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Taucha Tauchas Heimatverein ist seit 20 Jahren aktiv
Region Taucha Tauchas Heimatverein ist seit 20 Jahren aktiv
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11:14 23.03.2017
Tauchas Heimatvereinschef René Werner (Mitte) hört im nächsten Jahr auf. Zum Vorstand gehören auch Schriftführerin Karin Bell und Stellvertreter Manfred Wulf. Quelle: Foto: Joachim Chüo
Taucha

Gleich zu Beginn der Mitgliederversammlung des Heimatvereins Taucha konnte unlängst der Vereinsvorsitzende René Werner eine für ihn angenehme Pflicht erfüllen: Im Rittergutsschloss überreichte er der Leiterin des Seniorenclubs der Volkssolidarität Leipziger Land/Muldental, Eva Landgraf, 200 Euro aus dem Erlös des Stollenverkaufs zum Weihnachtsmarkt. Anschließend hielt man sich an die Tagesordnung zur Sitzung.

Nachdem dann der stellvertretende Vorsitzende Manfred Wulf den Kassenbericht vorgestellt hatte, zog der Vereinsvorsitzende eine kurze Bilanz zur Arbeit des Vereins im abgelaufenen Jahr. Dabei würdigte er die Bereitschaft vieler Vereinsmitglieder, bei Veranstaltungen, wie der Frauentagsfeier, dem Osterfeuer, Kinderfest im Parthebad, Kartoffelfest und Weihnachtsmarkt sowie auf der Flaniermeile und bei der Organisation des Festumzuges zum Tauchaer Stadtfest, aktiv mitzuwirken. Zum Ende seiner Ausführungen verkündete der Vereinschef, dass er bei den Neuwahlen 2018 nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Das kam für die meisten der anwesenden 26 Mitglieder nicht ganz so überraschend, hatte Werner doch schon Ende Februar über die sozialen Netzwerke zum 1. Juli einen Pächter für seinen im Jahr 2011eröffneten Freizeittreff „Bowlingdschungel“ gesucht.

Im Zusammenhang damit informierte Werner, dass er beabsichtigt, Ende 2018, Anfang 2019, seinen Lebensmittelpunkt auf die Philippinen, dem Heimatland seiner Ehefrau Estella, zu verlegen. Bis dahin will der vor kurzem 50 Jahre alt gewordene Geschäftsmann auch seine Firma „Bauverfugung Werner/Richter GmbH“ an seinen Sohn Tobias übergeben haben. Werner versicherte aber, dass er sein Amt als Vereinschef noch bis zur Neuwahl ausüben und auch danach weiter Mitglied des Vereins bleiben wird. Der Heimatverein ist indes schon jetzt auf der Suche nach einem engagierten Vorstand, denn auch der bis dahin 78-jährige Vereinsvize Manfred Wulf hat sich zu einer erneuten Kandidatur noch nicht festgelegt.

Werner übergibt einen gut aufgestellten Verein, der sich seit 20 Jahren aktiv in das Kulturleben der Parthestadt einbringt. Am 23. Januar 1997 wurde in den Räumen des Geschwisters-Scholl-Gymnasiums der Heimatverein Taucha von 38 Bürgern gegründet. Der diesjährig 20. Geburtstag des Vereins verlief Ende Januar eher in ruhigen Bahnen. Eine größere Feier soll es erst am 28. Mai geben. Es ist wohl die letzte Veranstaltung im Bowlingdschungel unter der Leitung von Gastronom Werner. Der ist seit 2013 Vorsitzender des Vereins.

Auf der Internetseite des Heimatvereins und im Schaukasten zog Werner ein kurzes Resümee der vergangenen 20 Jahre. Der erste Vorsitzende war damals Klaus Gilardon, danach übernahmen Helmut Köhler und Steffen Pilz das Amt. Zu den ersten Aktionen des neuen Vereins zählte ein Hilfsprojekt, das wegen eines Hausbrandes in der Bruno-Schönlank-Straße ins Leben gerufen wurde. Mit Unterstützung der „Kleinen LVZ“ konnten den Betroffenen im Ergebnis eines Aufrufes eine finanzielle Unterstützung übergeben werden.

Eines der größten Verdienste des Vereins war dessen Engagement für die Wiederbelebung des Tauchscher Stadtfestes, welches bis heute zu den kulturellen Höhepunkten der Parthestadt zählt. Auch der Parthebrunnen auf dem Rudolf-Winkelmann-Platz ist dem Tatendrang des Vereins zu verdanken. Von Beginn an, bis heute sind die Vereinsmitglieder bei den eingangs genannten Veranstaltungen aktiv. Speziell für Kinder wurde eine Arbeitsgruppe „Sagenhaftes Taucha“ ins Leben gerufen. Vereinsmitglied Jutta Hoffmann berichtete, mit wie viel Spaß und Interesse das von ihr betreute „Entdeckerteam“ des Heimatvereins – es setzt sich aus Schülern der 3. und 4. Klassen der Grundschule Am Park zusammen – auf den historischen Spuren Tauchas unterwegs ist. Nicht zuletzt sorgte der Verein mit der Übernahme des „Online-Magazins“ nach Auflösung des Internetvereins für dessen Fortbestand.

Als nächster Termin steht am 13. April auf der Festwiese das Osterfeuer fest, bei dem der Verein von 17 bis 21.30 Uhr mit drei Ständen präsent sein wird.

Von Reinhard Rädler

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