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Tauchaer Kirchendach muss saniert werden

Kirchgemeinde bittet um Spenden Tauchaer Kirchendach muss saniert werden

Tauchas St. Moritz-Kirche hat Risse im Mauerwerk. Untersuchungen von Bauexperten ergaben, dass der hölzerne Ringanker dem Druck, der auf ihn einwirkt, nicht mehr lange gewachsen ist. Für die notwendige Sanierung bittet die Kirchgemeinde nun um Spenden.

Anhand der Bauzeichnung erklärt Gemeindepfarrer Gottfried Edelmann die „Problemzonen“ Dachkonstruktion.

Quelle: Reinhard Rädler

Taucha. Die Tauchaer St. Moritz-Kirche hat ein Problem: Es knistert mächtig in ihrem Gebälk. Risse im Mauerwerk des im Jahre 1774 eingeweihten Gotteshauses zeigen an, dass es einen Grund haben muss, dass das Mauerwerk in Bewegung ist. Über den Fenstern rechts und links des Altars und an anderen Stellen im 17 mal 33 Meter großen Kirchenschiff ist das deutlich zu sehen.

Untersuchungen von Bauexperten zur Ursache haben letztendlich ergeben, dass der hölzerne Ringanker, der auf den Außenmauern aufliegt und auf dem die gesamte Dachkonstruktion ruht, der immensen Last und dem damit zusammenhängenden Druck, der auf ihn einwirkt, nicht mehr lange gewachsen ist. Auf dem Dachboden über dem Kirchenschiff war zu erkennen, dass einige Stützbalken der Dachkonstruktion nur noch wenig Auflage auf den Ringanker hatten. Über den Zustand der Holzbalken selbst liegen noch keine umfassenden Erkenntnisse vor.

Das Ergebnis ließ nur den einen Schluss zu: „Hier muss etwas getan werden, und es ist dazu höchste Eile geboten.“ Das sagte am Sonnabend Gemeindepfarrer Gottfried Edelmann einigen Mitglieder der Kirchgemeinde, die seiner Einladung zu einer Besichtigung der Schäden in der Kirche gefolgt waren. Sie erfuhren dabei, dass nach den vorliegenden Berechnungen für eine Sanierung der Dachkonstruktion und der damit auch notwendig werdenden Neueindeckung der riesigen Dachfläche Mittel in Höhe von 482 000 Euro erforderlich werden, von denen der Großteil von der Landeskirche gefördert wird. Eine Zusage liege vor. Die Kirchgemeinde müsse davon allerdings einen Eigenanteil in Höhe von 45 000 Euro selbst aufbringen. Das war auch der Anlass für die Einladung zu einer Benefiz-Auftaktveranstaltung. „Wir bekommen diese Summe natürlich nicht ohne Weiteres zusammen“, erklärte der Pfarrer. „Wir sind auf Spenden angewiesen und wollen bei einem gemeinsamen Essen, das die Teilnehmer selbst bezahlen, erst einmal unsere Gemeindemitglieder für dieses Thema sensibilisieren. Nach Abzug der Unkosten soll der Überschuss der erste Grundstock für unsere Spendenkasse werden“, so der Geistliche. Man müsse aber jetzt schnellstens mit geeigneten Aktionen in die Öffentlichkeit gehen und um Spendenbereitschaft bitten (Kontakt: Ev.-Luth. Pfarramt, Kirchstr. 3 Telefon: 034298 68848).

Von Reinhard Rädler

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