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Tauchaer Kinobetreiber investiert in Technik: "An 3D führt kein Weg mehr vorbei"

Tauchaer Kinobetreiber investiert in Technik: "An 3D führt kein Weg mehr vorbei"

Die Technik ist startklar, nächste Woche wird eine neue Leinwand gehangen. Danach folgen einige Tests, bevor ab 30. Juni zum ersten Mal auch im Tauchaer Kino ein Film in 3D gezeigt wird.

Taucha. Eine sehr teure Investition, die sich für den Betreiber „hoffentlich lohnt“.

Als Daniel Grahl 1996 die CT-Lichtspiele übernahm, herrschte in dem Kino tiefster DDR-Standard. „Es gab nur einen Saal, der Sound war in Mono, die Wände waren nicht bespannt. Kurz gesagt: Das war kein Kino, in das man gern ging“, erinnert sich der 38-Jährige. Also packte er an: Aus einem wurden zwei Säle und für bessere Akustik sorgte fortan Dolby Digital 5.1. Jetzt steht Grahl vor der teuersten und gleichzeitig wichtigsten Investition. „Wenn man heute in diesem Geschäft erfolgreich sein will, führt an 3D kein Weg mehr vorbei, das zieht einfach mehr Leute“, sagt er und ergänzt: „In unserem Kino laufen viele Filme zum Bundesstart, auch solche, die woanders in 3D gezeigt werden. Und wenn der Besucher die Möglichkeit hat, diese Version zu sehen, kommt er natürlich nicht zu uns“, erklärt Grahl.

Das soll sich nun ändern. Der nötige Projektor ist bereits installiert. Was noch fehlt, ist eine Spezialleinwand. „Die 3D-Technologie arbeitet mit polarisiertem Licht, das von einer mit Metall beschichteten Leinwand reflektiert wird. Dadurch entsteht dann mit Hilfe der Brille der typische Effekt“, beschreibt Grahl. In der nächsten Woche soll die Leinwand durch eine Firma geliefert werden, um die Aufhängung kümmern sich der Unternehmer und einige Helfer selbst, um Kosten zu sparen. Die Kosten sind auch Grahls größtes Problem. Die neue Technik lässt er sich einiges kosten, wie viel genau, verrät er nicht. „Das ist alles finanziert, in der Hoffnung, dass wir Erfolg damit haben“, meint der Kinoinhaber.

Auf eines müssen sich die Besucher einer 3D-Vorstellung darum einstellen: höhere Kartenpreise. Pro Film werden drei Euro Aufschlag plus ein Euro für die Brille fällig. Normale Mehrkosten, die mit anderen Kinos vergleichbar sind, zumal pro Kinokarte etwa 50 Prozent an den Filmverleih abzugeben sind. „Wie jeder Betreiber auch müssen wir die Technik bezahlen, das funktioniert nur über diesen Weg“, sagt Grahl. Dafür werde man mit gestochen scharfem, wackelfreiem Bild und einem ebenso glasklaren Ton belohnt.

Der offizielle Start für das dreidimensionale Zeitalter in Taucha soll am 30. Juni mit „Für immer Shrek“ erfolgen. Vorher soll, quasi als Einstimmung und direkter Vergleich, ein anderer Film gezeigt werden, der bislang nur in herkömmlicher 2D-Technik lief.

@ www.kino-taucha.de

Daniel Große

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