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Taucha Tauchas Bibliothek erneuert ihren Bestand
Region Taucha Tauchas Bibliothek erneuert ihren Bestand
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14:51 19.05.2015
Bibliotheksleiterin Steffi Beyer und ihr Mitarbeiter Toni Richter haben mit der neuen Buchlieferung alle Hände voll zu tun. Quelle: Reinhard Rädler

Möglich wurde dies dank der Förderung durch den Zweckverband Kulturraum Leipziger Raum.

Wer dieser Tage Tauchas Bibliothek besucht, wird unter Umständen deren Leiterin Steffi Beyer und ihren Kollegen Toni Richter beim Ausräumen von Kartons antreffen. "Wir hatten voriges Jahr fast 2000 sogenannte Medieneinheiten angeschafft und sind gerade dabei, die Lieferungen einzusortieren", erklärte die Chefin. Hintergrund dafür sei die Tatsache, dass man selbst aber auch am Ausleihverhalten festgestellt habe, dass etliche Bücher nicht mehr dem aktuellen Stand entsprechen. Aber auch vom Zustand her oder mit einer unzeitgemäßen Aufmachung seien viele physisch verschlissen. "Das fiel uns besonders bei der Kinder- und Jugend-, aber auch bei der Reiseliteratur auf", informierte Beyer und nannte noch einen Grund für die Bestandserneuerung: "Wir müssen uns auch neuen Unterrichtsinhalten an den Schulen anpassen, so dass wir kontinuierlich aussondern und ersetzen, beziehungsweise neu anschaffen müssen. Das geht ausschließlich nur über Fördermittel, die der ,Zweckverband Kulturraum Leipziger Raum' ausreicht." So wurden im Jahr 2013 für die Stadtbibliothek Taucha 19 000 Euro und für dieses Jahr 20 000 Euro für Neuanschaffungen und Veranstaltungen bewilligt. "Das ist in etwa vergleichbar mit den Zuwendungen für die Bibliotheken von Eilenburg oder Wurzen", sagte Manfred Schön, der Kultursekretär des Zweckverbandes.

Die Leser honorieren das. Mit 167 Neuzugängen stieg 2013 die Zahl der registrierten "Entleiher" auf 1379. Ein Plus gegenüber dem Vorjahr von 45, gegenüber 2011 sogar von 163 Lesern. Diesen stehen in den Regalen in der Brauhausstraße 24 reichlich 28 000 Bücher, DVDs, CDs, VHS-Kassetten und Spiele zur Verfügung. Alles zusammen wird in der Statistik als Medien bezeichnet. Bei den voriges Jahr ausgeliehenen 32 000 Medien liegen Bücher und Zeitschriften an der Spitze. Diese Printmedien machen allein zwei Drittel der Ausleihen aus.

"Die Renner bei den Erwachsenen sind Krimis, Thriller oder historische Romane, aber auch Reiseführer und Ratgeberbücher zu Haushalts-, Gesundheits- oder Gartenthemen", berichtete Beyer. Es gebe sogar Wartelisten, wie zum Beispiel für das jüngst erschienene Buch "1813 - Kriegsfeuer" von Sabine Ebert. "Viele Besucher kommen gut vorbereitet zu uns, indem sie sich vorher im Internet informierten und dann gezielt suchen oder nachfragen. Unsere Bestände sind digital erfasst, so dass wir das Gesuchte schnell finden. Nicht Vorhandenes können wir über die Fernleihe beschaffen oder auch im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten kurzfristig über die Buchhandlung ,Leselaune' besorgen, falls sich ein Nachfragetrend ergibt", so Beyer. Und ihr Mitarbeiter Toni Richter ergänzt: "Wir merken an der Nachfrage auch, wenn in den Schulen Bücher im Unterricht oder für die Hausaufgaben eine Rolle spielen und nicht das Internet als einzige Informationsquelle, vor allem, wenn die Schüler Quellenangaben machen müssen."

Mehr als ein Drittel der fast 1400 registrierten Bibliotheksnutzer in Taucha sind Kinder bis zu zwölf Jahren. "Bei ihnen stehen spezielle Sachbücher hoch im Kurs", so Steffi Beyer. "Zum Beispiel ,1000 Dinge die gefährlich sind' oder ,Die ekligsten Dinge der Welt' sind sehr gefragt, aber auch die Comic-Romanserie ,Gregs Tagebücher' und ,Der kleine Drache Kokosnuss' bei den kleinen Lesern", zählte sie auf.

Wie aufs Stichwort saß die vierjährige Luisa Hennig mit dem Buch "Leo Lausemaus" auf den bunten Sitzsäcken im Kinderbuchbereich. "Wir sind mindestens einmal im Monat hier", erzählte Mutter Franziska Hennig. "Hier ist es nicht so überlaufen, die Räume haben etwas Besonderes und es gibt eine gute Auswahl. Wir finden hier immer etwas Interessantes", sagte die Theklaerin, deren kleine Leseratte in Tauchas Kita "Tausendfüßler" geht. Reinhard Rädler

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.01.2014
Reinhard Rädler

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