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Tauchaer Skulpturenpark eröffnet

Bildhauersymposium hinterlässt Kunstwerke Tauchaer Skulpturenpark eröffnet

Der kleine Park an Tauchas Straßenbahnendstelle ist nicht nur eine kleine, gut gepflegte grüne Oase neben der B 87, sondern jetzt auch ein Ort der Kunst. Denn seit Freitag stehen hier die Werke von vier Bildhauern.

Die Bildhauer Thomas Junghans, Alla Krasnitski, Rainer Jacob und Jury Platon (von links) präentieren ihre Skulpturen an der Straßenbahnendstelle im Park an der Bürgerruhe.

Quelle: Reinhard Rädler

Taucha. Im kleinen Park „An der Bürgerruhe“ an Tauchas Straßenbahnendstelle der Linie 3 wurden am Freitag vier Skulpturen der Öffentlichkeit übergeben, die im Rahmen eines vierwöchigen Bildhauersymposiums entstanden sind.

Das Areal hat eine wechselvolle Geschichte: Hier gab es in grauer Vorzeit eine Sandgrube, deren Fläche 1877 in Privatbesitz überging, auf dem dann die Gaststätte „Bürgerruhe“ entstand. In den 70er Jahren wurde der gesamte Komplex abgerissen und über die Zeit entstand ein kleiner Park, auf dessen lichten Flächen nun die Werke von vier Künstlern aufgestellt wurden.

Neun Bildhauer hatten sich auf eine Ausschreibung eines von der Stadt Taucha und vom Bund Bildender Künstler Leipzig (BBK) ausgerichteten sowie von der Kulturraumförderung Leipziger Raum unterstützten Bildhauersymposiums beworben. „Wir hatten kein Thema, sondern nur das Material Porphyr vorgegeben. Eine professionelle und künstlerische Vita war allerdings eine Voraussetzung“, sagte Maria Melms, die Geschäftsführerin des BBK. Der finanzielle Rahmen des Projektes bewege sich bei etwa 20 000 Euro. Die Stadt habe sich mit 2000 Euro daran beteiligt.

Man habe mit vielen Kommunen im ländlichen Raum Gespräche geführt, so Melms. Aber nicht jede Stadt sei für dieses Thema so offen gewesen wie Taucha. Das bestätigte auch der Bildhauer im BBK, Tobias Rost, der das für Taucha zweite Symposium der bildenden Kunst nach 2008 betreut hat: „So viele Künstler beschäftigen sich nicht mit dem Material Stein. Umso erfreulicher war es, dass wir vier Bildhauer gewinnen konnten, die mit dem Rochlitzer Porphyr ihre unterschiedlichen Gedanken und Herangehensweisen bildhaft umgesetzt haben.“ Die Skulpturen werden keine Schilder mit einem Titel bekommen, sodass es dem Betrachter freigestellt sei, sich über Sinn und Form eigene Gedanken zu machen, erklärte Rost.

Das Besondere an diesem Symposium sei gewesen, dass die Bildhauer auf dem Schlosshof gemeinsam und unter den Augen der Öffentlichkeit an ihren Werken gearbeitet haben, sagte der Stellvertreter des Bürgermeisters, Thomas Kreyßig, in seiner Begrüßung. „Dass die Kunst auch für diejenigen Bürger, die gewöhnlich keine Galerien besuchen, im öffentlichen Raum erlebbar gemacht wird, war auch das Anliegen der Stadt, als sie sich für dieses Symposium entschieden hat“, so der SPD-Stadtrat.

Die Künstler Rainer Jacob aus Leipzig, Alla Krasnitski aus Berlin, Jury Platon aus Barnewitz und Thomas Junghans aus Tharandt haben selbst schon in etlichen Symposien gearbeitet. Hier in Taucha allerdings zum ersten Mal in dieser Zusammensetzung.

Von Reinhard Rädler

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