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Taucha Taucha wächst: Neue Kita und Erweiterung des Gymnasiums geplant
Region Taucha Taucha wächst: Neue Kita und Erweiterung des Gymnasiums geplant
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14:26 19.05.2015

Meist sind es Familien mit Kindern, die sich in Taucha neu niederlassen. "Wir rechnen eigentlich jeden Tag damit, den 15 000. Einwohner begrüßen zu können", sagte diese Woche Bürgermeister Holger Schirmbeck (SPD). Angesichts dieser Entwicklung ist aus den vor noch gar nicht allzu langer Zeit formulierten "Überlegungen" für den Bau eines neuen Kindergartens nun ernsthafter Handlungsbedarf geworden.

"Obwohl wir nicht überrascht sind, überrollt uns diese Entwicklung nun doch etwas. So werden wir für einen gewissen Zeitraum den Bedarf an Kita-Plätzen nicht abdecken können", informierte das Stadtoberhaupt. Deshalb sind die Planungen für einen neuen Kindergarten auf den Weg gebracht. Als Standort wird ein Gelände an der Friedrich-Ebert-Straße favorisiert, wo die Stadt demnächst auch ein neues Wohngebiet erschließen will. Über rund 100 Plätze soll die neue Einrichtung verfügen. Laut Schirmbeck haben die Arbeiterwohlfahrt, das DRK, die Volkssolidarität, die Johanniter sowie drei Freie Träger der Jugendhilfe ihr Interesse am Betreiben der neuen Kita bekundet. Der Antrag auf Fördermittel zur Finanzierung der Plätze für unter dreijährige Kinder sei auch schon gestellt. Schirmbeck: "Im Landkreis Nordsachsen ist das Projekt in der Prioritätenliste auf Platz zwei gerückt, gleich hinter der in Torgau dringend benötigten Kindertagesstätte." Noch in diesem Jahr soll mit dem Bau der neuen Einrichtung begonnen und sie im Frühjahr 2016 in Betrieb genommen werden.

Der Kindersegen in Taucha bleibt auch für die bereits jetzt schon gut ausgelasteten Schulen nicht ohne Folgen. Inklusive seiner zwei Außenstellen arbeitet besonders das Geschwister-Scholl-Gymnasium mit derzeit 850 Schülern und 82 Lehrern am Limit. "Die meisten Klassenstufen sind voll. Vereinzelt können wir bei Bedarf aber noch Schüler aufnehmen", sagte gestern Schulleiterin Kristina Danz bei einem Treffen mit Schirmbeck und den im Landratsamt Nordsachsen zuständigen Dezernenten Horst Winkler. Ein Thema dabei: Wie kann das Gymnasium erweitert werden? Laut Winkler, dessen Behörde ja Träger des Gymnasiums ist, gibt es dafür zwei Überlegungen: "Entweder wird hier das Dachgeschoss ausgebaut, was aber sehr schwierig und vom Platz her sehr begrenzt ist. Oder es findet am Haus 2 eine Erweiterung statt, was zurzeit unsere Vorzugsvariante ist." Im Haus 2 in der Rudolf-Winkelmann-Straße könnten aus den bisher vier Räumen dann acht werden. Der provisorische dritte Standort in der Wurzner Straße mit seinen zwei Räumen soll dann wegfallen. Laut Danz wird im Gymnasium eine durchgehende Vierzügigkeit angestrebt.

Das sieht auch Dezernent Winkler so: "Wir wollen die Kapazität nicht auf Dreizügigkeit deckeln, sondern sie im Interesse der weiteren regionalen Entwicklung dem explodierenden Bedarf anpassen. Der Speckgürtel von Leipzig, dazu gehört auch Schkeuditz, boomt einfach. Dementsprechend müssen wir die sozialen Infrastruktur anpassen."

Bevor für dieses Projekt in der Parthestadt aber konkrete Bauarbeiten beginnen, gelte es erst einmal eine Machbarkeitsstudie anzufertigen, so Winkler. Dann werde man sehen, welche technischen Anforderungen es gibt, welche Auflagen erfüllt werden müssen. "Fakt aber ist, der Platz wird gebraucht", bekräftigte die Schulleiterin.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.01.2015
Olaf Barth

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