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Taucha Tauchas Bürgermeister gewinnt Kochduell
Region Taucha Tauchas Bürgermeister gewinnt Kochduell
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00:26 21.10.2015
Auf ein faires Kochduell stößt Marian Wendt (links) mit Tobias Meier und Heike Meyer (rote Schürzen) an. Quelle: Foto: Reinhard Rädler
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Taucha

Wenn sich Politiker im Rededuell gegenüberstehen, kommt es auf die richtigen Zutaten, wie Fakten und ausgewählte Zitate oder Redewendungen an. Wer die Debatte dann noch mit Esprit und guter Rhetorik und vielleicht noch mit einem Schuss Humor würzt, kann seine Zuhörer meist am besten überzeugen..

Mit dem richtigen Rezept wollten am Sonntag der nordsächsische CDU-Bundestagsabgeordnete Marian Wendt und Tauchas Bürgermeister Tobias Meier (FDP) bei einem Kochduell die Gäste für sich gewinnen. Zum vierten Mal ging dieses Duell über die Bühne oder besser gesagt durch die Küche im Tauchaer Restaurant „Bowlingdschungel“.

Wendt erkochte sich 2014 mit “Gnocchi con Spinaci é due Formaggi”, also Gnocchi in Spinat mit zweierlei Käse, den „Goldenen Kochlöffel“. In diesem Jahr wollte er nun mit dem Gericht „Gimelli al Ragu“ – Zwillingsnudeln mit einem Ragout aus der Rinds-Oberschale – seinen Kochtitel verteidigen. Während Wendt die mediterrane Küche liebt, bevorzugte sein Kontrahent Meier mit „Chaudun“ ein herbstliches Kassler-Gericht aus dem Jahre 1518. Sonst mag es Tauchas Bürgermeister eher traditionell, „allerdings sieht meine Küche zuhause dann immer aus, wie ein Schlachtfeld“. Seine Kochgehilfin Heike Meyer sorgte aber dafür, dass sich das Chaos diesmal in Grenzen hielt.

Dass die Köche diesmal von Anfang an im Saal vor Publikum kochten, war eine Premiere. Die Gäste machten davon fleißig Gebrauch und guckten den Köchen in die Töpfe. DJ Roland Kohler moderierte quasi jeden Handgriff der „Rivalen“ beim Schnippeln und Braten und versuchte, ihnen Tipps und Geheimnisse zu entlocken. Wendt setze vor allem auf die Verwendung frischer und vor allem heimischer Produkte, die diesmal Estella Werner, seine Beiköchin, für ihn putzte und schnitt. Das Fleisch zerkleinerte Wendt mit dem eigenen Messerbesteck. Seine Soße erhielt mit ein paar Stückchen Bitterschokolade den letzten Pfiff. Mit „Vergus“, einem nach einem altdeutschen Rezept am Vortag selbst hergestellten Sud aus Essig, Weißwein, Weintrauben und Pfeffer, erhielt Meiers Gericht die besondere Note. Chianti und ein trockener Weißwein befeuchtete nebenher auch die trockenen Kehle...

Nach gut zwei Stunden waren beide Gerichte fertig. Die Gäste hielten schon ihre Teller parat und hatten nun die Qual der Wahl. Für Renate und Arno Wölk aus Leipzig gab es nur einen Favoriten: „Das mittelalterliche Gericht von Tobias Meier“, waren sie sich einig. „Es war würzig, kräftig, die Zutaten passten gut zusammen, es war ein Vergnügen für unsere Gaumen“, fanden auch Rosel und Günter Dominka aus Taucha.

Am Ende stimmten die Gäste schließlich mit 23 zu vier für das „Chaudun“ von Tobias Meier. Sieger und Unterlegener waren sich jedoch einig, dass es schwierig war, sich zwischen zwei so unterschiedlichen Gerichten zu entscheiden.

Dschungelchef René Werner überreichte den „Goldenen Kochlöffel“, versprach, dass das Siegergericht ein Jahr auf der Speisekarte seines Restaurants stehen wird und forderte, dass der Bürgermeister künftig mit Amtskette und Kochlöffel repräsentieren wird.

Von Reinhard Rädler

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