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Taucha Tauchaer Aussichtsturm wieder offen
Region Taucha Tauchaer Aussichtsturm wieder offen
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15:14 30.07.2010
Das französische Dachliegefenster lässt sich zum Balkon ausklappen. Quelle: Kristin Jurack
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Taucha

Eigentlich sollte nur der Spitzboden des 22 Meter hohen Aussichtsturms im Park ausgebaut werden, so dass Besucher von oben wieder mehr sehen als nur Baumkronen. Doch der echte Hausschwamm machte diesem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung. 52 000 Euro hat die Sanierung des Dachstuhls gekostet, das Resultat kann sich aber sehen lassen.

Was früher ein enger dunkler Raum mit zwei kleinen Dachluken war, ist jetzt eine hell getäfelte Dachkammer mit zwei normalen Fenstern und zwei französischen Dachliegefenstern. Diese kann man nicht nur nach oben hin öffnen, sondern auch nach außen klappen, so dass eine Art kleiner Balkon entsteht.

Von dieser raffinierten Konstruktion aus hat der Besucher eine herrliche Aussicht über das grüne Blätterwerk der Baumkronen hinweg – auf den derzeit im Baugerüst steckenden Kirchturm von St. Moritz, auf das Völkerschlachtdenkmal und bei schönem Wetter sogar bis zum Brocken. Nur eines sollte man beim Austritt auf die neuen Minibalkone nicht haben: Höhenangst. Wer sich ganz vorn an den Rand des Holzbodens stellt, glaubt sich gar nicht mehr auf einem Spitzboden. „Deshalb darf auch niemand alleine den Turm besteigen“, sagt Christine Weber, die im Hauptamt der Stadtverwaltung Taucha arbeitet. Das durfte übrigens auch vor der Dachsanierung niemand.

Weber ist diejenige, bei der sich Besucher anmelden müssen, wenn sie außerhalb der Öffnungszeiten auf den Turm wollen. Auch während der regulären Öffnungszeiten am Sonnabend und Sonntag von 14 bis 17 Uhr wird sichergestellt, dass immer eine Aufsichtsperson dabei ist. Ab morgen übernimmt das wieder Christoph Schwarz, seines Zeichens Student. Die wiederhergestellte Aussicht hat Christine Weber auch gleich getestet.

Bürgermeister Holger Schirmbeck (SPD) hat ebenfalls schon eine Begehung gemacht und ist begeistert von den neuen Fenstern. Sie seien mit 4000 Euro vom Grünen Ring bezuschusst, „weil sie die Funktion des Aussichtsturms wieder herstellen helfen“. Bekanntlich sind die Bäume im Park seit der Einweihung des Turms 1913 so hoch gewachsen, dass es von der 16 Meter hohen Plattform nur noch möglich war, das Leben in den Baumkronen zu beobachten. Was, so Schirmbeck, für Botaniker ja auch nicht uninteressant sei.

Überlegungen, die Aussicht wieder herzustellen, gab es einige. Vom Schlagen von Sichtachsen bis zum Kappen von Baumkronen wurden einige Ideen verworfen. Und auch beim Aufstocken des Gebäudes gab es Probleme – der Denkmalschutz spielte nicht mit. Einen ähnlichen Effekt hat das neue Dach trotzdem: Der Turm wirkt größer. Er ist aber nach wie vor 22 Meter hoch. Außerdem ziert ihn jetzt eine neue Beleuchtung: Ein weißer Lichtschlauch schlängelt sich an der Dachkante entlang. Das nächste Weihnachtsfest kann also kommen. Fehlt nur noch eins: Ein Schild mit den Öffnungszeiten, die stehen derzeit mit Edding an der metallenen Eingangstür.

Öffnungszeiten: bis Ende Oktober sonnabends und sonntags von 14 bis 17 Uhr. Eintritt für Erwachsene ein Euro, ermäßigt 50 Cent.

Kristin Jurack

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