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Taucha Taucha will Plan für riesiges Spielcenter umlenken
Region Taucha Taucha will Plan für riesiges Spielcenter umlenken
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21:00 16.03.2011
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Taucha

Die Stadt untersagt dort jedoch ein Entertainmentcenter. Sie will den Investor lieber in ein Gewerbegebiet locken.

Geplant gewesen sei ursprünglich ein 1200 Quadratmeter großes, eingeschossiges Gebäude mit sechs Spielhallen, erklärte das Landratsamt als zuständige Behörde. Ob es hätte errichtet werden können, lasse sich nicht mit Gewissheit sagen – denn die Beteiligung der Ämter und Behörden sei nicht abgeschlossen worden, die Stellungnahmen lägen nicht vor, so der Kreis. Große Bedeutung komme dabei der Stadt Taucha zu. Der Bauantrag sei zurückgezogen worden.

Das Tauchaer Rathaus macht eine Vielzahl von Gründen für seine Ablehnung geltend. Der Bauantrag widerspreche dem Flächennutzungsplan, das Areal liege zum Teil im Flora-Fauna-Habitat (FFH) Parthe und fremde Grundstücke, über die der Eigentümer nicht verfügen kann, seien mit überplant worden. Ferner werde eine Leitung der Kommunalen Wasserwerke überbaut und die Zufahrt solle über ein städtisches Grundstück erfolgen. Die Stadt sehe keine Möglichkeit, eine Genehmigung zu erteilen, hieß es.

Denn selbst wenn der Flächennutzungsplan geändert werde, seien Spielhallen einer solchen Größe in einem allgemeinen Wohngebiet nicht zulässig. Außerdem sei die geplante Versiegelung von 90 Prozent der Fläche nicht zulässig. Naturschutz- und wasserrechtliche Stellungnahmen seien auch noch erforderlich, so die Stadt.

Gerade bei letzteren hätte es trotz der Nähe zur Parthe wohl kaum Probleme gegeben. Denn bis 2009 galt für das Grundstück eine Baugenehmigung für eine Tankstelle mit Waschstraße. Sie erlosch erst, nachdem der Grundstücksbesitzer aus den alten Bundesländern sie nach etlichen Verlängerungen verfallen ließ. Er habe aber eine feste Zusage eines großen Mineralölkonzern gehabt, heißt es im Rathaus.

„Wir wollen dem Investor helfen und versuchen, ihm eine Alternativfläche zur Verfügung zu stellen“, erklärte gestern Bauamtsleiterin Barbara Stein. Grund: Mit dem Spielcasino Novolino an der B 87 habe Taucha gute Erfahrungen gemacht, hatte Bürgermeister Holger Schirmbeck früher erklärt. Vergnügungsteuern fließen in die Stadtkasse. Stein: „Ein solches Spielcenter wäre bei uns nur in einem Gewerbegebiet zulässig. Da haben wir noch Flächen genug frei, wo auch die Tankstelle gebaut werden könnte.“

Jörg ter Vehn

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