Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Taucha Tauchaer Katholiken setzen auf Glauben in den Familien
Region Taucha Tauchaer Katholiken setzen auf Glauben in den Familien
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:20 23.03.2017
Bischof Heinrich Timmerevers (links) mit Gemeindemitgliedern im Gespräch. Quelle: Foto: Ingrid Leps
Anzeige
Taucha

„Eine lebendige, schöne Gemeinde mit Nachwuchs“, zeigte sich Bischof Heinrich Timmerevers bei seinem Besuch in Taucha beeindruckt. Und ergänzte: „Junge Familien mit Kindern setzen ein Zeichen von Hoffnung und Zukunft. Ich wünsche der Stadt viele Familien, die den Glauben als etwas Kostbares entdeckt haben.“ Timmerevers, vor fast einem Jahr von Papst Franziskus als neuer Bischof der Diözese Dresden-Meißen ernannt, stattete der Verantwortungsgemeinschaft Ost unlängst einen Besuch ab. Der 64-Jährige machte sich dabei mit ihren vier Pfarreien Engelsdorf, Schönefeld, Reudnitz und Taucha vertraut, die bis 2020, so der Wille des Bischofs, zu einer Gemeinde fusioniert werden sollen.

Die Tauchaer Kirche in der Sommerfelder Straße erscheint von außen, wenn man vom Kreuz auf der Fassade absieht, kaum wie ein Gotteshaus. Auch für Pfarrer Wolfgang Ruhnau und seine Mitstreiter markierte der Arbeitsbesuch im Zuge des Erkundungsprozesses zur geplanten Strukturreform einen großen Tag. Der letzte Besuch eines hohen Würdenträgers liegt bereits vier Jahre zurück.

Die Tauchaer Pfarrei mit ihren 600 Mitgliedern hat als einzige in Leipzig den Neokatechumenalen Weg eingeschlagen, ein Angebot zur Wiederentdeckung der Taufe. „Wir sind offen für alle Christen, wenden uns aber speziell an Menschen, die vielleicht noch getauft, dann aber vom Glauben abgekommen sind“, erläutert Gemeindereferent Andreas Cerny. In drei kleinen Gemeinschaften suchen derzeit 54 Erwachsene mit 29 Kindern in kleinen Schritten ihren Weg zu Gott. Sie treffen sich einmal in der Woche zu einer Wortfeier und samstags zur Eucharistie, zur Danksagung an Jesus Christus. Kritiker fürchten, dass diese Erneuerungsbewegung mit eigenen Gottesdiensten und Liturgien die Gemeinde spalten könnte. Cerny sieht das gelassen: Das sei eine Herausforderung mit Ecken und Kanten, die in St. Anna funktioniere. In kleineren Gruppen werde Anonymität vollständig aufgehoben, man rede und tausche sich erheblich intensiver über persönliche Erfahrungen mit Gott und auf dem Weg zum Glauben aus. Das sei das ganze Geheimnis. Die Kinder entdeckten für sich selbst: Gott existiert. Es ereigne sich tatsächlich das Wunder, dass ein Großteil der Jungen und Mädchen den Glauben übernehme. Es habe sich in der Gemeinde herausgestellt, dass diese Erfahrungen sehr stark und nachhaltig sein können. Ehen sind gerettet worden, so Cerny. Viele Jugendliche hätten in der Kirche wieder eine geistige Heimat gefunden. Der auch von Bischof Timmerevers mit Wohlwollen registrierte Kinderreichtum der Familien auf dem Wege der Glaubenserneuerung sei zudem gerade heutzutage ein lebendiges Zeichen.

Ganz auf Nachwuchs eingestellt ist die Gemeinde in der Tat: In der Kirche, die Cerny gern „das Wohnzimmer Gottes“ nennt, finden sich Kindersitze und Bilderbücher. Aber auch ein Wickeltisch ist nicht weit. Von den 80 Stühlen bleib am Freitagnachmittag keiner frei. Junge Eltern hatten mehr als 40 Kinder mitgebracht, um den neuen Bischof persönlich kennenzulernen.

Von Ingrid Leps

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Taucha Vorsitzender René Werner hört 2018 auf - Tauchas Heimatverein ist seit 20 Jahren aktiv

Seit 20 Jahren bereichert der Heimatverein die Tauchaer Vereinslandschaft. Ab nächstem Jahr aber wird ein neuer Vorsitzender gesucht. Denn der Vereinsvorsitzende René Werner hört auf und informierte darüber unlängst in der Mitgliederversammlung.

23.03.2017

Bisher gab es im Geschwister-Scholl-Gymnasium in Taucha ein Mal im Jahr eine musikalische Kunstauktion, bei der Bilder, Grafiken, Fotografien oder Skulpturen von Schülern versteigert wurden. „Wir wollten aber mal etwas Neues ausprobieren und in diesem Jahr erstmalig die Kunstwerke verlosen“, informierte Kunstlehrerin Roswitha Riemann.

20.03.2017

Eine Schülerin und fünf Schüler des Tauchaer Geschwister-Scholl-Gymnasiums belegten beim Regionalausscheid von „Jugend forscht“ fordere Plätze. Zwei erste, zwei zweite und zwei dritte Preise vergab die Jury für die originellen Ideen an die Schüler.

18.03.2017
Anzeige