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Tauchaer Stadträte verteidigen Flächennutzungsplan

Schreiben an die LVZ Tauchaer Stadträte verteidigen Flächennutzungsplan

Mit einem Schreiben reagierten Tauchas Stadträte auf einen in der LVZ erschienenen Artikel und einen Leserbrief. Beide Beiträge hatten den Tauchaer „Flächennutzungsplan“ (FNP) zum Thema. Kommunalpolitiker von SPD, Die Linke, FDP und Grünen äußern sich zu einigen Aussagen, die aus ihrer Sicht nicht unwidersprochen bleiben können.

Zum Untersuchungskorridor für eine mögliche innerstädtische Ausweichtrasse parallel zur jetzigen B 87 gehört auch dieses Gelände neben der Bahntrasse und nahe der Weststraße.

Quelle: Olaf Barth

Taucha. Tauchaer Stadträte reagieren jetzt mit einem Schreiben auf einen in der LVZ erschienenen Artikel und Leserbrief. Beide Beiträge hatten den Tauchaer „Flächennutzungsplan“ (FNP) zum Thema. Kommunalpolitiker von SPD, Die Linke, FDP und Grünen äußern sich zu einigen Aussagen, die aus ihrer Sicht nicht unwidersprochen bleiben können.

Konkret benennen die fünf Stadträte „das Freihalten einer innerörtlichen Trasse für den zunehmenden Ziel- und Quellverkehr in der Stadt Taucha“ als einen der Punkte, den es klarzustellen gelte. Diesbezüglich hatte am 8. September der Tauchaer Peter Pieske, Vorsitzender der Bürgerinitiative „Keine B 87 n durch Taucha“, gegenüber der LVZ sein Unverständnis darüber ausgedrückt, dass die eigentlich schon ad acta gelegte innerörtliche Umverlegung der B 87 nun eine Neuauflage erfährt. Und er warf deshalb den Abgeordneten Wortbruch und Wählertäuschung vor, da sie sich seiner Meinung nach schon 2010 gegen solch eine Trasse ausgesprochen hätten.

Die Stadträte Christof Heinzerling, Thomas Kreyßig (beide SPD), Jürgen Ullrich (Die Linke), Jürgen Krahnert (FDP) und Axel Weinert (Die Grünen) schreiben nun, dass die im FNP ausgewiesene Trasse „auf Grund einer Einzelmeinung in der LVZ mit der künftigen Trasse für eine B 87 n verwechselt wurde“. Auch Bürgermeister Tobias Meier (FDP) stellte in einem Gespräch klar, dass es sich bei dem jetzt ausgewiesenen Korridor nicht um eine B 87 n-Variante handele. Vielmehr solle künftigen Stadtrat-Generationen die Option offengehalten werden, auf den zunehmenden Verkehr in Taucha mit eigenen Entscheidungen und Planungen reagieren zu können. Dafür soll im FNP ein Untersuchungskorridor ausgewiesen und freigehalten werden.

Die wachsende Stadt Taucha leidet jetzt schon neben der ebenfalls wachsenden Stadt Leipzig unter langen Staus bis in die Nebenstraßen hinein. Und da sich momentan Eilenburg als Wohnstandort für Pendler nach Leipzig präsentiert, dürfte das zu weiterem Verkehr führen, der dann wohl auch durch Taucha rollt. Insofern halte Meier das Offenhalten von langfristigen Optionen für sinnvoll. Mehr bedeute dieser im FNP ausgewiesene Korridor für eine mögliche Ausweichtrasse gegenwärtig nicht.

In dem Schreiben der Stadträte wird aber auch einigen im Leserbrief von Ullrich Jahn am 20. September getroffenen Aussagen widersprochen: „Die 3. Änderung des FNP stößt in sehr vielen Punkten nicht auf Ablehnung.“ Im Leserbrief stand das Gegenteil. Doch laut der Stadträte seien neben der innerörtlichen Verkehrstrasse bei den Bürger-Hinweisen nur noch das neue Wohngebiet „Partheblick“ sowie das Areal um die Bergstraße im Ortsteil Plösitz als Schwerpunkte festzustellen. Zur Kritik, dass der FNP ein Flickwerk sei, erwidern die Stadträte: „Die insgesamt 34 Änderungsbereiche sind durch die Darstellung der Ist-Situation (wirksame FNP-Fassung) sowie Plan-Situation (FNP-Änderungsfassung) gut strukturiert dargestellt und mit Textpassagen verständlich erläutert. Soweit wir als Stadträte während der Auslegungszeit im Bauamt anwesend waren, konnten den Bürgern alle Fragen durch die Mitarbeiter beantwortet werden.“ Auch die Hinweise im Leserbrief zu Unstimmigkeiten in den Darstellungen sowie zu abweichenden Fristen seien „ärgerlich“. Die als nicht erklärt kritisierte Bezeichnung „D“ bedeute „Archäologischer Relevanzbereich“ und sei sowohl im Plan als auch in der Legende enthalten. Und die Monatsfrist sei bindend, doch auf begründeten Antrag könne auch ein verspäteter Einwand im Einzelfall Beachtung finden.

Die Bearbeitung der eingegangenen Hinweise und Bedenken, so die Stadträte, wird einige Zeit in Anspruch nehmen, „da auch ein intensiver Abgleich mit anderen kommunalen und übergeordneten Fachplanungen erfolgen muss“. In diesem Rahmen würden auch die nochmalige Prüfung der Übereinstimmung der Maßgaben des Generalentwässerungsplanes und die informelle Übernahme in den FNP mit den tatsächlichen örtlichen Verhältnissen im Ortsteil Plösitz erfolgen. Bürgermeister Tobias Meier hatte für nächsten Monat bereits eine öffentliche Sondersitzung des Stadtrates avisiert, in der es nur um den Flächennutzungsplan gehen soll.

Von Olaf Barth

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