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Tauchaer Gymnasiasten stellen „gewürfelte Kunst“ im Rittergutsschloss aus

Zehntklässler kreativ Tauchaer Gymnasiasten stellen „gewürfelte Kunst“ im Rittergutsschloss aus

Eine recht ungewöhnliche Methode, Bilder anzufertigen, lernten Tauchaer Gymnasiasten bei einem Künstler in der Leipziger Baumwollspinnerei kennen. Die dabei entstandenen Arbeiten der Zehntklässler sind jetzt im Tauchaer Rittergutsschloss zu sehen.

Mit musikalischer Umrahmung wird im Schloss eine neue Ausstellung eröffnet.

Quelle: Olaf Barth

Taucha. Unter dem Titel „Mit System“ öffnete am Donnerstagabend in der Galerie des Tauchaer Rittergutsschlosses eine neue Ausstellung mit Arbeiten von Tauchaer Gymnasiasten. Nach den Fotos in den letzten zwei Jahren zeigen die jetzigen Zehntklässler etwas ganz Spezielles aus dem Kunstunterricht.

Auf den eingerahmten und aufgehangenen oder in Vitrinen ausgestellten Zeichenblättern befinden sich mal bunt, mal weniger farbenfroh die unterschiedlichsten Linienführungen und dabei entstandenen Muster: Karos, Kreise, Wellen oder ein Mix aus allem. Das Besondere daran ist, dass diese ungegenständlichen Zeichnungen systematisch nach dem Zufallsprinzip entstanden. Denn im Rahmen eines Workshops in der „HALLE 14“ des Leipziger Künstler-Mekkas Baumwollspinnerei hatte sich der Künstler Bastian Muhr für die über 100 Tauchaer Schüler ein System mit zwei Würfeln ausgedacht.

Andere Kunsterfahrung

Zu jeder bei einem Wurf entstehenden Zahlenkombination entwickelte er eine Definition, in welcher Richtung und Form die Schüler den nächsten Strich zu ziehen hatten. So blieben bestimmte künstlerische Entscheidungen dem Würfel überlassen, zum Beispiel, wie groß- oder kleinteilig die Motive werden. Das Ausmalen der Muster blieb dann aber den Schülern überlassen.

„Es war sehr spannend zu sehen, was am Ende nach dem Würfeln herauskommt, und es hat viel Spaß gemacht. Diese Methode war mal eine ganz andere Kunsterfahrung“, sagte Zehntklässlerin Charlotte Matthias. Wie sie, waren viele Schüler zur Eröffnung gekommen und standen den Besuchern Rede und Antwort. Auch die drei Lehrer Christine Pathak, Roswitha Riemann und Hendrik Peltzer von der Fachkonferenz Kunst erklärten gern das Projekt und wurden dabei von Ina Nitzsche unterstützt. Die 34-jährige Kunstvermittlerin aus der Baumwollspinnerei betonte, dass es sich um ein längerfristiges Projekte handelte und die Schüler in der Baumwollspinnerei arbeiten konnten. Dort seien sie vom Künstler wie auch von der Atmosphäre in der großen Halle beeindruckt gewesen.

Kunstlehrer auf Meinungen zur Würfel-Methode gespannt

Beeindruckt, aber auch etwas ratlos zeigte sich Physik-Lehrer Steffen Müller: „Das Gegenständliche im Abstrakten zu erkennen, ist nicht gerade meine Stärke. Obwohl das in der Mathematik-Methodik ein Vorteil ist, wenn man es kann.“ Müller war wie andere Kollegen aus naturwissenschaftlichen Fächern der aufgrund des „Würfel-Systems“ besonders auch an sie gerichteten Einladung der Kunstlehrer gefolgt. Denn diese waren gespannt auf die Meinungen zum „Würfel-System“.

Die im Workshop entstandenen Ergebnisse werden bis zum 17. Juni ausgestellt.

Von Olaf Barth

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