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Tauchas Kleiderkammer zieht in neues Domizil

Soziale Begegnungsstätte geplant Tauchas Kleiderkammer zieht in neues Domizil

Nach 16 Jahren erhält die Kleiderkammer, die in Taucha bisher am Kirchplatz 4b von der Evangelisch-Lutherischen und der katholischen Gemeinde betrieben wurde, einen neuen Standort. Ab 1. Juni hat die Kleiderkammer in der Leipziger Straße 71 und 75 ihr neues Domizil. Dort soll dann auch eine soziale Begegnungsstätte entstehen.

Ehrenamtliche der „Zeit-Tausch-Börse“ im Gespräch mit Pfarrer Gottfried Edelmann (rechts).

Quelle: Reinhard Rädler

Taucha. Nach 16 Jahren erhält die Kleiderkammer, die in Taucha bisher am Kirchplatz 4b von der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde und der katholischen Gemeinde gemeinsam betrieben wurde, einen neuen Standort. Ab 1. Juni hat die auch von der Stadt unterstützte Kleiderkammer dann in zwei ehemaligen Geschäftsräumen in der Leipziger Straße 71 und 75 ihr neues Domizil (die LVZ berichtete).

Unter dem Slogan „Bleiben und Kleiden“ soll die bisherige Aufgabe der Einrichtung jetzt auch auf die einer sozialen Begegnungsstätte erweitert werden. „Wir wollen mit einem neuen Konzept auch eine Möglichkeit nachhaltiger Integration schaffen“, sagte dazu Gemeindepfarrer Gottfried Edelmann. „Die Öffnungszeiten des Begegnungstreffs im Haus 71 sind den Annahme- und Ausgabezeiten weitestgehend angepasst. Zum neuen Konzept gehört auch, dass es keine Ferienschließzeit mehr geben soll“, informierte am Montag der Geistliche. Da hatte ein Gespräch des Stammtisches „Zeit-Tausch-Börse“ mit ehrenamtlich Tätigen, darunter auch konfessionslose Tauchaer, die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren, stattgefunden.

Hier wurden auch die neuen Arbeitsgrundsätze der Kleiderkammer vorgestellt und mit den etwa 20 Anwesenden diskutiert. So will man künftig straffer regeln, dass Spenden nur an Bedürftige und in Not geratene Tauchaer Mitbürger ausgegeben werden, die sich im Regelfall durch eine von der Stadtverwaltung ausgestellte Berechtigungskarte ausweisen müssen. Zuvor sei beobachtet worden, dass sich aus Leipzig Angereiste mit Kleiderspenden in Größenordnungen über den normalen Bedarf hinaus eingedeckt hätten. Mit einer Schutzgebühr von moderaten 20 Cent bei mehr als fünf Kleidungsstücken oder anderer Dinge pro Besuch und berechtigter Person will man übermäßiger Inanspruchnahme entgegenwirken.

Die neue Kleiderkammer ist nicht größer als die alte, verfügt aber durch eine andere Raumaufteilung über bessere Möglichkeiten der Lagerung. Die räumliche Trennung von Annahme im Haus 71 und Ausgabe im Haus 75 biete Verbesserungen im Arbeitsablauf. Das neue Team bilden Birgit Richter und Marion Naumann sowie Anja Nowotny und Silvia Meier, die sich kurzfristig zur Mitarbeit bereit erklärt hatte. Nach wie vor gibt es keine Möglichkeiten zur Lagerung von sperrigen Gegenständen, wie Möbel oder Fahrräder. Man wolle aber auf Informationstafeln auf entsprechende Angebote hinweisen.

Im Haus 71 wird künftig mittwochs von 9 bis 13 Uhr auch die Flüchtlingssozialarbeiterin der Diakonie, Janet Liebich, während der Sozialsprechstunde für Fragen der Neubürger zur Verfügung stehen. Am Dienstag, dem 31. Mai, wird die neue Kleiderkammer um 10 Uhr feierlich eröffnet.

Von Reinhard Rädler

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