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Taucha testet E-Mobilität

Energieerzeuger stellt Elektro-Auto zur Verfügung Taucha testet E-Mobilität

Wenn jetzt Mitarbeiter der Tauchaer Stadtverwaltung bei Außenterminen mit einem kleinen, flotten BMW vorfahren, dann bedeutet das noch lange nicht, dass sich die einstige „Ökologische Modellstadt“ von fossilen Antriebsstoffen verabschiedet. Aber ein Test für die Zukunft ist es schon.

Mitarbeiter der Tauchaer Stadtverwaltung fahren die nächsten zwei Wochen einen BMW i3. Bürgermeister Tobias Meier hatte von enviaM-Mitarbeiterin Julia Schübbe die Autoschlüssel für das Elektroauto überreicht bekommen.

Quelle: Olaf Barth

Taucha. Wenn jetzt Mitarbeiter der Tauchaer Stadtverwaltung bei Außenterminen mit einem kleinen, flotten BMW vorfahren, dann bedeutet das noch lange nicht, dass sich die einstige „Ökologische Modellstadt“ von fossilen Antriebsstoffen verabschiedet. „So weit sind wir noch nicht. Aber wir wollen ein Gefühl dafür bekommen, was die Zukunft mit sich bringt und uns nicht neuen Technologien verschließen“, sagte Tauchas Bürgermeister Tobias Meier (FDP) anlässlich der Autoschlüssel-Übergabe.

Julia Schübbe vom enviaM-Fuhrpark hatte letzten Freitag der Stadtverwaltung für 15 Tage einen BMW i3 überlassen. „Mit unserem Programm ,Elektromobilität erfahren’ möchten wir dieses Thema den Kommunen näher bringen und es für sie erlebbar machen“, teilte Thilo Schröter vom Energieversorger mit. Schließlich gewinne Elektromobilität immer mehr an Bedeutung und sei ein wichtiger Baustein der Energiewende. Seine Kollegin Schübbe schulte noch am selben Tag zahlreiche Rathaus-Mitarbeiter, die das Fahrzeug nun auf seine Alltagstauglichkeit testen können. Die Teilnahme am Kurs basiere auf Freiwilligkeit, versicherte Meier. Auch habe er nicht die Absicht, den durchaus reizvollen i3 nicht als „Chef-Fahrzeug“ allein für sich zu beanspruchen. „Alle Mitarbeiter aus allen Bereichen können sich schulen lassen und dann mit diesem Fahrzeug ihre Erfahrungen sammel“, so Meier. Und damit dem kleinen BMW nicht der „Saft“ ausgeht, hat enviaM im Rathaushof direkt am Polizeiposten eine mobile Ladesäule aufgestellt.

Doch egal, wie die Testphase aus Sicht der Tauchaer Verwaltungsmitarbeiter ausfällt, an die Anschaffung eines E-Autos wird vorerst nicht gedacht. „Der Anschaffungspreis ist noch recht hoch. Und wenn wir dienstlich nach Dresden oder Torgau fahren müssen, sehe ich Probleme mit der Reichweite, da momentan noch die Infrastruktur für Ladestationen fehlt“, sagte Meier. Für den Stadtverkehr allerdings sehe er in dem Auto eine gute Alternative zu herkömmlichen Fahrzeugen.

Dass das Interesse der Kommunen an Elektro-Mobilität groß ist, zeigte die Tatsache, dass sich im gesamten enviaM-Gebiet mehr Kommunen für diese Testwochen beworben haben, als nun ausgewählt werden können. Bis Ende Oktober werden außer Taucha weitere 26 Kommunen in die Lage versetzt, das Fahrzeug testen zu können. Das Unternehmen versicherte zudem, dass es die Entwicklung der Elektromobilität in Ostdeutschland auch mit dem Ausbau des Ladesäulennetzes unterstützt. Bisher würden in der Region 16 öffentliche enviaM-Ladesäulen zur Verfügung stehen.

Von Olaf Barth

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