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Taucha wird weltweiter Mittelpunkt der Maultrommel-Freunde

Taucha wird weltweiter Mittelpunkt der Maultrommel-Freunde

Es klingt exotisch, beruhigend und einfach schön, wenn ein Könner seines Fachs die Maultrommel spielt. Clemens Voigt führte das gestern in Taucha vor und nutzte dabei eine Maultrommel aus Jakutien, wo sie Khomus heißt.

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Clemens Voigt wirbt mit seinem Maultrommel-Spiel für das 7. Ancient-Trance-Festival. Er nutzt ein Instrument aus Jakutien.

Quelle: Olaf Barth

Taucha. Sie ist sehr aufwendig gearbeitet, rund 200 Euro teuer. "Die Khomus ist in Jakutien das Staatsinstrument, weil sie Tradition und Unabhängigkeit symbolisiert", erklärte der 36-Jährige. Vom 8. bis 10. August wird Taucha wieder das Zentrum der Maultrommel-Welt sein. Denn dann findet in der Parthestadt nicht nur zum 7. Mal das Festival Ancient Trance für Maultrommel und Weltmusik mit zahlreichen internationalen Bands statt. Darüber hinaus treffen sich Gäste aus der ganzen Welt in Taucha zum Internationalen Maultrommelkongress.

Aus diesem Grund hatten Festival-Mitbegründer Voigt und Festival-Leiter Andreas Kosmowicz unlängst einen Termin bei Tauchas Bürgermeister Holger Schirmbeck (SPD). Die beiden obersten Vertreter des hiesigen Maultrommelvereins wollten auf die politische Bedeutung des Kongresses aufmerksam machen und um Unterstützung bitten. "Der Kongress findet seit den 80er-Jahren alle vier Jahre in einem anderen Land statt und wird von der Internationalen Maultrommel Society veranstaltet. In manchen Regionen, wie zum Beispiel Jakutien, ist das Ereignis so hoch angesiedelt, dass die Regierungen die Flüge der Teilnehmer bezahlen", erklärte Voigt. Zuletzt habe der Kongress in den USA, in Österreich, Russland, in den Niederlanden, in Ungarn und in Norwegen stattgefunden. "Bei den Treffen von Experten und Virtuosen geht es um den Austausch von Entwicklungen zum Thema Maultrommel, um Spieltechniken und Ergebnisse von Studien und Recherchen zur kulturellen Bedeutung und Tradition dieses Instrumentes in verschiedenen Regionen", erklärte Voigt.

"Es wäre schön, den Teilnehmern dieser internationalen Delegationen einen offiziellen Empfang mit dem Bürgermeister und dem Landrat oder auch Vertretern des Freistaates anbieten zu können", nannte Voigt einen Wunsch. Mit am Tisch saß auch Nordsachsens Landrat Michael Czupalla (CDU). Doch weder er noch Schirmbeck sind zu dieser Zeit im Lande. Doch beide sagten spontan und unbürokratisch zu, einen solchen Empfang im Tauchaer Ratssaal zu unterstützen und Vertreter zu schicken. Schirmbeck erklärte sich zudem bereit, die Schirmherrschaft über das Festival zu übernehmen.

Ebenso übergab Czupalla Voigt eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 1000 Euro. "Das ist eine gemeinsame Zuwendung von Taucha und dem Landkreis. Wir sind bereit, auch bei dem Papierkram zu helfen", sagte Czupalla.

Die beiden Maultrommler dankten, sie wüssten die Unterstützung angesichts knapper kommunaler Kassen sehr zu schätzen. Mächtig enttäuscht seien sie allerdings vom Freistaat, der die Bedeutung eines solchen internationalen Ereignisses wohl nicht erkannt habe. "Unser Fördermittelantrag für die Durchführung des Kongresses in Höhe von 10 000 Euro ist von der Kulturstiftung abgelehnt worden. Das waren zehn Prozent unserer Ausgaben. Nun werden wir versuchen, das alles mit Hilfe der Eintrittsgelder vom Festival selbst zu finanzieren", sagte Voigt. Sehr froh sei man über die Unterstützung der Stadt in den letzten Jahren. Gesucht würden auch wieder freundliche Tauchaer, die als Gastgeber gegebenenfalls selbst eine Fremdsprache sprechen und den Teilnehmern, Künstlern und Musikern aus über 40 Ländern privat ein Bett anbieten.

 

 

Kontakt für Quartier-Eltern per E-Mail: jenny@ancient-trance.de oder gaby@ancient-trance.de sowie telefonisch unter 01578 7831509 oder 0177 1985525

www.ancient-trance.de

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.07.2014
Olaf Barth

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