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Taucha will jetzt Verkehrsströme erfassen

Taucha will jetzt Verkehrsströme erfassen

Der von der Deutschen Bahn zirka ab 2017 avisierte Umbau der Tauchaer S-Bahn-Station nimmt nach vielen Jahren der Ankündigung nun scheinbar konkrete Formen an. Wie die Stadtverwaltung Taucha jetzt mitteilte, steht der Start des Planfeststellungsverfahrens bevor, bei dem die Stadt sich einbringen und ihre Bedenken, Vorschläge und Änderungswünsche äußeren kann.

Taucha. Wie berichtet, plant die Bahn die Neuordnung der Gleise, einen Rad- und Fußgängertunnel im Bereich des Busbahnhofes sowie die Tieferlegung der Portitzer Straße in Form eines sogenannten Trogbaus unter die Eisenbahngleise hindurch, sodass dort dann die Bahnschranke wegfallen kann. Außerdem soll der Bahnübergang Gerichtsweg geschlossen werden, was in Teilen der Bevölkerung auf wenig Gegenliebe stößt.

Auch die Stadt hat diesbezüglich Bedenken, da diese Straße inzwischen eine viel genutzte Verbindung zur B 87 und zum Gewerbegebiet in der Otto-Schmidt-Straße geworden ist. Außerdem fungiert sie nicht selten bei Baumaßnahmen oder Unfällen als Umleitungsstrecke und trägt generell in Stoßzeiten zur Entlastung des Verkehrs auf der B 87/Leipziger Straße bei. "Uns ist wichtig, dass dies bei künftigen Planungen der Bahn berücksichtigt und gegebenenfalls über eine Schließung des Bahnübergangs neu nachgedacht wird beziehungsweise Alternativen für eine flüssige Verkehrsführung in Taucha aufgezeigt werden", sagte diese Woche Bürgermeister Holger Schirmbeck (SPD). Denn dass die von der Bahn geplanten Veränderungen massiven Einfluss auf den Verkehr in Taucha haben, sei für ihn unstrittig.

Allerdings, so Schirmbeck, würden weder die Bahn noch das für die B 87 zuständige Landesamt für Straßenbau und Verkehr entsprechende Untersuchungen und Zählungen vornehmen. "Das ist unverständlich. Aber wir wollen kostbare Zeit nicht mit Streit darüber vergeuden, sondern werden jetzt selbst ein Ingenieurbüro mit den Zählungen beauftragen, und dann eine mit Fakten untersetzte Stellungnahme abgeben", sagte das Stadtoberhaupt. Unter Zugzwang gerade man deshalb, weil sich ein Zeitfenster für die realistische Analyse der Verkehrsströme nur kurz öffne. Denn ab März würde durch die monatelange Sperrung der B 87-Kreuzung Graßdorfer-/Sommerfelder Straße die Verkehrssituation in Taucha durch Umleitungen massiv geändert. Eine Zählung müsse also vor dieser und nach Ende der in der Graßdorfer Straße jetzt laufenden Baumaßnahme durchgeführt werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 01.11.2014
Olaf Barth

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