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Taucha unterstützt Icefighters-Pläne

Taucha unterstützt Icefighters-Pläne

Die Leipziger Eishockeyspieler wollen in Taucha bleiben. Und gut möglich, dass an der Parthe in Zukunft 2. Bundesliga gespielt wird. Die Stadtverwaltung jedenfalls will den Icefighters alle erdenkliche Unterstützung bei ihren Hallenplänen zukommen lassen - mit einer Einschränkung: Die Finanzierung einer Eishalle kann sich die Stadt nicht leisten.

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Verein und Fans sind angekommen in der Parthestadt: Beim jüngsten Tauchscher-Festumzug ließen sich die Icefighters auf der Straße nieder und sorgten für Stimmung. Auch Spieler und ein Lkw gehörten zum Tross.

Quelle: Reinhard Rädler

Taucha. Im LVZ-Sportteil war es gestern zu lesen: Der Verein will mit dem Erwerb der jetzigen Halle samt Containern und Betriebsanlagen unabhängig werden und bis 2016 eine neue Eisarena hingestellt haben - in Taucha. Laut Geschäftsführer André Krüll würden die Planungen dafür im Hintergrund auf Hochtouren laufen. Der Hintergrund, das können ja nur die städtische Immobilienbetreuungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH mit Geschäftsführer Achim Teichmann sowie die Stadtverwaltung Taucha mit Bürgermeister Holger Schirmbeck (SPD) sein.

"Ja, wir sind involviert und führen Gespräche", gibt Schirmbeck gestern lächelnd zu. Es seien schon Lösungsansätze für die feste Ansiedlung der Icefighters gefunden worden, aber man stehe noch ganz am Anfang, noch sei nichts spruchreif. "Wir sind bei der Standortsuche in einer frühen Phase, aber prinzipiell gibt es auch im jetzt schon genutzten Bereich Möglichkeiten. Es ist eine interessante und tolle Aufgabe für uns, nach Lösungen zu suchen. Aber die Stadt selbst kann keine Investition stemmen", sagte das Stadtoberhaupt. Sachlich und fachlich will man aber helfen, denn die Uhr tickt: "Im Frühjahr endet die Ausnahmegenehmigung für die Betreibung der Zelthalle. Der Verein muss jetzt einige Unterlagen, etwa vom Statiker, erstellen. Da müssen wir aufpassen, dass uns die Zeit nicht davon läuft. Auch das Landratsamt hat uns prinzipiell Unterstützung zugesagt."

Zunächst aber müsse das künftige Vorhaben der Eishockey- und Eislauf-Freunde in das Sportstättenkonzept der Kommune mit aufgenommen werden. Das sei eine Voraussetzung dafür, dass sich die Stadt und der Landkreis Nordsachsen um Fördermittel beim Freistaat bemühen können. "Es bleibt dennoch schwierig, an die Fördertöpfe heran zu kommen, da viele Vereine durch die jüngste Flut betroffen waren und zu Recht mit einer gewissen Priorität auf Förderung hoffen." Doch auch darüber hinaus will die Kommune sachliche und fachliche Unterstützung gewähren und auch das Landratsamt mit ins Boot holen. "Es sind bei uns und im Landratsamt viele Leute dabei, die Icefighters zu unterstützen und hier in der Region zu halten", versichert Schirmbeck. Und in einem Gespräch mit Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) habe er festgestellt, dass es da keine Befindlichkeiten gibt und die große Nachbarstadt dem Vorhaben keine Steine in den Weg legen wird. "Er respektiert und akzeptiert, dass wir dem Verein helfen und halten wollen", so Schirmbeck.

Die Icefighters und der gesamte Eiskunstlaufbereich des Leipziger Eissport Clubs sind offenbar schon richtig in Taucha angekommen. Nicht nur, weil Krüll aus Taucha stammt. Übrigens ebenso wie der neue Pressesprecher Tobias Meier, der in der Parthestadt unter anderem als schlagfertiger Moderator des Kunst- und Kulturvereins Taucha bekannt ist. Vielmehr mischten auch Fans und Spieler lautstark und gut gelaunt mit einem großen Tross beim Tauchscher Festumzug mit. Und schließlich traten anfängliche Befürchtungen nicht ein, dass nach dem Umzug gen Taucha möglicherweise weniger Zuschauer oder weniger private Eisläufer kommen. Im Gegenteil, die Tendenz zeigt nach oben. Was sicher auch daran liegt, dass die Dicolor-Eisarena nahe Autobahn-Abfahrt, Bundesstraße und Straßenbahnhaltestelle sehr gut für Interessenten aus einem großen Umfeld zu erreichen ist. "Das ist auch meine Überlegung. Klar ist so eine Halle gut für das Tauchaer Image und ein Alleinstellungsmerkmal, ich sehe aber die Region als Ganzes", sagte Schirmbeck.

Am Sonnabend steigt in der Dicolor-Eisarena in der Straße des 17. Juni ab 15 Uhr die Saisoneröffnung mit Fans, Förderern, Partnern und Sponsoren unter dem Motto "Wir bleiben hier". Quasi eine Liebeserklärung an Taucha. Und damit es mit dem Neubau in der Parthestadt auch klappt, startete der Verein jetzt einen Aufruf an alle Eissportfans der Region: Für 100 Euro können Unterstützer sich einen Quadratmeter der Eisfläche sichern und dort als Werbepartner Reklame machen. Ein Hauptgewinner darf dann noch auf den Icefighters-Trikots bei den Spielen gegen die Saale Bulls für sich werben. Olaf Barth

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.09.2013

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