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Taucha Tauchaer Grundschüler helfen Leipzigs"Mobiler Apfelquetsche" bei der Saftproduktion
Region Taucha Tauchaer Grundschüler helfen Leipzigs"Mobiler Apfelquetsche" bei der Saftproduktion
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14:14 19.05.2015
Ob als Frucht oder ob als Saft, die Kinder lassen sich die Äpfel beim Erntedankfest schmecken. Quelle: Reinhard Rädler

"Als wir von dem Vorhaben erfuhren, haben wir sofort ,Ja' gesagt, denn es ist schön, dass das Obst verwertet wird, das in nicht bewirtschafteten Gärten unserer Anlage anfällt", freute sich Frank Mattner vom Kleingartenverein "Parkruhe" Taucha. "Sage und schreibe 1,5 Tonnen sind zusammengekommen", staunte Jan-Felix Thon, der 2. Vorsitzende des Fördervereins. "Neben unseren fleißigen Sammlern haben auch noch viele Eltern Äpfel mitgebracht", zeigte er sich hochzufrieden.

"Wir sind zur Apfelernte viel in Schulen anzutreffen", erklärte Andreas Richter, der Betreiber der Anlage. "Weil Apfelbäume in Hausgärten immer weniger werden, wollen wir mit unserer mobilen Presse deutlich machen, wie nützlich der Anbau eigener Obstbäume und letztendlich schmackhaft das Ergebnis ist. Dabei zeigen wir den Kindern auch den Weg des Obstes auf, bei dem am Schluss, im wahrsten Sinn des Wortes, etwas Schönes herauskommt." Die moderne Obstpresse produziert aus 100 Kilogramm Äpfeln 60 Liter Saft, der auf 80 Grad erhitzt und dann in handliche Packungen gefüllt wird. "Die Eltern können schon heute frischen Saft kaufen. Der Erlös von heute und zu anderen Gelegenheiten kommt dem Förderverein zugute", sagte Elke Christ, die Vorsitzende des Fördervereins.

Eltern, wie Anja Helbig aus Dewitz und auch die Pönitzer Kita-Leiterin, Anja Grundmann, hatten Äpfel aus eigener Ernte mitgebracht und nahmen gleich ein paar Fünf-Liter-Packs mit nach Hause. "Das Geld kommt unseren Kindern zugute und der Saft schmeckt uns allen", waren sie sich einig. Die Hortkinder waren eifrig bei der Sache, lasen die Obstkisten aus, beförderten die Äpfel in die Obstpresse, stempelten die Behälter und stapelten die gefüllten Verpackungen auf. Den Apfelsaft auch mal kosten, gehörte natürlich mit dazu.

Das war aber nicht die einzig mögliche Beschäftigung zum Erntedankfest. Das Team um Hortleiterin Kerstin Fritsche hatte etliche Stationen im Gelände aufgebaut, die alle etwas mit Ernte und Landwirtschaft zu tun hatten. Das lustige Kühemelken machte dabei genau soviel Spaß, wie das Äpfelangeln oder Ponyreiten auf der Festwiese. Mit der turnusmäßig abgewählten sächsischen Erntekönigin 2012 bis 2014, Tina Kissmann, half sogar hoher Besuch beim Herbstbasteln. "Ich bin in meiner Amtszeit oft in Schulen gewesen", sagte die aus Zschepplin stammende Ex-"Monarchin" und zeigte den Kindern, wie man Getreidebilder macht. Reinhard Rädler

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.10.2014
Reinhard Rädler

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