Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Taucha will mit neuem Konzept Museum nach vorn bringen

Taucha will mit neuem Konzept Museum nach vorn bringen

Es ist noch kein Jahr her, als die Stadtverwaltung Taucha mit Rückendeckung des Stadtrates für 20 Stunden in der Woche eine professionelle Museologin einstellte.

Voriger Artikel
"Burgvogt Herzogk" erklärt Mittelalter in Taucha
Nächster Artikel
Heimatverein sucht für Festumzug "Frau Parthe"

Das Tauchaer Museum an der Ecke Eilenburger-/Brauhausstraße ist derzeit noch in einem der ältesten Bürgerhäuser der Stadt untergebracht.

Quelle: Olaf Barth

Taucha. Inzwischen hat Ricarda Döring sich intensiv mit dem Bestand des Tauchaer Stadtmuseums auseinandergesetzt und unter anderem für diese Einrichtung eine Konzeption erarbeitet. Darin geht es nicht nur um Schritte für eine künftige Dauerausstellung, sondern auch um ganz konkrete Maßnahmen, die zur Bewahrung des Bestandes unverzüglich umgesetzt werden müssen.

"Wir ziehen derzeit mit allen musealen Objekten, die aus Textilien, organischen Materialien und Papier bestehen, vom Depot auf dem Schlosshof in das Dachgeschoss des Museumsgebäudes in der Brauhausstraße um. Die Räume im Schlosshof sind einfach zu feucht und bieten für Musealien keine Lagerbedingungen", erklärte gestern die 30-Jährige. Bis Ende des Jahres soll der Umzug geschafft sein. Für die großen Exponate, die nicht mit umziehen können, empfiehlt die Fachfrau die Anschaffung einer Luftentfeuchtungsanlage zumindest erst einmal für einen der drei Depot-Räume. Bis 2016 sollten alle Räume so ausgestattet sein. Und bis 2012 soll es auch wieder eine Dauerausstellung geben, die sich der Geschichte Tauchas von 974 bis in die Neuzeit hinein widmet. Schwerpunkte: Taucha in der Zeit der Völkerschlacht sowie als Standort der Rüstungsindustrie und von Zwangsarbeiterlagern.

Dazu muss zunächst erst einmal ein neues Objekt für das Museum gefunden werden. Das jetzige Haus wird vor allem als Stadtbibliothek genutzt, nur noch ein kleiner Raum steht für thematische Sonderausstellungen zur Verfügung. "Doch der ist jetzt geschlossen, weil wir wegen des Umzuges dort auch einige Dinge vorerst abgestellt haben. Auf Wunsch schließen die Kollegen der Bibliothek auch auf. Es ist ja interessant, was jetzt dort alles zu sehen ist", sagte Döring. Sie sei sehr froh, dass auch der Stadtrat mitziehe und sich zum Museum bekenne, das sei ein gutes Zeichen. Die von ihr erarbeiteten Konzeption und Leitbild für das Museum erhielten im Stadtrat einstimmig grünes Licht. Obwohl darin auch Kosten etwa für den Umzug oder die Luftentfeuchter enthalten sind.

Doch diesbezüglich könnte Hilfe vom Kulturraum Leipziger Raum kommen. Zumindest will die Stadt Taucha einen Fördermittelantrag in Höhe von bis zu 7000 Euro stellen. Auch dafür ist das Vorhandensein einer Museumskonzeption mit klaren und hohen Ansprüchen eine Voraussetzung. Döring hat dies erfüllt, wie zum Beispiel Stadtrat Jürgen Ullrich (Die Linke) während der jüngsten Stadtratssitzung wissen ließ: "Es ist eine große Freude, so ein fundiertes Papier beschließen zu können, in dem auch eine Strategie und ein Langzeitkonzept sichtbar werden. Ebenso ist die fachliche Ausrichtung gesichert und deshalb plädiere ich auch für die Einrichtung einer Vollzeitstelle für unsere Museologin." Der nächste Schritt sei natürlich, die Finanzierung der erwähnten Vorhaben abzusichern. Ähnlich positiv äußerte sich Frank Junge (CDU): "Das Museum ist aus dem Dornröschenschlaf erwacht. Auch wenn sein Schwerpunkt auf der kulturhistorischen Linie liegt, möchte ich doch auch auf die naturkundlichen Alleinstellungsmerkmale hinweisen, die Taucha mit Parthenaue, Steinbruch und Endmoräne vorweisen kann. Auch damit kann das Museum in den Tourismus mit eingebunden werden."

Laut Stadtverwaltung wird das Konzept alle zwei Jahre fortgeschrieben und sei nichts Statisches. Auch mit dem nahe Taucha vorbeiführenden Lutherweg könne dann unter Einbeziehung des Museums künftig mehr auf die Stadt aufmerksam gemacht werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.06.2014
Olaf Barth

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Taucha
  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • LVZ-Sommerkino im Scheibenholz
    LVZ Sommerkino im Scheibenholz: Alle Infos zu Filmen, Ticketverkauf und dem Rahmenprogramm.

    Das LVZ-Sommerkino lud wieder zu unterhaltsamen Filmabenden ins Scheibenholz ein. Sehen Sie hier einen Rückblick in Fotos und Geschichten. mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lud am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Fotos, Videos und Infos finden Sie in unserem Sp... mehr

  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2017

    "Sport frei!" heißt es auch 2017 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr

  • Gutes von hier

    Das regionale Schaufenster mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Leipziger Raum - von traditionell bis innovativ. Gutes von hier eben! mehr

  • Jahrtausendflut 2002

    Entlang von Mulde, Elbe und Pleite brach im August 2002 eine verheerende Flutkatastrophe herein. Die LVZ zeigt eine Bestandsaufnahme. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

19.09.2017 - 17:36 Uhr

Der FC International engagiert sich aktiv bei den kulturellen Wochen in Leipzig und veranstaltet am 20. September am offenen Freizeittreff Rabet ein Fußball-Tennis-Turnier.

mehr