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Taucha Taucha will mit neuem Konzept Museum nach vorn bringen
Region Taucha Taucha will mit neuem Konzept Museum nach vorn bringen
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13:54 19.05.2015
Das Tauchaer Museum an der Ecke Eilenburger-/Brauhausstraße ist derzeit noch in einem der ältesten Bürgerhäuser der Stadt untergebracht. Quelle: Olaf Barth

Inzwischen hat Ricarda Döring sich intensiv mit dem Bestand des Tauchaer Stadtmuseums auseinandergesetzt und unter anderem für diese Einrichtung eine Konzeption erarbeitet. Darin geht es nicht nur um Schritte für eine künftige Dauerausstellung, sondern auch um ganz konkrete Maßnahmen, die zur Bewahrung des Bestandes unverzüglich umgesetzt werden müssen.

"Wir ziehen derzeit mit allen musealen Objekten, die aus Textilien, organischen Materialien und Papier bestehen, vom Depot auf dem Schlosshof in das Dachgeschoss des Museumsgebäudes in der Brauhausstraße um. Die Räume im Schlosshof sind einfach zu feucht und bieten für Musealien keine Lagerbedingungen", erklärte gestern die 30-Jährige. Bis Ende des Jahres soll der Umzug geschafft sein. Für die großen Exponate, die nicht mit umziehen können, empfiehlt die Fachfrau die Anschaffung einer Luftentfeuchtungsanlage zumindest erst einmal für einen der drei Depot-Räume. Bis 2016 sollten alle Räume so ausgestattet sein. Und bis 2012 soll es auch wieder eine Dauerausstellung geben, die sich der Geschichte Tauchas von 974 bis in die Neuzeit hinein widmet. Schwerpunkte: Taucha in der Zeit der Völkerschlacht sowie als Standort der Rüstungsindustrie und von Zwangsarbeiterlagern.

Dazu muss zunächst erst einmal ein neues Objekt für das Museum gefunden werden. Das jetzige Haus wird vor allem als Stadtbibliothek genutzt, nur noch ein kleiner Raum steht für thematische Sonderausstellungen zur Verfügung. "Doch der ist jetzt geschlossen, weil wir wegen des Umzuges dort auch einige Dinge vorerst abgestellt haben. Auf Wunsch schließen die Kollegen der Bibliothek auch auf. Es ist ja interessant, was jetzt dort alles zu sehen ist", sagte Döring. Sie sei sehr froh, dass auch der Stadtrat mitziehe und sich zum Museum bekenne, das sei ein gutes Zeichen. Die von ihr erarbeiteten Konzeption und Leitbild für das Museum erhielten im Stadtrat einstimmig grünes Licht. Obwohl darin auch Kosten etwa für den Umzug oder die Luftentfeuchter enthalten sind.

Doch diesbezüglich könnte Hilfe vom Kulturraum Leipziger Raum kommen. Zumindest will die Stadt Taucha einen Fördermittelantrag in Höhe von bis zu 7000 Euro stellen. Auch dafür ist das Vorhandensein einer Museumskonzeption mit klaren und hohen Ansprüchen eine Voraussetzung. Döring hat dies erfüllt, wie zum Beispiel Stadtrat Jürgen Ullrich (Die Linke) während der jüngsten Stadtratssitzung wissen ließ: "Es ist eine große Freude, so ein fundiertes Papier beschließen zu können, in dem auch eine Strategie und ein Langzeitkonzept sichtbar werden. Ebenso ist die fachliche Ausrichtung gesichert und deshalb plädiere ich auch für die Einrichtung einer Vollzeitstelle für unsere Museologin." Der nächste Schritt sei natürlich, die Finanzierung der erwähnten Vorhaben abzusichern. Ähnlich positiv äußerte sich Frank Junge (CDU): "Das Museum ist aus dem Dornröschenschlaf erwacht. Auch wenn sein Schwerpunkt auf der kulturhistorischen Linie liegt, möchte ich doch auch auf die naturkundlichen Alleinstellungsmerkmale hinweisen, die Taucha mit Parthenaue, Steinbruch und Endmoräne vorweisen kann. Auch damit kann das Museum in den Tourismus mit eingebunden werden."

Laut Stadtverwaltung wird das Konzept alle zwei Jahre fortgeschrieben und sei nichts Statisches. Auch mit dem nahe Taucha vorbeiführenden Lutherweg könne dann unter Einbeziehung des Museums künftig mehr auf die Stadt aufmerksam gemacht werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.06.2014
Olaf Barth

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