Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Taucha Tauchas Jugendparlament kritisiert Zustände im Jugendklub
Region Taucha Tauchas Jugendparlament kritisiert Zustände im Jugendklub
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:05 19.05.2015

Doch genau in dieser Zeit veröffentlichte das vierköpfige Jugendparlament Taucha um Sprecherin Sylvia Stärke eine Presseerklärung, in der gemeinsam mit dem Jugendmagazin MS Times die Zustände in der Einrichtung kritisiert werden. Der konkrete Vorwurf lautet, dass dort das Jugendschutzgesetz ignoriert wird. Die verantwortliche Erwachsene würde gemeinsam mit den Jugendlichen zur Zigarette greifen und so Nichtraucher belästigen. Auch sollen alkoholische Getränke jederzeit für jedermann zugänglich sein. Das werde geduldet, weil sonst der Jugendklub leer wäre. Außerdem wird kritisiert, dass, anstatt ein Ferienprogramm anzubieten, die Freizeiteinrichtung gerade in den Ferien "wieder mal" geschlossen ist. Gespräche in der Vergangenheit zwischen Parlamentariern und Jugendklub seien ergebnislos im Sand verlaufen. Und falls diese Probleme jetzt im Jugendmagazin aufgegriffen würden, sei den Reportern von Klubbesuchern Gewalt angedroht worden. In der Pressemitteilung wird nun ein konsequentes Handeln der Verantwortlichen gefordert. Die Leiterin käme ihrer Vorbildfunktion gegenüber den Jugendlichen gemäß des Jugendschutzgesetzes nicht mehr nach.

"Wir werden diesen Vorwürfen gemeinsam mit dem Träger nachgehen. Auch bisher haben wir uns schon bemüht, wissen aber, dass es im Klub nicht so optimal läuft. Aber von Verstößen gegen das Jugendschutzgesetz höre ich offiziell das erste Mal", sagte auf LVZ-Anfrage Albrecht Walther, Sachgebietsleiter für Ordnung und Soziales. Es gebe einen gewissen Besucherstamm mit erwachsenen Jugendlichen, es sollten aber mehr Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren Aufnahme finden. Die Stadt unterstützt die Einrichtung mit 28 000 Euro im Jahr, sagte Walther, was die Nutzung durch die Senioren dienstags und donnerstags einschließt. Über den Zeitpunkt der öffentlichen Kritik wundert sich Walther allerdings, da sich die Leiterin zu den Vorwürfen derzeit nicht äußern kann.

Unabhängig vom Zeitpunkt der Kritik will auch Heike Richter handeln. Die 48-Jährige ist seit gut 14 Monaten die Geschäftsführerin der Volkssolidarität. "Wir werden der Sache nachgehen, hatten schon ein langes Gespräch mit der Stadt. Jugendklub und Jugendparlament sind sich offenbar nicht grün. Es ist schwer zu verstehen, dass das Jugendparlament nicht im Jugendklub tagt. Wenn die erhobenen Vorwürfe stimmen, ist das natürlich ein erheblicher Verstoß. Dann kann das nicht so bleiben und wird Konsequenzen haben. Geraucht werden darf nicht, Zugang zu Alkohol darf es so nicht geben." Zunächst möchte Richter mit den Jugendparlamentariern sowie der Leiterin selbst reden und Klarheit in die Angelegenheit bringen. "Im Moment läuft es nicht so, wie wir und die Stadt uns das vorstellen. Die Klientel ist zu alt, das wollen wir ändern. Vor allem Schüler der fünften bis zehnten Klassen sollen sich dort heimisch fühlen. Für sie müssen wir Angebote und neue Projekte schaffen, um den Klub zu beleben. Allerdings muss man hier auch die Finanzierung im Blick haben", sagte die Leipzigerin. Ebenso müsse über die Öffnungszeiten neu nachgedacht werden. Richter: "Ein Jugendklub, der kein Jugendklub ist, macht keinen Sinn." Olaf Barth

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.08.2013

Olaf Barth

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Fast 50 Programmpunkte sind im Veranstaltungs-Flyer des heute beginnenden Stadtfestes Tauchscher 2013 zu finden. Was dabei dieses Jahr besonders auffällt, ist die Tatsache, dass zu den Akteuren bei den Programmpunkten sehr viele Parthestädter dabei sind.

19.05.2015

Es ist mittlerweile schon eine Tradition, dass zum Tauchschen Fundsachen öffentlich versteigert werden. So auch kommenden Sonnabend, ab 15 Uhr vor der Grundschule "Am Park".

19.05.2015

Wenn in der Dicolor-Eisarena Taucha die Eishockey-Cracks die Schläger kreuzen, ist ihnen die lautstarke Unterstützung ihrer neun Fanclubs sicher. Die Clubs stehen zwar geschlossen hinter ihrer Mannschaft, aber es fliegen auch untereinander schon mal deftige Sprüche hin und her.

19.05.2015
Anzeige