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Taucha Tauchas Jugendparlament hat neuen Sprecher
Region Taucha Tauchas Jugendparlament hat neuen Sprecher
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07:50 30.11.2009
Taucha

Es galt, über die Geschäftsordnung abzustimmen und neue Ämter zu vergeben. An der konstituierenden Sitzung im Jugendclub nahmen neun der zwölf Mitglieder teil.

Erstmals nur als Gast anwesend war Nico Wesser, der Initiator des Jugendparlaments. Er war am 11. November nicht wiedergewählt worden. Auf die Frage, ob er darüber denn sehr enttäuscht sei, sagte der 22-Jährige: „Das ist die Macht der Demokratie.“ Er bleibe dem Jugendparlament auf jeden Fall erhalten. Denn glücklicherweise könnten ja auch Nicht-Gewählte mitmachen, sie müssten einfach nur als Gast zu den Sitzungen kommen.

Genau daran hapert es jedoch nach wie vor. In einem Rückblick auf die Schaffensbilanz der vergangenen zwei Jahre stellte Manuela Leipert trocken fest: „Wir haben nichts von dem geschafft, was wir uns vorgenommen haben. Und die meisten Jugendlichen wissen bis heute nicht, dass sie mit Sorgen zu uns kommen können.“ Aber das Jugendparlament will gegensteuern. „Wir wollen uns jetzt auch an anderen Orten als nur in der Mehrzweckhalle treffen, damit wir in Taucha ein wenig herumkommen“, erklärte Parlamentssprecherin Sylvia Stärke.

Neuer Sprecher an ihrer Seite ist Florian Pelz, der Wesser in dieser Funktion ablöst. Außerdem sollen „ständige Vertreter“ des Jugendparlaments für die Mittelschule und das Gymnasium gewählt werden. Fürs Gymnasium wurde Benjamin Grellmann dieses neu geschaffene Amt anvertraut: „Es gab bisher Probleme mit dem Kontakt zu den Schulen, den wollen wir jetzt verbessern.“ Zwar hat das Jugendparlament eine eigene Homepage, die Stephan Beller gestaltet, aber eine Vorstellung der Mitglieder fehlt darauf völlig. Deswegen lautet die „Hausaufgabe“ zur nächsten Sitzung, dass jedes Mitglied einen Steckbrief für die Internetseite erstellt – das könnte die Bekanntheit jedenfalls durchaus fördern.

Und auch auf überregionaler Ebene will das Jugendparlament etwas tun.

Ein Antrag Wessers zielte darauf ab, eine rechtliche Grundlage für Jugendparlamente in der sächsischen Gemeindeordnung zu schaffen – bisher gibt es keine. Zu Diskussionen führte die Frage, ob ein entsprechender Antrag an alle Fraktionen des Landtags geschickt werden soll. Wesser befürchtete, dass die Unterstützung des Vorhabens durch eine extreme Partei das falsche Licht auf Jugendparlamente in Sachsen werfen könnte. Die anderen Parlamentarier waren hingegen der Meinung, es sei nicht demokratisch, eine Partei auszuschließen. Für ihr Vorhaben wollen die Tauchaer auch noch andere Jugendparlamente mit ins Boot holen.

Kristin Jurack

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