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Taucha vergibt 13. Literaturpreis

63 Teilnehmer aus ganz Deutschland Taucha vergibt 13. Literaturpreis

Der 13. Literaturpreis in Taucha ist Geschichte, die Autoren mit den besten Kurzgeschichten und Gedichten wurden geehrt. Püntklich vor der Ferienzeit steht nun auch schon das Thema für den neuen Wettbewerb fest: „Endlich Urlaub“.

Preisträger, Laudatoren und weitere Mitwirkende nehmen Tauchas Bürgermeister Tobias Meier (Fünfter von links) für ein Erinnerungsfoto in ihre Mitte.

Quelle: Reinhard Rädler

Taucha. Die Sieger des „13. Litera-
turwettbewerbes der Stadt Taucha“ stehen seit Sonntagnachmittag fest. Die Einsendungen von
mehr als 60 Amateur- und Nachwuchsschriftstellern zum Thema „Wunder gibt es immer wieder“ kamen aus ganz Deutschland. 37 Teilnehmer wohnen in Taucha, Leipzig und im Landkreis Nordsachsen, 26 Einsendungen kamen
aus Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bayern, Hessen, dem Saarland, Bremen, Hamburg und Berlin. Ein Beitrag kam sogar aus dem Ausland und traf aus dem 900 Kilometer entfernten polnischen Bielsk Podlaski ein. Der jüngste Teilnehmer ist sechs Jahre alt und lebt in Saarbrücken, die älteste Teilnehmerin ist eine 86-jährige Tauchaerin.

Die Tatsache, dass sich der im Landkreis Nordsachsen einmalige Literaturwettbewerb seit 2004 in Taucha fest etabliert hat, bezeichnete Bürgermeister Tobias Meier (FDP) als „kleines literarisches Wunder“. Die Beteiligung habe zudem den Nebeneffekt, dass sich potenzielle wie aktive Teilnehmer gezielt mit der Stadt Taucha beschäftigen und so für deren Bekanntheitsgrad sorgen.

Die Jury war sich einig: Vor allem die Kinder und Jugendlichen konnten das Thema in ihren Gedichten und Geschichten treffender umsetzen. „Sie sind noch voller unverstellter Fantasie und gehen auch sprachlich locker damit um “, meinte das Jurymitglied und die Laudatorin für den „Kinder-Nachwuchspreis – Gedicht“, Sonja Helm, auch bekannt als Schriftstellerin Susan Hastings. „Es ist gut, dass die jungen Menschen ihre eigenen Betrachtungen und Gedanken in ihrer Art aufschreiben“, stimmte ihr die Leipziger Schriftstellerin und Karikaturistin Christine Dölle in ihrer Laudatio für den Nominierten des Jugendnachwuchspreises zu.

„Das Thema ist aus verschiedenen Sichtweisen verarbeitet worden, da gehörten auch die Blicke auf die kleinen Wunder, die uns im Alltag begegnen, mit dazu“, resümierte Juror Jürgen Ullrich. Das sei ein Anreiz für jeden, in der Hektik des Alltags auch mal innezuhalten. Die Leipzigerin Konstanze Popp habe dies mit ihrem Erwachsenen-Siegergedicht treffend um-gesetzt. Die im Zentrum-Nordwest wohnende Lehrerin hatte übrigens, ebenfalls mit einem Gedicht, vor drei Jahren schon einmal einen dritten Platz belegt.

„Wunder begleiten den Menschen seit ewigen Zeiten“, merkte Juror und Laudator Reinhard Müller an. So sei es nicht verwunderlich, dass auch traurige und ergreifende Ereignisse verarbeitet wurden, in denen man auf ein Wunder hoffte, damit sich alles zum Guten wendet. Berrit Lehmann aus Doberlug-Kirchhain hat mit ihrer Geschichte den zweiten Platz belegt. „Es ist das erste Mal, dass ich mich außerhalb meines Umfeldes beteiligt habe“, freute sich die Chefarztsekretärin über ihren Preis und lobte zugleich die niveauvolle Veranstaltung im Lichthof der Grundschule Am Park. Nicht zuletzt trug hier der sehr stimmige musikalische Rahmen durch den Leipziger Meteorologie-Studenten Pit Strehl dazu bei. Es bleibt dem 26-Jährigen zu wünschen, dass er mit seinen künftigen Wetterprognosen genauso dicht am realen Geschehen liegt, wie er mit seiner Stimme dem Original von Popsänger George Ezra (Blame It on Me) sehr nahe kam.

Am Ende der Literaturgala wurde mit „Endlich Urlaub” auch das Thema des
14. Literaturwettbewerbes der Stadt Taucha und des Freundeskreises Literatur bekanntgegeben. Die Siegerbeiträge veröffentlicht die Stadt in ihrem Amtsblatt inklusive der Ausschreibung für den neuen Wettbewerb.

Aus 63 eingereichten Beiträgen zum Thema „Wunder gibt es immer wieder“ hatte sich die Jury auf folgende Preisträger verständigt: In der Kategorie „ Gedicht Erwachsene“ gewann unter den 13 Einsendern die Leipzigerin Konstanze Popp (59) mit „Total verrückt“. Pia Schirrmeister (19) aus Leipzig mit „Schlaflos“ und der Delitzscher Rudolf Heß (63) mit „Wunder der Zeiten“ folgten auf den Plätzen. Auch in der Kategorie „Kurzgeschichte Erwachsene“ (27 Einsendungen) kamen die drei Erstplatzierten von außerhalb. Mit „Das Kaninchen“ wurde Andreas Witte (53) aus Selm-Cappenberg Literaturpreisträger. Hinter ihm reihten sich Berit Lehmann (46) aus Doberlug-Kirchhain mit „Die Schreibblockade“ sowie die Münchnerin Heidi Kronschnabel (35) mit „Mein kleines ,Großes Wunder’“ ein.

Den „Kinder-Nachwuchspreis“ (13 Einsendungen) gewann mit seinem Gedicht „Die Sonnenblume“ der Tauchaer Tobias Pötzsch (9). Ronja Kermes (11) belegte mit dem Gedicht „Wunder gibt es immer wieder“ Platz zwei vor der Par-thestädterin Luzie Ulbricht (11), die die Kurzgeschichte „Überraschung“ schrieb. In der Kategorie „Jugend-Nachwuchspreis“ (elf Beiträge) überzeugte Jakob Brüsch (12) aus Taucha die Jury mit dem Gedicht „Die Wunder dieser Welt“. Er gewann vor Julia Raithel Hagemann (12) aus Taucha und Till Schirrmeister (17) aus Leipzig. Beide schrieben ein Gedicht mit dem Titel „Wunder gibt es immer wieder“.

Von Reinhard Rädler

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