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Taucha Tauchaer Kartoffelfest mit Stelzenmann und Bänkelsänger
Region Taucha Tauchaer Kartoffelfest mit Stelzenmann und Bänkelsänger
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13:49 19.05.2015
Kartoffelmann Carsten Ulbricht (links) und Bänkelsänger Wernher von Lichtenstein an einer historischen Kartoffelsortiermaschine. Quelle: Reinhard Rädler

In der 15. Auflage des bunten Herbsttreibens hatten die Stadtverwaltung, die beteiligten Vereine und die Gewerbetreibenden wieder ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt. Nach der Begrüßungsrede von Tauchas Bürgermeister Holger Schirmbeck (SPD) eröffnete mit Tauchas Swing-Legende Harry Künzel ein musikalischer Stammgast das Marktgeschehen. Als "Mister Swing" das Fehlen eines Tauchaer Kartoffelliedes beklagte - er hätte es sonst gerne gespielt - meinte der Bürgermeister, dass es bestimmt Tauchaer Komponisten und Textdichter gebe, die ein solches Werk kreieren könnten.

Neben dem herkömmlichen Imbiss- und Getränkeangebot gab es natürlich auch herbstliche Gaumenfreuden, wie den hochprozentigen "Kartoffelgobb" sowie leckere Kartoffelpuffer vom Heimatverein oder Federweißer, den Lutz Ritter aus der Meißner Weinregion mitgebracht hatte. Schnellzeichner Jo Herz bemalte dazu die Trinkbecher mit dem Konterfei des Käufers. Der Naturschutzbund (Nabu) bot frisch gepressten Apfelsaft an. "Vorgestern auf der Streuobstwiese am Rittergutsschloss geschüttelt, gestern gepresst und heute beim Kartoffelfest zum Kosten und Mitnehmen - frischer geht's nicht", warb der Chef der Nabu-Regionalgruppe Partheland, Heiko Thonig, für den gesunden Vitamintrunk. Neben schmackhaftem Kartoffelkuchen bot das nebenan am Markt gelegene Kaffeehaus Kraus auf seinem Stand sogar Stollen an. Aber in Supermärkten lägen die ja schon viel eher in den Regalen.

Stelzenmann Gerd Voigt formte in luftiger Höhe aus Luftballons lustige Tierfiguren und an den Tischen von Annett Küas waren Kinder eifrig mit herbstlichen Mal- und Bastelarbeiten beschäftigt, während die Knirpse der Dewitzer Kita "Koboldkiste" auf der Bühne ein kleines Programm boten.

"Ich bin mit meiner Trockenfloristik schon das sechste oder siebente Mal in Taucha. Ich komme gerne hierher", sagte Danuta Payonk aus Bad Düben. Das erste Mal war dagegen der Bänkelsänger Wernher von Lichtenstein in der Parthestadt. Mit "frechen Lieder und losen Versen zur leisen Laute", so das Credo des aus der Lutherstadt Eisleben angereisten Musikanten, bot er ein Programm mit kurzweiliger Unterhaltung.

Während die Marktbesucher die nostalgische "Federkraft-Kartoffelsortiermaschine" aus dem Tauchaer Museum bestaunten und auch mal per Hand betrieben, konnten sie auch beim traditionellen Kartoffelschätzen ihr Glück versuchen. "Wie viele Kartoffeln stecken in dem 25-Kilo-Sack?", fragte Tauchas Pressesprecher Nico Graubmann. Die Angaben der 80 Teilnehmer schwankten zwischen 568 und 112, tatsächlich waren es 310 Knollen. Sven Packbauer, ahnte schon beim ersten Schätzen, dass Silvia Andres aus Taucha mit 563 weit daneben liegt. "Das sind nie 500 Stück oder mehr", war sich der Leipziger sicher. Er legte sich auf 300 fest und kam damit der richtigen Anzahl am Nächsten, genau hatte es keiner getroffen. Gemeinsam mit fünf Besuchern, die 300 Stück geschätzt hatten, konnte er sich über einen Büchergutschein der "Tauchaer Leselaune" freuen.

Auch Leonie Piekara (8), Moeena Bergmann (4), Christin Schubert (10), Karolin Gain (4) und Quentin Mahr, die am Malwettbewerb teilgenommen hatten, konnten sich darüber freuen. Ihre Arbeiten werden darüber hinaus im nächsten Stadtanzeiger veröffentlicht.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.09.2014
Reinhard Rädler

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