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Taucha Tauchaer Geflügelschau mit 40 Rassen
Region Taucha Tauchaer Geflügelschau mit 40 Rassen
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13:48 19.05.2015
Erfolgreiche Aussteller: Frank Kober (links) und Udo Schröder mit preisgekrönten Tieren. Quelle: Reinhard Rädler

69 Züchter vom Verein sowie aus der Region, aber auch aus Leuna, Hartmannsdorf oder Fehrbellin präsentierten ihre mehr als 700 Gänse, Enten, Hühner und Tauben - insgesamt 40 verschiedene Rassen. Die Lahore-Taubenzüchter, Gruppe Mitteldeutschland, waren zum ersten Mal in Taucha dabei. Ihre Rassetauben haben ihre Wurzeln im indischen Subkontinent und wurden nach der pakistanischen Stadt Lahore benannt. In diesem Jahr war der Organisationschef und Ehrenpräsident des RGZV, Bernd Dietrich, logistisch besonders gefordert, denn die Ausstellungsfläche verteilte sich auf drei nicht zusammenhängende Räume.

Am Freitag hatten neun Preisrichter aus Sachsen, unter ihnen auch der RGZV-Vorsitzende Frank Wezel, die Tiere nach rassespezifischen Standards und unter anderem nach Kopfrundung, Farbe und Beinstellung bewertet. 16 Tiere erreichten mit 97 Punkten die höchstmögliche Punktzahl. Warum nicht 100 Punkte? "In der Natur gibt es auch keine hundertprozentig perfekte Rasse", war die lakonische, aber nachvollziehbare Begründung des Tauchaer Preisrichters. Nur einen Punkt weniger erreichten 45 Rassetiere. Erfolgreichster Aussteller war mit dreizehn Preisen der Markkleeberger Udo Schröder, dessen Lahore-Tauben dreimal ein v97, also "vorzüglich", und zehnmal ein hv96 für "hervorragend" erzielten. Zweimal "vorzüglich" und dreimal"hervorragend" bekamen die Verkehrtflügelkröpfer von Züchter Frank Kober, ebenfalls aus Markkleeberg. Auf die laienhafte Frage "Was ist denn bei einem Verkehrtflügel verkehrt?", erklärte Vereinschef Wezel: "Die Farbverteilung auf dem Flügel ist genau anders herum, als bei anderen Tauben. Die Flügel selber sind natürlich normal ausgebildet."

Der 40 Mitglieder zählende Tauchaer Verein, der zu den ältesten der Parthestadt gehört, hat Nachwuchsprobleme, denn nur zwei Jugendliche gehören dazu. "Das macht uns schon Sorgen", sagte der 43-jährige Vorsitzende, "denn mit unserer Arbeit sorgen wir für die Erhaltung der Rassen, die ja zu unserem Kulturgut gehören." Mindestens zwei Stunden am Tag widmet er sich seinen Zwerghühnern. "Im Sommer wird es damit schwierig, wenn es auf dem Bau mal länger geht", so der Maurer. Zum Glück unterstütze ihn seine Frau Ines, wenn es zeitlich eng wird. Auch die 13-jährige Tochter Johanna, selbst Züchterin im Verein, hilft dann mit aus. Die Mühe hat sich auch für ihn gelohnt, denn sieben seiner "Federfüßigen Zwerghühner mit Bart" erhielten von den Preisrichtern ein "sehr gut".

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.12.2014
Kasel, Beatrice

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