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Tauchaer Sternsinger sammeln Spenden für Kinder in Not

Tauchaer Sternsinger sammeln Spenden für Kinder in Not

An vielen Haustüren prangt ein mit Kreide geschriebenes "C+M+B", eingerahmt von der aktuellen Jahreszahl. In den katholischen Hochburgen ist das zwar häufiger anzutreffen als hierzulande, aber mittlerweile sieht man auch hier das Zeichen der "Aktion Dreikönigssingen" immer öfter.

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Die Tauchaer Sternsinger vor ihrem ersten Einsatz am Sonnabend.

Quelle: Reinhard Rädler

Taucha. Seit dem Wochenende tragen nun auch in Taucha und den Ortsteilen wieder viele Türen das Zeichen "20+C+M+B+14", den Segen "Christus segne dieses Haus". Denn es waren 23 festlich gekleidete Sternsinger der katholischen Pfarrgemeinde St. Anna und der evangelisch-lutherischen Gemeinde St. Moritz als Heilige Drei Könige in Taucha unterwegs. Zwei Gruppen waren sogar im Paunsdorf-Center. "Segen bringen, Segen sein. Hoffnung für Flüchtlingskinder in Malawi und weltweit!" - so lautete das Motto der diesjährigen Mission.

"Ab dem ersten Schuljahr können die Jungen und Mädchen an dieser Aktion teilnehmen", erklärte das Mitglied des Pfarrgemeinderates St. Anna, Benedikt Wrobel. Viele beteiligen sich dann jedes Jahr gerne wieder, so auch der Zwölfjährige Michael Cerny, der in diesem Jahr schon das sechste Mal dabei war. Auch Sarah Wrobel zog schon zum zweiten Mal als Sternsinger los, "weil sich die Menschen freuen, wenn wir an der Wohnungstür singen und weil wir Kindern helfen können", so die Achtjährige. Der ein Jahr jüngere Raphael Wrobel hatte großen Spaß, als ihm Mama Christine, nun auch schon zum zweiten Mal das Gesicht als Mohr Melchior dunkelbraun schminkte und die sechsjährige Klara Brüsch hatte immer ihre älteren Geschwister Agnes und Jakob beneidet. In diesem Jahr durfte sie aber nun endlich auch mitmachen.

1959 wurde die Aktion erstmals gestartet. Inzwischen ist das Dreikönigssingen die weltweit größte Solidaritätsaktion, bei der sich Kinder für Kinder in Not engagieren. Die Kinder waren mit einem offiziellen Sternsinger-Ausweis der Pfarrgemeinde St. Anna unterwegs, der sie berechtigte, um Spenden zu bitten. Natürlich wurden sie auch von einem Erwachsenen begleitet. Alle Sternsinger erhielten ein Dankeschön-Kärtchen vom Pfarrer, der ihnen das mit auf den Weg gab: "Ihr könnt nun sagen: Kinder helfen Kindern - und ich bin dabei!"

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.01.2014
Reinhard Rädler

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