur Straße Am Dingstuhl - stadtauswärts auf der rechten Seite alle Bäume weg müssen. "Diese Bäume sind massiv geschädigt. Sie produzieren Totholz und sind im Bestand gefährdet", teilte Tauchas Bürgermeister Holger Schirmbeck (SPD) mit. Die Bäume auf der anderen Straßenseite seien zwar gleichen Alters und irgendwann auch fällig, jetzt allerdings noch nicht so sehr geschädigt. "Auf der rechten Seite wurden Anfang der 90er Jahre teils recht brachial viele Versorgungsleitungen verlegt. Die sind nun auch bei Neuanpflanzungen nicht unproblematisch", beschreibt Schirmbeck ein Problem. Dennoch sollen hier nach Empfehlung von Fachleuten Säulenahornbäume angepflanzt werden. 6000 Euro sind für das Fällen, die Entsorgung des Altholzes sowie für die Neuanpflanzung nächstes Jahr eingeplant.

Ein weiterer Schwerpunkt ist laut Schirmbeck der Lindnerplatz an der Südstraße. Besonders auf der Westseite würden hier zunehmend Schäden an den Linden festgestellt, sieben Bäume seien besonders stark betroffen. Beim nächsten Sturm bestehe die Gefahr von Holzbruch. Gerade auch aufgrund der dort spielenden Kinder sei besondere Umsicht geboten. "Es geschieht nichts, was nicht vorher im Technischen- und im Umweltausschuss intensiv begründet und beraten wurde", versichert das Stadtoberhaupt. Als Ersatz für die Linden würden dann als repräsentative Bäume Platanen gepflanzt. Auch da folge man der Empfehlung von Experten.

"Es gibt an vielen Stellen in Taucha Probleme mit Bäumen. So wird es zum Beispiel auch am 80 bis 100 Jahre alten Baumbestand in der Graßdorfer und Matthias-Erzberger-Straße Einschnitte geben müssen. Doch wir wollen keinen radikalen Kahlschlag, sondern das Stadtgrün etappenweise erneuern. Taucha bleibt eine grüne Stadt, das ist auch eine Frage der Lebensqualität", sagte Schirmbeck. Für Bürger, die das Thema "Stadtgrün" interessiert und die sich von den geplanten Maßnahmen in der Eilenburger Straße und am Lindnerplatz betroffen sehen, soll es am 15. Januar eine Informationsveranstaltung geben.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.12.2014
Olaf Barth

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