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Tauchaer Konsum-Filiale schließt Ende des Monats

Nach 18 Jahren Tauchaer Konsum-Filiale schließt Ende des Monats

Die Gänge in der Konsum-Filiale in Taucha wurden immer breiter. Immer größere Flächen inmitten der Verkaufsfläche blieben leer, an der Kasse gab es kaum Schlangen. Irgendwann war es zu erwarten, nun ist es Gewissheit: Ab 1. Oktober bleibt die Einkaufsstätte, 18 Jahre und drei Monate nach ihrer Eröffnung, für immer geschlossen.

1998 bezog der Konsum an der Klebendorfer Straße 1 seine Filiale. Am 30. September wird der Standort Taucha nun geschlossen.

Quelle: Reinhard Rädler

Taucha. Die Gänge in der Konsum-Filiale in der Klebendorfer Straße 1 in Taucha wurden immer breiter. Immer größere Flächen inmitten der Verkaufsfläche blieben leer, an der Kasse gab es kaum Schlangen. Irgendwann war es zu erwarten, nun ist es Gewissheit: Ab 1. Oktober bleibt die Einkaufsstätte, 18 Jahre und drei Monate nach ihrer Eröffnung, für immer geschlossen. „Wir müssen unser Filialnetz von Zeit zu Zeit auf seine Wirtschaftlichkeit hin überprüfen und bei stark defizitären Filialen leider auch Schließungen in Betracht ziehen. Selbst nach einer Modernisierung erwarten wir nicht die notwendigen Umsätze für einen nachhaltig wirtschaftlichen Betrieb der Filiale“, informierte Matthias Benz, Abteilungsleiter Marketingkommunikation der Konsumgenossenschaft Leipzig eG, auf LVZ-Anfrage. Das gleiche Schicksal erlitt auch die Filiale im benachbarten Panitzsch, die schon am 1. Juli geschlossen wurde.

„In der Tauchaer Filiale sind neun Mitarbeiterinnen beschäftigt. Diese werden in neuen oder umliegenden Märkten weiterbeschäftigt. Es werden keine betriebsbedingten Kündigungen erfolgen“, erklärte Benz weiter. Ob es jemals in Taucha wieder eine Konsum-Filiale geben wird, ließ er offen. Man sei ständig auf der Suche nach attraktiven Standorten. Wenn ein interessantes Objekt verfügbar sei, wäre auch eine Rückkehr nach Taucha denkbar. Der Konsum war Mieter der Fläche, wie es damit weitergeht, konnte Benz nicht sagen.

Auch das Edeka-Tochterunternehmen „Schäfers Brot- und Kuchenspezialitäten“ wird seine Verkaufstheke und die kleine Café-Ecke schließen. „Vielleicht überlegt sich deren Geschäftsführung die Weiterführung des Backshops und des Cafés. Mittels Trockenbau wäre ein separater Zugang und eine Abtrennung zur leerstehenden Fläche durchaus möglich“, hofft Ralf Broschinski, der mit seiner Frau den gegenüberliegenden Schlüsseldienst und Service-Punkt betreibt, auf weitere Belebung in der unmittelbaren Nachbarschaft. „Natürlich ist es nicht schön, wenn man in leere Fensterscheiben blicken muss“, so der Dienstleistungsexperte, „aber durch unsere Stammkunden und die der benachbarten Geschäfte wird es weiterhin Bewegung in dem kleinen Geschäftszentrum an der Klebendorfer geben“, ist sich Broschinski sicher. Es werde weiter Kundschaft kommen, schließlich gebe es hier auch noch einen Blumenladen, ein Reisebüro, eine Apotheke, ein Fitnesscenter, ein griechisches Restaurant, eine Versicherungsagentur, eine Physiotherapie und einen Friseur sowie Gewerbetreibende. Man überlege schon, ob die hier ansässigen Geschäfte nicht mal ein kleines Fest veranstalten sollten, um ihren Kunden und allen anderen zu zeigen: „Wir sind immer noch da“.

Von Reinhard Rädler

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