Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Taucha Tauchas Kleiderkammer zieht in neues Domizil
Region Taucha Tauchas Kleiderkammer zieht in neues Domizil
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:23 25.05.2016
Ehrenamtliche der „Zeit-Tausch-Börse“ im Gespräch mit Pfarrer Gottfried Edelmann (rechts). Quelle: Foto: Reinhard Rädler
Anzeige
Taucha

Nach 16 Jahren erhält die Kleiderkammer, die in Taucha bisher am Kirchplatz 4b von der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde und der katholischen Gemeinde gemeinsam betrieben wurde, einen neuen Standort. Ab 1. Juni hat die auch von der Stadt unterstützte Kleiderkammer dann in zwei ehemaligen Geschäftsräumen in der Leipziger Straße 71 und 75 ihr neues Domizil (die LVZ berichtete).

Unter dem Slogan „Bleiben und Kleiden“ soll die bisherige Aufgabe der Einrichtung jetzt auch auf die einer sozialen Begegnungsstätte erweitert werden. „Wir wollen mit einem neuen Konzept auch eine Möglichkeit nachhaltiger Integration schaffen“, sagte dazu Gemeindepfarrer Gottfried Edelmann. „Die Öffnungszeiten des Begegnungstreffs im Haus 71 sind den Annahme- und Ausgabezeiten weitestgehend angepasst. Zum neuen Konzept gehört auch, dass es keine Ferienschließzeit mehr geben soll“, informierte am Montag der Geistliche. Da hatte ein Gespräch des Stammtisches „Zeit-Tausch-Börse“ mit ehrenamtlich Tätigen, darunter auch konfessionslose Tauchaer, die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren, stattgefunden.

Hier wurden auch die neuen Arbeitsgrundsätze der Kleiderkammer vorgestellt und mit den etwa 20 Anwesenden diskutiert. So will man künftig straffer regeln, dass Spenden nur an Bedürftige und in Not geratene Tauchaer Mitbürger ausgegeben werden, die sich im Regelfall durch eine von der Stadtverwaltung ausgestellte Berechtigungskarte ausweisen müssen. Zuvor sei beobachtet worden, dass sich aus Leipzig Angereiste mit Kleiderspenden in Größenordnungen über den normalen Bedarf hinaus eingedeckt hätten. Mit einer Schutzgebühr von moderaten 20 Cent bei mehr als fünf Kleidungsstücken oder anderer Dinge pro Besuch und berechtigter Person will man übermäßiger Inanspruchnahme entgegenwirken.

Die neue Kleiderkammer ist nicht größer als die alte, verfügt aber durch eine andere Raumaufteilung über bessere Möglichkeiten der Lagerung. Die räumliche Trennung von Annahme im Haus 71 und Ausgabe im Haus 75 biete Verbesserungen im Arbeitsablauf. Das neue Team bilden Birgit Richter und Marion Naumann sowie Anja Nowotny und Silvia Meier, die sich kurzfristig zur Mitarbeit bereit erklärt hatte. Nach wie vor gibt es keine Möglichkeiten zur Lagerung von sperrigen Gegenständen, wie Möbel oder Fahrräder. Man wolle aber auf Informationstafeln auf entsprechende Angebote hinweisen.

Im Haus 71 wird künftig mittwochs von 9 bis 13 Uhr auch die Flüchtlingssozialarbeiterin der Diakonie, Janet Liebich, während der Sozialsprechstunde für Fragen der Neubürger zur Verfügung stehen. Am Dienstag, dem 31. Mai, wird die neue Kleiderkammer um 10 Uhr feierlich eröffnet.

Von Reinhard Rädler

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Taucha Frauengruppe stellt ihre Werke vor - Tauchaer Künstler öffnen Atelier

Im ehemaligen Tauchaer Klosterschankhaus hatte das Künstler-Ehepaar Claudia und Rüdiger Bartels über Pfingsten wieder zu den Tagen des offenen Ateliers eingeladen. Zu sehen waren dabei nicht nur beeindruckende Werke der beiden Gastgeber, sondern auch viele jener Bilder, die in den letzten Wochen und Monaten im Rahmen der von Claudia Bartels geleiteten Malkurse entstanden sind.

18.05.2016
Taucha Stadt erwartet von Anwohnern eine Entscheidung - In Merkwitzer Siedlung wachsen die Sorgen

Bewohner der Siedlung „An der Mühle“ wurden vor kurzem in einer Einwohnerversammlung von der Stadtverwaltung Taucha über die Erschließungspläne für dieses Gebiet und den zeitlichen Rahmen dafür informiert. Die Pächter sollen die städtischen Grundstücke kaufen. Passiert das nicht, müssten sie zum Jahresende die Grundstücke räumen, berichten die Siedler.

16.05.2016
Taucha Fördergelder lassen Visionen entstehen - Tauchas Schloss soll kulturelles Zentrum werden

Bei der Abstimmung über mögliche, vom Land Sachsen geförderte Investitionen in Taucha, ging es auch um das altehrwürdige Areal auf dem Schlossberg. Es steht nach der Gymnasium-Erweiterung (die LVZ berichtete) als zweiter Schwerpunkt auf jener Investitionswunschliste, die von der Parthestadt beim Landratsamt Nordsachsen eingereicht werden soll.

16.05.2016
Anzeige