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Tauchaer Ratskeller-Speisen bald aus "Cucina italiana"

Tauchaer Ratskeller-Speisen bald aus "Cucina italiana"

Der Dornröschenschlaf des Ratskellers in Taucha wird in absehbarer Zeit beendet sein. Der Name des traditionsreichen Restaurants wird dann den Zusatz "Romeo und Giulia" tragen, was darauf schließen lässt, dass hier demnächst italienisch gekocht werden wird.

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Ignazio Corica und Yuliya Helbig wollen im Tauchaer Ratskeller italienische Küche anbieten.

Quelle: Reinhard Rädler

Taucha. Mitte September schloss Geschäftsführerin Yuliya Helbig, die Lebensgefährtin von Ignazio Corica, dem künftigen Chef der "Cucina italiana" des Ratskellers, einen entsprechenden Mietvertrag mit der Tauchaer Immobilien- und Verwertungsgesellschaft (IBV).

Yuliya Helbig wurde im ukrainischen Krementschuk geboren und kam 2002 nach Deutschland. Hier studierte sie an der Universität Leipzig Slawistik. Die 39-Jährige kam durch Nebenjobs Leipziger Kneipen zur Gastronomie und wird sich nun hauptsächlich um den geschäftlichen Teil des Restaurantbetriebes kümmern. Sie will aber auch im Service mit anpacken, wenn es erforderlich ist. Ihr Partner ist Sizilianer und wurde in Adrano am Fuße des Ätna geboren, kam mit acht Monaten nach Deutschland und wuchs in Hannover auf. Der 45-Jährige hat als Koch, Kellner oder Pizza-Bäcker in solch bekannten italienischen Gourmet-Tempeln Leipzigs, wie "Da vito", "La Grotta" oder "Mascarpone", gearbeitet.

"Wir waren auf der Suche nach einem passenden Objekt für uns, waren auch schon einmal in Taucha, haben vor dem Ratskeller gestanden und gesagt: 'Das wäre auch etwas für uns.' Taucha haben wir sofort als eine kleine, gepflegte Stadt empfunden", erzählten die beiden künftigen Betreiber. Kurze Zeit später hätten sie im Internet entdeckt, dass der Ratskeller ausgeschrieben war. Die Bewerbung folgte auf dem Fuße.

"Wir wollen eine traditionelle italienische Küche anbieten. Gekocht wird nach Rezepten von Mama, also typische italienische Hausmannskost. Da werden Sie 'Spaghetti Bolgnese' oder 'Carponara' vergeblich auf der Speisekarte suchen", beschrieb Koch Corica sein Konzept. "Ossobuco", ein typisch italienisches Ragout aus der Beinscheibe des Rindes, sei da schon eher zu finden. Wer lieber ein Schnitzel wolle, sollte es mit einem "Picata Milanese", einem Kalbschnitzel, paniert mit Semmelbröseln und Parmesan, probieren. "Das ist die Ur-Variante des Wiener Schnitzels", wusste Corica. Als "Speerspitze" seiner Küche, bezeichnete er seine Pizza, "natürlich handgemacht". Der Käse und Schinken dafür kämen exklusiv aus Italien, wie auch die Weine auf der Karte. "Auch Fischliebhaber werden hier ihre Gaumenfreuden erleben", versprach er. Die Gerichte à la carte will er im mittleren Preissegment "um die zehn Euro" anbieten. "Eine Mittagskarte wird deutlich darunter liegen", wusste er jetzt schon.

Doch bis es so weit sein wird, ist noch viel zu tun: Der Gastraum mit seinen 90 bis 100 Plätzen soll eine "Keller-Optik" bekommen, auch ein neuer Fußbodenbelag soll rein. Die Renovierung will er selbst organisieren. Das Ratsherrenzimmer mit seinen 40 Plätzen bleibt als Gesellschaftsraum im bekannten Ambiente erhalten.

IBV-Chef Achim Teichmann hat derweil noch große Probleme, die erforderliche Sanierungsarbeiten im Klima- und Elektrobereich in den Griff zu kriegen. "Viele Handwerker sind im Moment durch Aufträge zur Beseitigung der Flutschäden in Sachsen gebunden und damit fast ausgebucht", schilderte er seine Sorgen um den Endtermin, denn spätestens zum Weihnachtsgeschäft hoffen Yuliya Helbig und Ignazio Corica, ihre Gäste bewirten zu können. Vielleicht gibt es dann "Stockfisch mit Kartoffeln und Gemüse", das traditionelle Weihnachtsgericht in Italien.

 

 

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.10.2013

Reinhard Rädler

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