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Taucha Taucha zehrt Rücklagen auf
Region Taucha Taucha zehrt Rücklagen auf
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14:30 19.05.2015

Doch der finanzielle Handlungsspielraum wird immer kleiner. Taucha lebt von den Rücklagen und braucht sie in den nächsten Jahren vollständig auf.

Zunächst ist wichtig, was unter dem Strich steht: "Es war von Anfang an Zielstellung und Konsens aller Beteiligten, einen ausgeglichenen und genehmigungsfähigen Haushalt aufzustellen", sagte gestern Tauchas Leiter des Fachbereiches Finanzen, Thomas Sauer. Mit einem Plus in Höhe von 11 862 Euro im ordentlichen Ergebnis ist das auch gelungen. Das Gesamtvolumen des Tauchaer Haushaltes, das es zu finanzieren gilt, liegt bei über 20 Millionen Euro.

Zur ganzen Wahrheit gehört allerdings auch, dass unter Hinzurechnung der Abschreibungen und unter Berücksichtigung der Sonderposten am Ende rund 1,5 Millionen Euro Minus zu Buche stehen. "Dieser Fehlbetrag resultiert ausschließlich aus den Abschreibungen. Die zu erwirtschaften, ist den Kommunen nicht möglich. Bis 2016 sind die Abschreibungen bei der Genehmigung des Haushalts nicht zu berücksichtigen. Was danach wird, steht in den Sternen", erklärte Sauer. Und Bürgermeister Holger Schirmbeck (SPD) ergänzt: "Anhand dieser Zahl wird auch der Werteverzehr deutlich." Dass im Moment noch Investitionen finanzierbar sind, sei den in den letzten Jahren erarbeiteten Rücklagen zu verdanken, die Ende 2013 rund 6,6 Millionen Euro betrugen. Dieses Jahr werden daraus gut eine Million Euro entnommen, in den nächsten vier Jahren wird das Polster aufgebraucht sein. "Wir leben von der Substanz", so Schirmbeck. Und Sauer bezeichnete das als bedenkliche Entwicklung.

Beide führen dafür nicht beeinflussbare Faktoren als Gründe an. Obwohl sich für Taucha in den vergangenen zehn Jahren die Steuereinnahmen fast verdoppelten, sei in dieser Zeit auch die Kreisumlage von 2,24 auf 4,7 Millionen Euro gestiegen. Ebenfalls um fast eine Million Euro gestiegen seien die Aufwendungen für die Kindertagesstätten. "Doch der Freistaat erhöhte in dieser Zeit seine Mittel nicht", so Schirmbeck. Und für die Bewirtschaftung der städtischen Immobilien stiegen die Kosten für Energie und Instandhaltung ebenfalls um rund eine Million Euro. "Ein Ende ist nicht in Sicht. Die Situation auf kommunaler Ebene ist generell katastrophal in Sachsen", erklärt der Bürgermeister.

Dass der Entwurf unterm Strich dennoch ein Plus aufweist, liegt auch an der geplanten Einnahme von Gewerbesteuern in Höhe von 4,5 Millionen Euro. "Aber das ist das obere Ende dessen, was wir in den letzten zwei Jahren eingenommen haben. Es bleibt ein Risiko, aber unrealistisch ist diese Zahl nicht. Niemand will ja an der Steuerschraube drehen. Wir kommen dieses Jahr ohne Erhöhung der Hebesätze und der Kita-Gebühren aus", sagte Schirmbeck.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.03.2014
Olaf Barth

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