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Taucha Tauchas IBV kauft 103 Wohnungen: „Ein faires Geschäft“
Region Taucha Tauchas IBV kauft 103 Wohnungen: „Ein faires Geschäft“
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08:00 17.01.2012
Dieser Häuserblock in der Leipziger Straße zählt zu den Immobilien, die die kommunale IBV jetzt erworben hat. Quelle: Jörg ter Vehn
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Taucha

Bürgermeister Holger Schirmbeck (SPD) und IBV-Chef Achim Teichmann verteidigen den Erwerb als marktwirtschaftlich, aber auch sozial sinnvoll.

„Es war ein guter Preis, ein faires Geschäft, die Wirtschaftlichkeit ist gegeben“, meint Teichmann. Mit den neuen Wohnungen erhöhe sich der IBV-Bestand in Taucha auf 1172. Das sei rund ein Siebtel aller Haushalte von Taucha, ein gute Konstellation und nicht zu viel, findet er.

Selbst zu Zeiten, als viel geboten wurde für den Wohnbestand, habe Taucha im Gegensatz zu anderen Kommunen nie über einen Verkauf oder Teilverkauf nachgedacht, erklärt Schirmbeck. Inzwischen seien 90 Prozent der Wohnungen der IBV saniert. „Unsere aktuelle Leerstandsquote bei den sanierten Beständen beträgt nur 5,6 Prozent“, erläutert Teichmann. Das sei eine gute Quote. Mit den neuen Wohnungen werde das Angebotsspektrum der IBV breiter. Damit sei die Chance größer, dass ein Kunde auch tatsächlich bedient werden kann.

Die ehemaligen VLW-Wohnungen seien zum allergrößten Teil vermietet. An den Verträgen werde auch nicht gerüttelt, so Teichmann. Die Mieter bekämen nur Post in den nächsten Wochen, in dem sich die IBV als neuer Besitzer vorstellt und das Prozedere des Übergangs erklärt, sagt er.

Die neuen Mieter würden genau ins bisherige Klientel der IBV passen. Auch die Mieten spiegelten das Profil der IBV wieder. Typischerweise werde für sanierten Wohnraum zwischen 4,60 und 5,20 Euro pro Quadratmeter verlangt.

Die IBV übernehme eine wichtige Funktion auf dem Tauchaer Mietwohnungsmarkt, erläutert Schirmbeck. Sie habe einen soziale Steuerungsfunktion, halte Wohnraum parat für „ein Klientel mit normalem Geldbeutel“.

Die Vergangenheit habe auch in Taucha gezeigt, dass private Vermieter dazu neigten, höherwertig zu sanieren und danach entsprechende Mieten zu verlangen. „Das ist auch in Ordnung, der Markt gibt das her“, sagt Schirmbeck. Das sei aber gerade nicht die Aufgabe der IBV als kommunaler Vermieter. Dort gebe es eine andere Interessenlage – nämlich auch erschwinglichen Wohnraum vorzuhalten. Dabei habe sich gezeigt, dass private Investoren eben nicht so gut seien.

Mit den neuen Wohnungen kämen keine neuen Sanierungsaufgaben auf die IBV zu, sagt Teichmann. Sie seien saniert, dort stehe erst mal nichts an. Auch ansonsten werde die IBV in diesem Jahr keine neuen Projekte in Angriff nehmen. „In diesem Jahr ist keine neue Sanierung geplant“, versichert der Geschäftsführer.

Bis zum Ende des ersten Quartals würden aber die im vorigen Jahr gestarteten Projekte in der Zwickschen Siedlung zu Ende geführt. „Ich denke, zum Ende des 1. Quartals werden die Arbeiten abgeschlossen sein“, versichert Teichmann. 40 Wohnungen werden gerade saniert.

Jörg ter Vehn

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