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Taucha Tauchaer Kirchgemeinde hilft Mädchenheim in Indien
Region Taucha Tauchaer Kirchgemeinde hilft Mädchenheim in Indien
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14:15 19.05.2015
Aufmerksam lauschen die indischen Mädchen der Leipziger Abiturientin Fabiola Böhm, die im Rahmen eines Hilfsprojektes in dem Heim Englisch-Unterricht gibt. Quelle: privat

Als sie unlängst von dieser Reise in Taucha berichteten, warben sie zugleich für Spenden zugunsten dieses Projektes.

Als bei den Schülerinnen schon in der 10. Klasse der Entschluss für diese Reise gereift war, ahnten sie wohl noch nicht, dass dieser Einsatz im August 2011 so viele nachhaltige Eindrücke hinterlassen wird. Noch heute sind sie, trotz der Entfernung von etwa 10 500 Kilometern und dem zeitlichen Abstand von fast drei Jahren, dem Mädchenheim "Wyckoff Girls Home" in Muttathur in Südindien immer noch sehr nah. "Die Eindrücke haben uns stark geprägt. Wir mussten erleben, welch niedrige Rolle Mädchen und Frauen dort spielen und wie wenig die indische Gesellschaft dagegen tut", sagte die Tauchaerin. So erfuhren sie vor Ort, dass Mädchen in Indien meist schlechter gestellt sind als Jungen, sodass sie für die Familien eine große Last darstellen und von ihnen oft verachtet und verstoßen werden. Die letzte Chance sind dann solche Heime, wie das in Muttathur, wo ihnen wenigstens der Weg zur Eigenständigkeit geebnet werden soll. "Es gibt zwar Organisationen, die das unterstützen, aber die sind selbst in finanziellen Nöten, so dass Spendengelder nicht dort ankommen, wo sie gebraucht werden. Die Leiterin des Heimes hat sich finanziell hoch verschuldet, um den Aufenthalt und die Betreuung der 46 Mädchen einigermaßen abzusichern", schilderte die Leipzigerin die Zustände.

Nach ihrer Rückkehr in die Heimat hätten sich die beiden jungen Frauen sofort um unmittelbare Hilfe bemüht. In der evangelischen Kirchgemeinde Taucha suchten und fanden sie dabei Unterstützung. Eines der ersten Spendenprojekte konnte aus Erlösen nach der Aufführung eines Kindermusicals der Grundschule Am Park und von Sachspenden von Möbel Kraft finanziert werden. Mittlerweile gingen weitere Pakete mit Schulwaren und Haushaltsartikeln auf die Reise. Auch der Versand von Schulrucksäcken wurde organisiert. Zu Weihnachten füllten die Kinder der Kirchgemeinde Schuhkartons mit Geschenken und schickten sie in das ferne Land. Es war das erste Mal, dass die Mädchen im Heim zu Weihnachten ein Geschenk bekamen. Eine große Welle der Dankbarkeit erreichte die Organisatoren in Taucha in liebevoll gestalteten Briefen.

Im August dieses Jahres wollen Dorothea Klauer und Fabiola Böhm noch einmal für zwei Wochen nach Indien fliegen. Die beiden Studentinnen, die sich neben ihrer Ausbildung immer noch unermüdlich für das Hilfsprojekt einsetzen, werden diesmal vom Tauchaer Alexander Kreß begleitet. Der 26-Jährige ist Musikstudent und Cellist an der Oper Gießen. Trotzdem findet auch er noch Zeit und engagiert sich in der Kirchgemeinde bei den Spendenaktionen. In Muttathur wollen sie dann einen Brunnen bauen, Reparaturen am Haus vornehmen und einen Gemüsegarten anlegen.

Inzwischen haben sie erfahren, dass ein Mädchen schwer erkrankt ist, die Finanzierung der Medikamente aber große Probleme bereitet. "Deshalb, und auch dafür, dass den Mädchen ein lebenswertes Dasein bereitet und ihnen Mut für die Zukunft gemacht wird, bitten wir weiter um Spenden. Durch den direkten Kontakt werden sie auch unmittelbar im Mädchenheim ankommen", versprechen die beiden Helferinnen.

iSpenden bitte auf das Konto der Kirchgemeinde Taucha; Sparkasse Leipzig (BLZ 86055592) Kontonummer: 1178900157 Iban: DE77 8605 5592 1178 9001 57, Verwendungszweck: "Kinderheim Indien"

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 31.03.2014
Reinhard Rädler

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