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Tauchaerin holt mit „Hand(y)reif“ Preis beim Landeswettbewerb

„Jugend forscht“ Tauchaerin holt mit „Hand(y)reif“ Preis beim Landeswettbewerb

Die 15-jährige Tauchaerin Lena Alshut hat mit ihrer Erfindung des „Hand(y)reif“ den zweiten Platz bei Landeswettbewerb „Jugend forscht“ in Chemnitz geholt. Jetzt gibt es eine Firma, die Interesse an ihrem Projekt hat.

Die 15-jährige Lena Alshut vom Tauchaer Geschwister-Scholl-Gymnasium hat beim Landeswettbewerb „Jugend forscht“ einen 2. Platz belegt.

Quelle: LVZ

Taucha. Mit einem zweiten Platz im Fachgebiet Technik beim sächsischen Landeswettbewerb von „Jugend forscht“ im Gepäck kehrte am vergangenen Wochenende Lena Alshut vom Geschwister-Scholl-Gymnasium nach Taucha zurück. Unter dem Motto „Neues kommt von Neugier“ hatten 28 Schüler, Studenten und Auszubildende zwischen 14 und 20 Jahren ihre Forschungsprojekte in verschiedenen Themengebieten im Industriemuseum Chemnitz vorgestellt. Die Tauchaer Gymnasiastin hatte beim Regionalausscheid Ende Februar in Leipzig mit ihrem „Hand(y)reif“ den ersten Platz erreicht und sich damit für diesen Landeswettbewerb qualifiziert. Mit ihrer praktisch umgesetzten Idee, einen Armreif für Mobiltelefone zu entwickeln, auf dem mittels eines Steckmechanismus vor allem Smartphones befestigt werden können, konnte sie nun auch die Chemnitzer Jury überzeugen.

Smartwatch war zu klein

„Als mein Vater mit seiner Smartwatch am Handgelenk nicht richtig zurechtkam, kam ich auf die Idee, eine Halterung zu entwickeln, an der Smartphones unterschiedlicher Größen problemlos befestigt werden können. Zum einen kann man so auf dem größeren Display mehr erkennen und zum anderen hat man die Hände frei“, beschrieb die 15-Jährige ihren Grundgedanken. Da sie schon beim Vorjahreswettbewerb mit Hilfe eines 3D-Druckers einen Greifarm entwickelt und plastisch umgesetzt hatte, lag es nahe, diese Technik auch bei ihrem neuesten Projekt einzusetzen. In sehr guter Kooperation mit der Staatlichen Berufsakademie Sachsen konnte sie ihre Idee dort umsetzen. In der Grünauer Bildungsstätte erhielt sie sowohl fachliche Unterstützung, als auch technische Hilfe bei der Herstellung der Halterungen mittels eines 3D-Druckers, den sie selbst programmiert hatte.

Bei der Wettbewerbspräsentationen vor den Fachjuroren wurde ein Jurymitglied auf ihr Projekt aufmerksam und bot ihr die Unterstützung seines Unternehmens Goldschmidt Thermit Group an, einem weltweit anerkannten Anbieter auf dem Gebiet von Gleisanlagen. Das kann nur hilfreich sein, denn Lena hat bereits nach dem Regionalwettbewerb ein Patent auf ihren „Handy-Reif“ angemeldet und inzwischen auch schon Antwort vom Patentamt zum weiteren Prozedere bekommen.

Aufladung per Induktion

Mittlerweile hat sie ihr Produkt sogar schon weiterentwickelt, denn zu den Trage- und Befestigungseigenschaften kam eine weitere Komponente hinzu: In die Halterung sind jetzt Schaltungen integriert, die die Smartphones auf dem Wege der Induktion aufladen und ihre Nutzungsdauer um 40 Prozent verlängern können. „Das ist vor allem für die Industrie wichtig, denn so ein Handy muss ja mindestens acht Stunden Dauerbetrieb leisten können“, erklärte der AG-Leiter „Jugend forscht“ im Gymnasium, Andreas Müller. Er betreut Lena Alshuts Projekt. Ihm zur Seite steht Faras Abbasi, der auch nach Ablauf der Kooperation mit der nicht mehr existierenden Heidelberg Postpress GmbH aus persönlichem Engagement heraus die AG weiter unterstützt.

Der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU), der den Landeswettbewerb in Chemnitz eröffnet hatte, kam beim Rundgang auch mit Lena Alshut ins Gespräch und riet ihr, Maschinenbau zu studieren. Außerdem wünschte er sich, dass die Gymnasiastin Sachsen beim Studium und im Beruf treu bleibt. „Das Studium wird ganz bestimmt in diese Richtung gehen“, ist sich Lena Alshut heute schon sicher.

Beim Landeswettbewerb, zu dem 28 Teilnehmer zugelassen waren, gehörte Lena Alshut mit ihren 15 Jahren zu den Jüngsten. Im Technik-Bereich, in dem sie angetreten war, siegte der 19-jährige Alexey Antsipkin aus Dresden mit einem piezoelektrischen Wandler als Energiequelle für medizinische Implantate. Die beiden weiteren von insgesamt vier Technik-Projekte waren eine Solarladestation vom 17-jährigen Nick Börnert aus Chemnitz und die Entwicklung und Programmierung eines Atemtherapiemodells zur Analyse der Atemfrequenz von Schlafapnoe-Patienten von der 18-jährigen Celina Claus aus Zwönitz.

Von Reinhard Rädler

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