Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Taucha Taucha verbietet Tuningtreffen im Gewerbegebiet
Region Taucha Taucha verbietet Tuningtreffen im Gewerbegebiet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:22 31.03.2017
Die Halteverbotsschilder sind schon aufgestellt. So soll verhindert werden, dass die Otto-Schmidt-Straße am Tauchaer Gewerbegebiet „An der Autobahn“ wieder von Teilnehmern des Tuningtreffens zugeparkt wird. Quelle: Olaf Barth
Taucha

Über die sozialen Netzwerke laden unbekannte Initiatoren für diesen Sonnabend wieder zum alljährlichen Treffen von Freunden aufgemotzter und getunter Autos nach Taucha ein. Über 3200 Leute haben demnach bereits fest zugesagt, über 7000 ihr Interesse am Kommen bekundet. Seit 2010 soll es diese schon lange nicht mehr spontanen Zusammenkünfte meist junger „Auto-Narren“ aus nah und fern geben. Im Vorjahr gingen nach dem bisher größten dieser nicht angemeldeten und nicht genehmigten Tuning-Treffen bei der Stadtverwaltung massive Beschwerden von Anliegern naher Wohngebiete ein. Für sie sei die Otto-Schmidt-Straße am Gewerbegebiet bei McDonalds zeitweise fast nicht mehr passierbar gewesen. Auch über Lärm, illegale Autorennen, Müll und Sicherheitsrisiken wegen zugeparkter Straßen wurde sich beschwert.

„Wir müssen reagieren und das Chaos unterbinden. Wir haben Ansprechpartner und den Kontakt zu den Organisatoren gesucht, aber die gibt es nicht. Die Bemühungen laufen auch bei Facebook ins Leere. Von denen will eben niemand den Hut aufhaben, wenn etwas passiert“, erklärte Jens Rühling, Leiter des Fachbereiches Ordnung im Rathaus. Da die Stadt aber für die Sicherheit im öffentlichen Verkehrsraum verantwortlich sei, erlasse sie nun eine Allgemeinverfügung, in der das Treffen untersagt wird. „Das Treffen hat keine offiziellen Veranstalter, ist nicht angemeldet und nicht genehmigt. Um ein Chaos wie im Vorjahr zu verhindern, verbieten wir das Treffen“, so Rühling. Flankiert wird diese Festlegung unter anderem mit einem beidseitigen Halteverbot in der Otto-Schmidt-Straße. Ab 16 Uhr wird mit dem Eintreffen der Auto-Fans gerechnet, von 18 bis gegen 22 Uhr sollte das Treffen andauern. Nach Absprache mit der Polizei soll ein größeres Aufgebot der Beamten helfen, das Verbot dieses Treffens durchzusetzen.

„Klar wird man uns als Spaßbremsen titulieren nach dem Motto: ,Wenn schon mal was los ist in Taucha, wird es verboten‘. Wir wollen niemandem das Hobby vermiesen, sondern würden mit einem Veranstalter, wenn es ihn geben würde, gemeinsam nach einer Lösung suchen“, sagte Bürgermeister Tobias Meier (FDP). Nach den Problemen in den letzten Jahren könne die Stadt das Treffen nicht stillschweigend hinnehmen.

Bereits am Donnerstagabend nach dem Bekanntwerden der Allgemeinverfügung ging in den sozialen Medien hoch her. Teils wurden die Stadtverwaltung und die sich beschwerenden Anwohner heftig kritisiert, teils gab es auch Wortbeiträge, die Verständnis für die Maßnahme zeigten und den Organisatoren des Treffens empfahlen, sich zur Verantwortung zu bekennen und das Treffen regulär anzumelden. Momentan wird offenbar allerdings nach einem Ausweichstandort gesucht. „Wir werden sehen, und lassen es auf uns zukommen“, sagte Rühling am Freitagvormittag.

Von Olaf Barth

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Taucha IG stellt Neuzugang zu Ostern vor - Röthaer Modellbahn-Anlage steht nun in Taucha

Der Umzug ist geschafft, die Röthaer Modellbahn-Anlage steht in ihrem neuen Tauchaer Domizil. Zu Ostern will die Tauchaer IG die H0-Anlage der Öffentlichkeit vorstellen.

31.03.2017

Die öffentlichen Beete und Blumenkübel in Taucha sind wieder frisch bepflanzt. Passanten erfreuen sich an der bunten Blütenpracht, für die Gärtnerin Silke Schulz vom Bauhof Taucha verantwortlich ist.

30.03.2017

Es klingt wie ein früher Aprilscherz: Tino Krause aus Taucha will sich 500 Firmenlogos stechen lassen – und damit viel Geld verdienen. Seine Idee heißt Tattoo-Ads: Firmen können einen Part auf seiner Brust, Rücken oder den Armen kaufen.

29.03.2017