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Tauchaer Schüler räumen sechs Preise ab

„Jugend forscht“ Tauchaer Schüler räumen sechs Preise ab

Eine Schülerin und fünf Schüler des Tauchaer Geschwister-Scholl-Gymnasiums belegten beim Regionalausscheid von „Jugend forscht“ fordere Plätze. Zwei erste, zwei zweite und zwei dritte Preise vergab die Jury für die originellen Ideen an die Schüler.

So sehen Sieger aus: Luis Kabitzsch, Xenia Lauer, Florian Horn, Otto Gurtler (hinten von links) sowie Martin Wille (vorn) mit seinem „PicoBello“.

Quelle: Reinhard Rädler

Taucha. Sechs Teilnehmer – sechs Preisträger. Besser konnte es bei der diesjährigen Auflage des Wettbewerbes „Jugend forscht“ für die Teilnehmer aus dem Geschwister-Scholl-Gymnasium in Taucha nicht laufen. Die Jury im Neuen Augusteum der Leipziger Uni auf dem Campus am Augustusplatz prämierte am Donnerstag die Projekte der Parthestädter mit jeweils zwei ersten, zweiten und dritten Plätzen beim Regionalausscheid für Leipzig und Nordwestsachsen. Luis Kabitzsch gewann in der Kategorie Technik und in Physik war Lukas Müller erfolgreich. Beide werden nun beim sächsischen Landesfinale antreten, das vom
6. bis 8. April im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden stattfindet. Insgesamt hatten 57 Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen acht und 21 Jahren am Regionalausscheid teilgenommen.

Luis Kabitzsch vom Leistungskurs Physik in der Abiturstufe am Tauchaer Gymnasium überzeugte die Jury mit einer experimentellen Erfassung eines gebremsten Falls einer Kugel. „Die Herausforderung dabei war, dass die Messreihe mit einfachen Mitteln, nämlich mit Hilfe eines Schultaschenrechners entstanden ist. Gemeinsam mit meinem Opa habe ich drei Wochen daran getüftelt“, so der 17-Jährige. Auch die „Modellsimulation des Tröpfchenmodells der Kernphysik“ von Lukas Müller aus dem gleichen Leistungskurs wie Kabitzsch würdigte die Jury mit dem 1. Preis.

Otto Gurtler vom Leistungskurs Mathe schaffte es mit einer Fernsteuerung für Modelleisenbahnen, mit der man mit einer umprogrammierten TV-Fernbedienung Weichen schalten, Streckenabschnitte freigeben und Lokomotiven führen kann, auf einen zweiten Platz in der Kategorie Technik.

Ebenfalls einen zweiten Platz in dieser Kategorie erreichte der zwölfjährige Martin Wille mit seinem Exponat „PicoBello – Die Haushaltshilfe“. Die Idee sei ihm gekommen, als er mit einer Bürste mühsam Heizkörper reinigte. Er entwickelte dazu einen Aufsatz auf einen Staubsauger, womit mittels der Ansaugluft ein Turborad angetrieben wird, das wiederum eine dünne Bürste in eine Drehbewegung versetzt, die den Staub löst, der dann gleichzeitig aufgesaugt wird. Die Jury fand die Lösung so originell, dass er als Zweiplatzierter am Landeswettbewerb teilnehmen darf. „Dadurch fühle ich mich bestätigt“, sagte der Sechstklässler selbstbewusst.

Auch der dritte Technik-Preis für Florian Horn aus der 9a ist im Haushaltsbereich angesiedelt: Da ihn und seine Familie ein überkochender Wassertopf nervte, weil dann wieder Ceranfeld putzen angesagt war, baute er einen speziellen „Überkochschutz mit Warnmelder“ in einen Kochtopf ein. Kurz vor dem Siedepunkt des Wassers ertönt ein Warnsignal und signalisiert so, dass es an der Zeit ist, die Zutaten in den Topf zu geben oder die Kochplatte auszuschalten.

Für ihren 3. Preis in der Kategorie Arbeitswelt hatte die Fünftklässlerin Xenia Lauer untersucht und herausgefunden, dass in ausgedienten Mobiltelefonen sehr viele wertvolle Rohstoffe enthalten sind. Die seien zu schade zum Wegwerfen, fand sie und startete mit dem Projekt „Cash for Trash“ einen Aufruf, nicht mehr gebrauchte mobile Fernsprecher abzugeben. „Da sind 266 alte Handys zusammengekommen, die nun nutzvoll verwertet werden können“, berichtete die Schülerin stolz.

Von Reinhard Rädler

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